Blog-Event Speed Cooking: Peanut Pork aus dem Slowcooker

Peanut PorkAlles ist relativ. Lang kann auch kurz sein, Langsamkeit damit schnell – je nachdem, wie man’s betrachtet. Daher melde ich relativ unverfroren mein Peanut Pork aus dem Slowcooker zum  Blog-Event LXXV – Speed-Cooking. Alex von mein-i-tüpfelchen hat zwar als Voraussetzung relativ eindeutig festgelegt, dass die Zubereitung (inklusive Kochen) nicht länger als 30 Minuten dauern darf, aber das sehe ich jetzt relativ locker. Die Arbeitszeit, die man in dieses Sate´-inspirierte Schmorgericht investiert, ist nämlich nicht nur relativ kurz, sondern viiieeel kürzer und 20 Minuten nach Beginn des eigentlichen (beaufsichtigten) Kochens steht das Essen auf dem Tisch. Und so funktioniert das:

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Kuchen kontraproduktiv: Erdnussbutter-Schoko-Pie

Erdnussbutter-Schoko-PieDieser Kuchen ist (fast) alles, was ich an Kuchen NICHT mag. Ad 1 – er ist unglaublich mächtig und sahnig. Ad 2 – er ist schokoladig. Ad 3 – er hat diesen blöden Keksboden. Ad 4 – er gehört zur Gattung der ungebackenen “Kühlschranktorten”, wenn er glücklicherweise auch ohne Keksriegel und Dr-Ö-Helfer auskommt. Zusammenfassung von Punkt 1 bis 4: Dieser Kuchen dürfte mir nicht schmecken. Doch er tut es!!! Cremig, nicht übersüß und diese unvergleichliche Kombination von Schokolade und Erdnuss – wie Reeses Peanut Butter Cups in edel. Allerdings würde ich den Pie aus Martha Stewart: The New Classics nicht zum Kaffee servieren, sondern nur in homöopathischer Dosierung als Dessert, quasi als Trüffelpralinchen. Warum ich ihn kontraproduktiv nenne? Weil er Gift ist für den Fastenzeitgedanken und meinen aktuellen Gewichtsstatus…

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Dekadent: Super-Chunk Cookies

Super-Chunk Cookies“This could arguably be the best ever cookie dough you will ever make”, hieß es in der Beschreibung des Rezeptes auf der Carnation-Webseite. I’m not going to argue – das ist der beste Cookie-Teig, den ich bisher gemacht habe! “Geheime Zutat” ist eine halbe Dose gesüßte Kondensmilch, die den Teig zwar ganz schön süß macht, aber auch für eine unglaubliche Textur sorgt: Außen sind die Kekse knusprig, innen weich und “chewy”, wie die Amerikaner sagen. Damit das gelingt, dürfen die Teigportionen allerdings nicht zu klein sein und die Backzeit keinesfalls zu lang. Statt der TK-Himbeeren und weißer Schokolade habe ich als Belag gesalzene Macadamia-Nüsse, weiße Schokoladenbrocken und Stücke von Karamelbonbons gewählt – dekadent, aber so lecker, dass die Kekse nach einem Nachmittag schon verschwunden waren. Genausogut vorstellen kann ich mir Haselnüsse, Mandeln, dunkle Schokolade, getrocknete Kirschen oder Cranberries, M&M’s. Dieses Cookierezept wird mein neuer Standard! Weiter lesen

Plätzchenteller 2009: Warum Bewährtes ändern?

PlätzchentellerDass Variationen des Plätzchentellers in meiner Familie nicht groß gefragt sind, hatte ich hier bereits beklagt. Insofern steht auch die Weihnachtsbäckerei anno 2009 unter dem Motto “Warum Bewährtes ändern?”. Zu sehen sind im Uhrzeigersinn von unten: Husarenkrapfen gefüllt mit Holundergelee, Cream Cheese Christmas Cookies, Marzipantaler, Mohnkekse, Muskatzonen mit Schokoguss und Zimtsterne a la Demel. Auch Schnuppensuppe hat uns ihren Plätzchenteller schon gezeigt und dieser Thread beim Chefkoch erhält sehr schöne Fotolinks – falls jemand noch Inspiration braucht :-)

Pleiten, Pech & Pannen: Schoko-Erdnuss-Pudding-Kuchen

Nachdem die Limetten-Pudding-Törtchen aus dem Slowcooker (oder wahlweise aus dem Wasserbad) bei ihr und mir so gut gelungen waren, musste ich gleich noch eine Variation des Themas ausprobieren: Chocolate Peanut Butter Pudding Cake. Dabei wird ein flüssiger Guss auf einen festen Teig gegossen, später liegt der Pudding unter der saftigen Kuchenschicht. Soweit die Theorie. In der Praxis erwies sich die “Puddingschicht” als unmerklich und der Verzicht auf einzelne Förmchen als Fehler. Statt akkurater Küchlein konnte ich allenfalls formlose Löffelblobs auf die Teller zum Vanilleeis bugsieren. Der Geschmack der lauwarmen Schokomasse war allerdings himmlisch – schon gestern als vermeintlicher Zweischichten-Kuchen, erst recht heute als eine Art supersaftiger Brownie. Ich werde das Rezept also nochmal zu tunen versuchen…

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Mächtig mächtig: Erdnussbuttereis “Elvis”

Erdnussbutter-EisEigentlich ist bei uns niemand Elvis-Fan. Mann und Kinder hören Pop und Techno, Mutter schwankt wahlweise zwischen Klassik und Metal, am liebsten beides zusammen. Wenn ich auch Elvis’ Musik nicht besonders mag und seine Filme schmalzig finde, so fasziniert mich doch seine Biographie: Wieder ein so Multitalent, dass sich auf tragische Weise selbst zugrunde gerichtet hat. Neben seiner Drogensucht waren seine Essgewohnheiten nicht unschuldig daran: Der späte Elvis aß nicht, er fraß – und zwar hauptsächlich Fettiges und Ungesundes. All das sollte niemanden davon abhalten, dieses köstliche Erdnussbuttereis zu probieren: Supercremig nach einem Grundrezept der Ben & Jerry’s-Kette. Nach Elvis habe ich es benannt, weil meine Kinder es besonders gerne mit Bananenscheiben mögen – eine Kombination, die der King am liebsten als Sandwich verzehrte.

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Ein Frühstück mit Stars & Stripes

Pecan-Frischkäse-AufstrichStatt eines kulinarischen Länderabends, mit dem wir uns üblicherweise nach dem Urlaub bei den zahlreichen Haus-, Garten- und Haustiersittern unseres “Anwesens” bedanken, gab’s diesmal ein Länderfrühstück – denn die amerikanische Küche hat vor allem, was Frühstücksspezialitäten angeht, eine Menge zu bieten. Da gibt’s Herzhaftes wie Rührei mit Speck oder Süßes wie French Toast mit Ahorn- und Orangensirup. Schlichtes Backwerk wie Bagel lässt sich durch Räucherlachs oder raffinierte Frischkäse-Aufstriche aufpeppen. Ich hoffe, den Gästen hat’s so gut geschmeckt, dass sie auch im nächsten Jahr Kübelpflanzen wässern, Pferdestall ausmisten, Hunde Gassi führen oder Katze füttern :-)

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Haselnuss-Schoko-Zopf mit süßem 5-Minuten-Grundteig

hazzopf_kl.jpgWas tun mit dem Rest des süßen Grundteiges vom Wochenende? Die Frage klingt, als ob ich mir Gedanken machen müsste, was ich denn wohl backen solle. Falsch, ganz falsch. Was Backen angeht, muss ich mich bremsen: “Halt, Gabi, so lange der Kuchen von gestern noch nicht aufgegessen ist und noch sieben Brote im Tiefkühler schlummern, wird nicht schon wieder ein Teig angesetzt.” Wenn Eltern und Schwiegereltern unter der Kuchen-Mitbringsel-Last stöhnen, wenn zufällige Besucher sich nicht entscheiden können, welche der drei Sorten Gebäck sie jetzt probieren sollen, dann muss ich mal wieder einen (Back-)Gang zurück schalten. Aus genau diesem Grund wird auch der süße Grundteig nach der 5-Minuten-kein-Kneten-Methode kein Stammgast im Kühlschrank. Ich finde ihn ausgesprochen lecker und praktisch, aber sein stetiges Vorhandensein würde nur dazu führen, dass ich dauernd Zimtschnecken rolle oder Haselnuss-Schoko-Zöpfe flechte. Obwohl: Barbaras norwegische Skoleboller mit Pudding muss ich mit diesem Teig noch unbedingt ausprobieren!

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Optischer Murks, geschmacklicher Erfolg: Maple-Walnut-Cheesecake für Blogevent XXVIII

walnutcheesecake_kl.jpgMurks – wo? Wer genau hinsieht, erkennt ihn: Dieser Käsekuchen ähnelte nach dem Backen einer KraterGletscherlandschaft. Ein Becher stichfeste saure Sahne, mit der ich die tiefen “Spalten” zustrich, schuf Abhilfe. Viele dekorativ aufgestreute karamelisierte Walnusskerne taten ein Übriges. Puuh, Glück gehabt – so habe ich in letzter Minute doch noch einen akzeptablen Beitrag für das Blogevent XXVIII : Walnuss. Denn geschmacklich ist der Kuchen 1a, sündig-cremig und genau richtig süß. Bloß das mit dem Marmor-Effekt und der Karamelsoße ging sowas von schief: Als ich den Kuchen in den Ofen schob, zeichneten sich die dunklen Soßen-“Straßen” noch wunderbar ab in der hellen Frischkäsemasse. Als ich ihn herausholte, klafften stattdessen besagte Gletscherspalten, weil der Käsekuchen die Soße förmlich aufgesaugt zu haben schien. Schade – es hätte so nett aussehen können ;-) So hat’s eben “nur” ausgezeichnet geschmeckt!

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