Blogparade Cranberries: Gedeckter Apfel-Cranberry-Kuchen

Apfel-Cranberry-Kuchen

Blogparade Cranberries bei USA kulinarischIst das ein Zeichen des Älterwerdens, dass man sich beim Essen und Kochen auf Klassiker besinnt? Ich erwische mich dabei, dass mir im Restaurant das ganz frische Brot mit Salzbutter besser schmeckt als der anschließend aufgetragene Sowieso-Schaum an dreierlei Irgendwas. Und statt auf  amerikanischen In-Blogs nach neuen Backtrends mit Salzkaramell oder Chiasaat zu suchen, war mir zum Sonntagskaffee nach einem schnöden gedeckten Apfelkuchen. Naja, so schnöde nun auch wieder nicht: Statt Rosinen, die ich nicht so gerne mag, habe ich frische Cranberries in die Füllung gegeben – das Ergebnis war eine wunderbar herb-süße Füllung mit einer tollen Farbe! Damit passt das Rezept auch bestens zur Blogparade Cranberries, die ich in meinem Schwesterblog USA kulinarisch veranstalte. Schaut gerne rein und reicht selbst ein Rezept mit den roten Beeren ein!

Weiter lesen

Urlaubsfeeling Frankreich: Tarte mit Himbeeren

Himbeertarte

Frankreich als Urlaubsland habe ich erst sehr spät entdeckt: Anno 2011 bei einer “Schlössertour” an der Loire (siehe hier). Mangels französischer Sprachkenntnisse hatte ich um das Land bis dato einen Bogen gemacht, nicht aber um Kochbücher über französische Küche, die mich schon lange faszinierte. Was ich dann vor Ort in schlichten Landgasthöfen, Table D’Hotes und Bäckereien kosten konnte, hat mich durchweg begeistert – und erstaunt: Ich hätte mehr Chichi erwartet. Stattdessen kamen die besten Backwaren und Hauptgerichte ausgesprochen schlicht daher und “lebten” durch die hohe Qualität ihrer Zutaten. Zum Beispiel: Superfrischer Zander in etwas Petersilienbutter auf Kürbispüree. Oder: Hauchdünne Tarte Tatin mit superexakt gehobelten Scheibchen karamelisierter Äpfel. Oder: Baguette-Crostini mit Ziegenkäse und Zwiebelmarmelade. Weiter lesen

Zum Geburtstag: “Spiegeleier-Kuchen”

spiegeleierkuchenDes Menschen Willen ist sein Himmelreich – und wenn sich der Kollege zu seinem 36sten Geburtstag (also weit entfernt von der Kindheit) einen “Spiegeleier”-Kinderkuchen gewünscht hat, dann soll er den bekommen. Aber zumindest einen formvollendeten, mit Pseudo-Spiegeleiern in Spiegeleier-Form. Also habe ich die halbe Teigmenge des Originalrezeptes in einer 26er Springform gebacken und mit einem runden, scharfen Teigausstecher für Scones/Biscuits Kreise ausgestochen, mit je einer Aprikose verziert und ins Büro mitgenommen. Die zerstückelten Reste mit den kreisrunden Kuchenlöchern sorgten währenddessen zuhause bei unserem us-amerikanischen Austauschschüler für Stirnrunzeln: So einen seltsamen Kuchen hätte er ja noch nie gesehen…   Gegessen hat er ihn trotzdem! Weiter lesen

Entdeckung: Quark-Mohn-Kuchen mit Birnen

Mohn-KäsekuchenMohn ist eine Zutat, die ich vor kurzem erst entdeckt habe – genau wie Anchovies, Oliven, Blauschimmelkäse. Ob das etwas damit zu tun hat, dass “im Alter” (naja, ich werde bald 49) die Geschmacksknospen unempfindlicher werden und man daher auch starke Aromen eher mag? Egal – jedenfalls hätte ich noch vor fünf Jahren diesen Kuchen nicht gebacken, jetzt bin ich froh, dass ich es getan habe.  Die milden Birnen harmonieren sehr gut mit dem kräftigen Mohn, obenauf dann noch eine cremige Käsekuchenschicht – uneingeschränkt zu empfehlen. Ich habe den Kuchen in einer hohen 32er-Tarteform gebacken. Wer lediglich eine 26er-Springform füllen möchte, nimmt 2/3 der jeweiligen Mengen.

Weiter lesen

Gerätetest: Möhrenkuchen aus dem Intellichef

MöhrenkuchenDass man im Slowcooker Kuchen backen (naja, korrekterweise sollte man wohl sagen “dämpfen”) kann, habe ich schon öfter ausprobiert. Auch der 9-in-1-Multigarer “Intellichef“, den ich derzeit teste, bietet eine Backstufe. Die dauert 45 Minuten und leider fehlen in der eh knappen Bedienanleitung sämtliche Hinweise, welche Teige und Mengen dafür wohl geeignet sind. Da mir der Intellichef-Topf mit seinen etwa 4 Litern Inhalt zu meinem Slowcooker-Möhrenkuchen-Rezept  zu passen schien, habe ich kurzerhand das zubereitet und im Intellichef gebacken. Und es funktionierte prima – durch den stärker erhitzten Topfboden des Intellichefs gab es sogar so etwas wie einen Backeffekt, nämlich eine leicht knusprige Kruste unten. Nach dem Stürzen befindet sich die oben und ich habe sie mit einem Frischkäse-Frosting dekoriert. Der Kuchen war lecker – im Slowcooker zubereitet, ist er allerdings noch ein bisschen saftiger.

Weiter lesen

Pleiten, Pech & Pannen: Kasutera, japanischer Biskuit

Kasutera, japanischer BiskuitJapanische Küche ist irgendwie nicht die meine. Seetang, Algen und Wasabi finde ich gewöhnungsbedürftig, rohem Fisch traue ich nur unmittelbar an Küstenabschnitten, aber bestimmt nicht in einer Sushibar im Ruhrgebiet. Brot und süßes Backwerk, was mir eigentlich immer schmeckt und meine Einschätzung retten könnte, kennt die japanische Küche nicht. Falsch! Makiko stellt in ihrem Foodblog Just Hungry einen wunderbar saftig aussehenden Kuchen vor – Kasutera oder Castella. Der Honig- oder Grüntee-aromatisierte Biskuit wird als nachmittäglicher Snack (Oyatsu) gegessen. Sein Ursprung liegt in Portugal  oder Spanien (dann sicherlich ohne Grünteearoma!)  und wurde einstmals von Missionaren nach Asien gebracht.

Weiter lesen

Deutsch-amerikanische Freundschaft in Kuchenform

Deutsch-Amerikanischer ApfelkuchenEinem Apfelkuchen, den ich gar nicht mag, bin ich bisher noch nicht begegnet. Ob schwer oder zart, zimtig oder marzipanig, mit oder ohne Sahne, Nüsse und Rosinen – irgendwie schmeckt Apfelkuchen immer gut. Mein Favorit, was die Füllung angeht, ist amerikanischer Apple Pie mit viel Zimt, getrockneten Cranberries und Ahornsirup. Weniger prickelnd finde ich dagegen den amerikanischen Pasteten-Teig, der die saftige Füllung umhüllt. Er ist schwer zu verarbeiten und liegt mit seinem hohen Gehalt an Pflanzenfett oder gar Schmalz schwer im Magen. Da lobe ich mir doch klassisch-süßen 1-2-3-Mürbeteig – und habe jetzt kurzerhand deutschen Teig, US-Füllung und amerika-typische Gitterdeko (hier eine gute Schritt-für-Schritt-Anweisung) kombiniert. Nur der Apfel ist niederländisch – mit Boskoop lässt es sich nun mal am besten backen.

Weiter lesen

Leser-Rezept: Schneller Kürbis-Rührkuchen

KürbiskuchenAls langjährige Leserin meiner Amerika-Kochseite hat sich Gilda jetzt zu Wort gemeldet und ein Kürbiskuchen-Rezept geschickt, das weder Pie noch Cheesecake oder Muffin ist. Da mir genau das in der Sammlung noch fehlte, habe ich es zum Halloween-Brunch und der inoffiziellen Kücheneinweihung ausprobiert. Es muss prima gewesen sein – als ich nach den herzhaften Leckerein schlußendlich selbst ein Stückchen probieren wollte, war keines mehr da. “Wie Gewürzkuchen”, fand meine Tochter…

Weiter lesen

Pflaumen-Amaretto-Kuchen und Blogschelte-Schelte

Pflaumen-Amaretto-Kuchen“Kochseiten sind wie Internetpornos, hässlich und geschmacklos,” befindet Grischa Rodust hier bei Welt online. Hmm, hässlich und geschmacklos finde ich vor allem Pauschalurteile! Kochbücher und Kochseiten im Web gegeneinander zu stellen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Das eine ist Genuss, Muße, Luxus – das andere ist Gebrauchswert, Schnelligkeit und Vielfalt. Es gibt grottige Kochseiten, jawohl – aber es gibt auch grottige Kochbücher, bei denen ich mich frage, wer die wohl lektoriert hat. Und für die habe ich dann vielleicht sogar noch Geld ausgegeben, während ich unansehnliche, nutzlose Kochseiten im Web ohne finanziellen Schaden per Mausklick schließe. Auch wenn Rodust den Chefkoch schrecklich findet – die Seite gehört zu meinen Favoriten, denn zu jeder Zutat, zu jeder Zubereitungsart findet sich schnell das passende Rezept. Auf der jahreszeitlichen Suche nach “Pflaumen” und “Grieß” stieß ich zum Beispiel auf diesen hevorragenden  Zwetschgen-Amaretti-Kuchen mit vielen positiven Kommentaren. Tja, Herr Rodust, das kann ein Kochbuch nicht: Mir Hinweise geben, wie das Rezept bei -zig anderen angekommen ist, was die geändert und eventuell verbessert haben! Das findet übrigens auch ein anderer Welt-Autor, Holger Kreitling: Vergesst Kochdarsteller! Nutzt Rezepte aus dem Netz!

Weiter lesen

Nachgemacht: Mohnkuchen mit Orangensirup

Orangen-MohnkuchenWoanders werden gerne kleine Kuchen gebacken – bei mir ist es oft umgekehrt: Ich brauche große Kuchen, am besten ganze Backbleche. Denn die Familie ist zahlreich, überwiegend ortansässig und schaut gerne am Wochenende im ehemaligen Elternhaus vorbei. Was soll ich da mit vier oder sechs Stückchen? Also habe ich Claudias Mengenangaben für den saftigen Mohnkuchen erhöht, so dass sie für eine 26er oder 28er Springform passten. Zudem habe ich ein cremiges Frosting ergänzt, das den Kuchen länger frisch hält – falls denn wider Erwarten doch nur ein kleiner Teil der Familie zum Kaffeetrinken vorbei schaut. Das war aber nicht der Fall: Der Kuchen mit dem interessanten Knackeffekt (die Mohnperlen bleiben ganz und werden nicht gemahlen) ging restlos auf.
Weiter lesen