Video: Rhabarber-Erdbeer-Kompott aus dem Slowcooker

Wer zu spät kommt… den bestraft die Obstsaison! Ich habe leider etwas geklüngelt mit dem Drehen dieses Videos, also werdet ihr zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich keinen Rhabarber mehr bekommen, um dieses Kompott (hier die Textversion) im Slowcooker nachzukochen. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Es funktioniert genauso mit (reifen) Pfirsichen und Blaubeeren! Ihr solltet dann allerdings von Anfang an 100 ml Flüssigkeit mehr dazu geben, zum Beispiel Apfelsaft oder auch einfach Wasser. Solltet Ihr die Mengen für den 3,5-l-Topf verdoppeln, muss zudem die Zeit etwas verlängert werden.

Aus dem Slowcooker: Pfirsich-Mango-Marmelade

Pfirsichmarmelade aus dem Slowcooker

Marmelade im Slowcooker kochen – warum macht man das? Um zu beweisen, dass es geht. Nee ernsthaft: Ich habe tatsächlich einen guten Grund entdecken können, im Crocky Konfitüre zuzubereiten. Es schäumt nämlich nicht!!!!  Allerdings kocht es auch nicht sprudelnd, daher würde ich dieses Verfahren nur für den 1,5-l-Slowcooker und geringe Mengen vorschlagen. Und die resultierenden drei Gläschen auch nicht für langes Lagern vorsehen, sondern gleich verbrauchen oder – wie ich – verschenken. Fazit: Wenn man kleine Obstportionen aufbrauchen möchte und keine Zeit hat, den Herd zu beaufsichtigen, werde ich tatsächlich den Slowcooker zum Marmeladekochen nehmen. Das Verkochen größerer Obstmengen erledige ich aber weiterhin konventionell in meinem großen Metalltopf, allein schon um sicherzugehen, dass alles sprudelnd gekocht hat.

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Aus dem Slowcooker: Birnencrumble

Wenn ich morgens um acht geschminkt und frisiert in die Küche komme, weiß meine Familie Bescheid: „Wieder Videodreh, ne?“ Genau. Ich stehe sonst zwar auch früh auf und betrete die Küche (spätestens) um acht, aber extra haltbar frisiert und erst recht geschminkt bin ich dann nicht. Aber ohne reichlich Puder glänzt man im Video wie eine Speckschwarte, musste ich bei meiner Bewegtbildpremiere entsetzt erkennen. Genauso dass es Vorteile hat, wenn die Stirnlocke am Ende des Filmchens noch genauso sitzt wie am Anfang. Während mich sonst aber nur für meine eigenen semi-professionellen YouTube-Videos zurecht mache (ich bin der Semi-Part, Rafael von Deliciousfilms bringt die Profi-Komponente mit), ging es jetzt hochprofessionell in meiner Küche zu:  Ein 4-köpfiges WDR-Team war da, Kameramann, Tontechniker, Beleuchterin und Redakteurin. Für die Rubrik „Kuchen“ in der Lokalzeit Münsterland (hier die bisherigen Backwerke in der Mediathek) nahmen sie die Entstehung eines Birnencrumble im Slowcooker auf – sogar in Zeitraffer! Ich bin schon total gespannt darauf, wie das auf dem Fernseher aussieht. Wollt ihr auch reinschauen? Hier findet Ihr meinen „Kuchen“ online. Weiter lesen

Sommers wie winters: Skandinavische Fruchtsuppe

Skandinavische Fruchtsuppe aus dem Slowcooker

Keine Lust zu kochen bei dieser Hitze? Keinen Appetit auf deftige, warme Speisen? Also keine Wetterlage für den Slowcooker? Doch. Diese skandinadische Crockpot-Fruchtsuppe mit Trockenobst und Beeren schmeckt säuerlich-süß-würzig. Im Winter essen wir sie warm mit Spekulatiusbröseln obenauf, im Sommer eisgekühlt mit einem Klecks saurer Sahne. Vanilleeis geht natürlich auch! Übrigens, so finde ich, hat Slowcooker-Kochen auch im Sommer große Vorteile: Obwohl der Topf stundenlang vor sich hinschmurgelt, heizt er die Küche nicht auf – ganz anders als ein Backofen. Zudem müssen Sie beim Kochen nicht dabei stehen bleiben – gehen Sie doch einfach in den Garten, legen Sie sich auf die Freibadwiese oder trinken Sie im Schatten eine Limonade 🙂 Ihr Essen wird trotzdem fertig… Weiter lesen

Wir backen uns den Sommer: Gestürzter Nektarinen-Kuchen

NektarinenkuchenWo der Süden und Osten der Republik scheinbar seit Wochen unter schwülwarmer Hitze leiden, sieht das Münster- aus wie Irland: Grüne Insel (wegen des vielen Regens), wabernde Nebelschwaden, 18 Grad. Ich glaube, dreimal habe ich es bisher gewagt, mit bloßen Füßen in Sandalen das Haus zu verlassen, kein einziges Sommerkleidchen oder -röckchen ist schon zum Einsatz gekommen. Meidet der Sommer unsere Region, so backen wir ihn uns herbei – in Form eines gestürzten Nektarinen-Kuchens, der mit seinen kreisrund angeordneten Früchten wirklich ein bisschen wie die Sonne aussieht. Wie bei allen Kopfüber-Kuchen gilt: Eine wirklich dicht schließende Form verwenden (Glas, Silikon) oder Backpapier unterlegen – der heraustropfende Zuckersirup versaut sonst den Backofen. Ebenso wichtig: Wählen Sie ganz reife, duftende Nektarinen – die unreifen sind hart wie Holz und schmecken auch so. Weiter lesen

Göttlicher Glibber: Tapioka-Pudding mit Blaubeer-Sauce

Mögen Sie Grießbrei, Milchreis oder rote Grütze mit Sago? Dann wird Ihnen auch die Textur von Tapioka-Pudding zusagen – glibberige, weiche Kügelchen in einer süß-cremigen Puddingmasse.  Tapioka-Pudding ist in den USA ein ganz typisches, wenn auch altmodisches Dessert, das es oft in Diners gibt – dann mit süßen Karamel- oder Schokosaucen. Ich bevorzuge frische Fruchtsaucen, wie pürierte Erdbeeren und Blaubeerkompott. Wer Tapioka-Pudding einen asiatischen Touch verleihen möchte, gart die geschmacksneutralen  Stärkeperlen in halb Milch, halb Kokosmilch und zieht am Ende frische Mangowürfel unter.

Tapioka wird aus der bearbeiteten und getrockneten Maniokwurzel (Kassava) hergestellt. Unter dem Namen Tapioka habe ich die Kügelchen noch nirgendwo (außer bei Spezialhändern) gefunden – aber genauso gut können Sie im Supermarkt Sago kaufen. Vermutlich ist in der Sago-Packung eh Tapioka drin – ursprünglich wurde Sago nur aus dem Mark der Sagopalme gewonnen, heute auch aus Wurzelknollen anderer tropischer Pflanzen wie Maniok. Und damit sind Sie wieder bei Tapioka…

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Zum Frühstück: Bircher Müsli

Bircher MüsliManche Dinge erledigen sich von selbst. So meine geplante Recherche zum Thema Bircher Müsli, das ich jüngst zu einem Sonntagsfrühstück serviert habe. Bevor ich „mein“ Rezept (ein abgewandeltes von der Hüttenhilfe) bloggen konnte, hatte Claudia alles Wissenswerte bereits in diesem Artikel erläutert. Sie mischt frische Himbeeren unter, mir schmeckt die Kombination aus säuerlichen geriebenen Apfeln, süßen Weintrauben und knackigen Haselnüssen am besten.

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Reste- und Glasverwertung: Stachelbeer-Trifle

Stachelbeer-TrifleSo gerne ich Desserts mag, so ungern esse ich „fertige“ Fruchtjoghurts. Meine Familie verzehrt sie palettenweise als Snack, auf der Arbeit, in der Schule – mir sind sie entweder zu wässrig, zu kalorienhaltig, zu süß, zu sauer, zu künstlich oder zu stückig. Eine Ausnahme gibt es: Der göttlich-cremige Mangojoghurt von Emmi. Er hat keine Stückchen, keine zugesetzte Chemie und schmeckt richtig nach reifer Mango – kein einfaches Unterfangen, denn manchmal schmecken nicht mal reife Supermarkt-Mangos nach Mango 🙂  Weiterer Bonus des schweizerischen Produktes: Die hübschen Gläschen, die sich wunderbar wieder befüllen lassen (Grüße an die Friends of Glass!) – zum Beispiel mit einer schnellen Schichtspeise aus Kuchenresten, Mascarponecreme und Frucht. Das sieht auch auf einem Buffet hervorragend aus – und ich glaube, ich habe inzwischen genügend Gläschen gesammelt (und damit Emmi-Joghurt gegessen), dass ich problemlos auch das Buffet zum Aktionärstreffen einer schweizerischen Bank bestücken könnte…

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Peach Cobbler – warmer Pfirsichauflauf

PfirsichauflaufUm demnächst wieder entfernt in die Nähe einer Bikinifigur zu kommen, habe ich mir das Kuchenbacken untersagt. Allerdings hätte ich mir besser das Backen überhaupt untersagt, denn statt Kuchen backe ich jetzt pikante Tartes. Oder ich belohne mich und die Familie nach der Gemüsesuppe mit einem Obstauflauf. Dieser Peach Cobbler mit seiner Mandelnote und der köstlichen Teigkruste schmeckt auch mit anderen Obstsorten hervorragend: Aprikosen, Blaubeeren, Äpfel, Birnen – oder einer Mischung aus allen, gerne auch tiefgefroren. Hmm, ein großer Löffel Cobbler, lauwarm, mit einem Klecks Vanilleeis – das ist so lecker, dass sich jeder Gedanke an Bikinifiguren in Luft auflöst… Weiter lesen