Beiträge mit ‘Möhren’
Cajun calls: Amerika-Menü jenseits von Fastfood
“Amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist mehr als Hamburger und Hot Dogs”, “amerikanisches Essen ist wirklich mehr als Hamburger und Hot Dogs” - ja, ich weiss, dass ich das gelegentlich gebetsmühlenartig wiederhole
Gestern abend habe ich statt Worten Taten sprechen lassen und eine Frauenrunde zum Amerika-Menü nach Südstaaten-, genauer gesagt Cajun-Art, eingeladen. Einige Rezepte habe ich von USA kulinarisch, die restlichen von der Webseite von Emeril Lagasse, einem berühmten US-Fernsehkoch. Er begann seine Kochkarriere im berühmten Commander’s Palace in New Orleans und führt jetzt die Kette Emeril’s. Es gab also:
- Warm Nut Encrusted Goat Cheese Salad with Bacon Lardons (Salat mit warmem Ziegenkäse und Speck)
- Bourbon Chicken mit Rice Pilaf, Maple Carrots und Spinach Gratin
- Coffee Custard and Cinnamon Plums
Aus dem Crockpot: Möhrenkuchen
Suppen und Schmorgerichte sind die typischen Slowcooker-Gerichte. Aber der Crockpot kann mehr: Ich habe ihn schon als Wasserbad für Schoko-Flans verwendet, Knuspermüsli geröstet und Dampfnudeln gegart. Selbst Kuchenbacken funktioniert, wie der Möhrenkuchen beweist, den ich heute darin zubereitet habe. Man könnte sich allerdings fragen, wo der Vorteil liegt, wenn die Garzeit keine 30 Minuten, sondern zwei, drei oder sogar vier Stunden dauert: Nun, in dieser Zeit muss ich tatsächlich nicht einmal nach Kuchen/Flan sehen oder bei Knuspermüsli respektive Dampfnudeln Sorge haben, dass etwas anbrennt. Vorbereiten - Topf anschalten - Wecker stellen - vergessen. Für jemanden wie mich, der im Home Office arbeitet und dabei über Photoshop-Problemen oder Wordpress-Installationen tatsächlich oft die Zeit vergisst, ein unschätzbarer Vorteil!
World Bread Day ‘07: Schnelles Dinkel-Buchweizen-Brot
Was Backzutaten angeht, sitze ich an der Quelle - mit einem Mann, der in einer Mühle arbeitet, und auf Zuruf Anruf selbst ausgefallenste Mehle mitbringt. Spezialität des Familienbetriebes ist das Schälen des harten Buchweizens. Gerade zwei Mühlen in Deutschland verstehen sich noch darauf! Buchweizen hat mit Weizen nichts zu tun, sondern ist ein Knöterichgewächs, das kargen Boden bevorzugt. Aus Buchweizenmehl, Wasser und kaltem Kaffee (kein Witz!) werden in unserer Region die traditionellen westfälischen “Pannekoken” gebacken. Als Brotmehl ist der dunkle, nussige Buchweizen weniger bekannt - Grund genug, zum World Bread Day ein Buchweizenbrot zu backen! Das Rezept stammt aus einem kleinen Kochbuch der Mühle mit Buchweizen- und Kamut-Rezepten und ist das wohl schnellste Brot, das ich bisher gebacken habe. Der Teig muss nicht einmal gehen, sondern wird kurzerhand in der Kastenform in den nicht vorgeheizten Ofen geschoben.
BBD 3: Möhren-Sonnenblumenkern-Brot
Meine Familie besteht aus echten Westfalen, die Brot entweder als blütenweißen Stuten oder rabenschwarzen Pumpernickel mögen. Hefezopf, Rosinenbrot und Schwarzbrot essen sie, ein mildes Haferflockenbrot auch noch. Mit Verachtung wurden dagegen in den letzten Wochen meine Sauerteigversuche gestraft, egal ob es sich nun helles Sauerteigmischbrot oder Ölsaatenbrot handelte. Und auch das Möhren-Sonnenblumenkern-Brot, mein Beitrag für den Bread Baking Day 3, fand keine Gnade: “Riecht zu sauer!” Hmm, mir schmeckt es - aber wie soll ich komplette Brote allein aufessen? Ich schätze mal, meine Sauerteig-”Karriere” endet damit, bevor sie richtig angefangen hat…
Sonntagskuchen: Tassajara Carrot Cake
Nachdem ich schon - mit gutem Erfolg - einige Brote aus dem Tassajara Bread Book nachgebacken habe, war jetzt ein Kuchen an der Reihe: Der Carrot Cake, den Autor Edward Espe Brown selbst als “rich, rich, rich” bezeichnet. Das hat mich gewarnt und ich habe beim Umrechnen der imperialen auf metrische Maße gleich ein wenig an Fett und Zucker gespart. Das hat dem sehr saftigen und lange frisch bleibenden Kuchen nicht geschadet, meine ich. Aus einem anderen Grund war das Rezept dennoch keine gute Wahl, ist mir inzwischen aufgegangen: Es passt mit seiner dichten Konsistenz und den intensiven Gewürzaromen irgendwie gar nicht in die Jahreszeit. Wird also erst im Winter wieder gebacken
Yankee Pot Roast - Rinderbraten aus dem Crockpot
Sonntags koche ich nicht gern. Während der ganzen Woche bringe ich das Mittagessen pünktlich auf den Tisch, am Wochenende möchte ich spät aufstehen, genüsslich Zeitung lesen, eine Tasse Kaffee nach der anderen trinken und nicht gleich nahtlos vom Frühstückstisch zu den Mittagessen-Vorbereitungen wechseln. Dank Crockpot gibt es bei uns immerhin am Abend ein richtiges “Sonntagsessen”. Das muss ich zwar auch nach dem Frühstück vorbereiten, aber dann kann ich es für einige Stunden vergessen. Praktisch bei diesem Potroast: Er bringt seine Gemüsebeilage schon mit. Um die Mahlzeit zu komplettieren, müssen Sie also nur noch Nudeln oder Kartoffeln kochen - wir mögen am liebsten Stampfkartoffeln dazu.

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