Resteverwertung: Kleine Zitronen-Cheesecakes im Glas

Mini-Käsekuchen im Glas

Mini-Käsekuchen im Glas

Weil die Familie nur aus Käse- und Aufschnitt-Frühstückern besteht, gelingt es mir als einzigem Süßschnabel kaum, Herr bzw. Frau der Brotaufstrich-Vorräte zu werden. Im Kühlschrank warten also regelmäßig halbleer gegessene Marmeladengläser darauf, verwertet zu werden – so auch dieser Zitruscurd, den ich  aus der Schale und dem Saft von Wintergarten-Orangen und Zitronen gerührt hatte. Nach einer Anregung von Küchenzaubereien habe ich die herbe Zitronencreme für kleine, im Glas gebackene Cheesecakes verwendet, die sich als sehr lecker erwiesen. Sehen Desserts in Gläschen (siehe hier, hier, hier, hier und hier) nicht immer viel schöner als als große Portionen? Weiter lesen

Resteverwertung: Orangencreme mit Orangen-Karamel-Sauce

Orangencreme

Für welches Rezept sie ursprünglich brauchte,  weiß ich nicht einmal mehr – nur dass ich an dem 2-kg-Netz ungespritzter “Valencia Late”-Orangen irgendwie nicht vorbei gekommen war. Und da lagen sie nun im Obstkorb, die übrig gebliebenen sechs Früchte, zu schade zum schnöden Auspressen. Als Resteverwertung deluxe habe ich sie zu einer fluffig-cremigen Orangencreme mit Schmand verarbeitet. Zur milden Creme passt hervorragend die leicht herbe Sauce – wer wenig Zeit (oder weniger Orangen) hat, kann das Dessert natürlich auch pur  servieren und es vieleicht mit einigen Schokospänen oder einem Minzeblatt garnieren. Weiter lesen

Leckerli zur Diashow: Flan de Coco mit Orangenkaramel

Wie viele Fotos kann man in drei Wochen Urlaub eigentlich schießen? Sehr, sehr, sehr viele… Wo mich zu analogen Fototagen noch die Kosten einer Rolle Film bremsten, gibt es im digitalen Zeitalter von 8-Gigabyte-Speicherkarten kein Halten mehr. Mit Augenrollen quittierten meine Kinder die x-te Orchideen-, Wellen-, Wolken- und Landschaftsaufnahme oder die wiederholte Aufforderung, sich bitte mit Person A, B respektive C (ach nee, lieber mit A, B UND C – nein, nicht so herum, andersherum!) zum Foto zu gruppieren. Das Gemurre setzt sich fort, wenn ich Anstalten unternehme, die Urlaubsfotos zu zeigen – naja, 800+ Motive sind selbst für überdurchschnittlich interessierte Freunde arg viel. Also habe ich mit meinem Lieblings-Grafikprogramm 150 der besten Bilder zu einer vertonten Diashow montiert, zu deren Vorführung ich dann noch die passenden Speisen reiche. Es gab Empanadas mit Fleisch- und Tunfisch-Füllung und zum Nachtisch einen Flan mit Orangenkaramel. Ob’s nun das Essen war, die Qualität meiner Fotos, die Musikuntermalung (Miami und Ecuador) oder die Höflichkeit der Zuschauer – jedenfalls habe ich keine Unmutsäußerungen gehört ;-)

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Flan de coco con caramelo de naranja
Kategorien: Dessert, Südamerika
Menge: 12 Portionen

================= FÜR DIE ORANGEN-KARAMEL-SAUCE =================
200     Gramm  Zucker
8      Essl. Frisch gepresster Orangensaft

====================== FÜR DIE KOKOSCREME ======================
400        ml  Kokosmilch aus der Dose
100        ml  Sahne
250        ml  Milch
100-150     Gramm  Zucker (nach Geschmack)
Abger. Orangenschale
6            Eier

=========================== SONSTIGES ===========================
2-3            Orangen
Himbeeren
Kokosflocken

============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://laylita.com/recipes/2008/02/12/
coconut-flan-with-orange-caramel/
— Erfasst *RK* 07.02.2011 von
— Gabriele Frankemölle

Von einer der (unbehandelten) Orangen die Schale abreiben, Abrieb
beiseite stellen. Orangen mit einem scharfen Messer schälen und
filetieren. Dabei den Saft auffangen, die Filets in eine Schüssel
geben, abdecken und kühlen. 12 kleine Timbale- oder Souffleeförmchen
(es funktioniert auch mit geraden feuerfesten Tassen) leicht mit Öl
ausreiben.

Für das Orangenkaramel den Zucker und den Orangensaft in einen
schweren Topf geben und bei großer Hitze zu hellbraunem Karamel
kochen – gut acht geben, sobald sich der Zucker verfärbt, von jetzt
ab geht es superschnell bis zum Verbrennen! Das Karamel in die
Förmchen verteilen, jeweils etwa einen halben Esslöffel.

Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

In dem Karameltopf Kokosmilch, Sahne und Milch mit dem übrigen
Zucker erhitzen, bis sich alles gelöst hat. Etwa 1/2 Tl abger.
Orangenschale unterrühren. In einer großen Schüssel die Eier
verrühren, die heiße Milch nach und nach vorsichtig dazurühren – es
sollte sich kein Schaum ergeben. Eiermilch durch ein Sieb in die
Förmchen auf das erstarrte Karamel gießen.

Die Förmchen in eine große Auflaufform oder die Fettpfanne des
Backofens geben. So viel heißes Wasser angießen, dass die Förmchen
bis zur Hälfte im Wasser stehen. 40 bis 50 Minuten auf der mittleren
Schiene garen, bis die Masse gestockt ist.

Nach dem Garen die Förmchen aus dem Wasser nehmen und  gründlich
durchkühlen, am besten über Nacht.

Vor dem Servieren mit einem Messer um den Rand der Förmchen fahren
und diese auf einen Dessertteller stürzen. Mit Orangenfilets,
Himbeeren und Kokosflocken garnieren.

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Pazifikstrand

Plaza San Francisco in Quito

Miami

Winter-Dessert: Lebkuchen-Crème-Brûlée mit Orangenfilets

Lebkuchen-Crème-BrûléeDass ich eigentliche keine solo-funktionalen Küchen-Kleingeräte mag, hatte ich hier schon mal ausgeführt: Können wenig und nehmen viel Platz weg.  Ausnahmen von der Regel sind mein Eisbereiter und – neuerdings – ein Crème-Brûlée-Brenner. Nachdem ich mir schon -zig mal die Finger an den Schlangen des Ofengrills verbrannt habe oder die Finger in Karamel badete, beschloß ich, 25 Euro in Arbeitsschutz zu investieren und ärgere mich, dass ich das noch nicht früher getan habe: Mit dem kleinen Brenner ist es ein Klacks, die knackige Zuckerkruste zu produzieren. Die Ankündigung “Zum Nachtisch gibt es Crème Brûlée” hat damit viel von ihrer einstigen Dramatik verloren und das köstliche Dessert kommt jetzt viel häufiger auf den Tisch.

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Entdeckung des Monats: Kleine Orangentorte

Kleine OrangentorteVanilliger, weicher, saftiger Rührkuchen (ja, der fertig gekaufte aus dem Cellophanpack) ist eine meiner geliebten Geschmacksverirrungen.  In Holland heisst er Hotelcake und hier hatte ich schon mal vergeblich versucht, den nachzuempfinden. Völlig unerwartet ist es mir jetzt gelungen: Auf der Suche nach einem Rezept, in dem ich den Saft einiger verschrumpelter Orangen und Mandarinen verwerten konnte, entdeckte ich die kleine Mandarinen-Orangen-Zitronen-Torte der Hedonistin (schade, dass sie sich so rar macht!). Lemon-Curd für eine Füllung hatte ich zwar nicht, stattdessen strich ich eine Frischkäse-Creme obenauf. Im Teig ersetzte ich den Naturjoghurt durch Vanillejoghurt – aber ob das der Grund war, dass der Teig so schön dicht-vanillig-saftig-superlecker wurde? Keine Ahnung, vermutlich hat einfach zufällig die Relation von Flüssigkeit-Fett-Mehl optimal gepasst. Wie auch immer – dieser Kuchen wird ins Standardrepertoire aufgenommen.

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Hübsch: Möhren-Orangen-Cupcakes mit Cremehaube

Möhren-Karotten-Cupcakes Sie findet sich cupcakeinkompatibel und eigentlich (ach, auch uneigentlich) hat sie ja recht: Ein Trendgebäck, das meist optisch mehr verspricht als es geschmacklich halten kann. Das habe ich selbst schon mehrfach festgestellt – was mich aber nicht davon abhält, immer wieder auf  wunderbarste Foodfotos hereinzufallen und Cupcakes nachzubacken. Hier habe ich ein Rezept von Nook & Pantry abgewandelt und beim Frosting einen Rest gesüßte Kondensmilch verwendet. Alles in allem ganz lecker und durchaus nachbackenswert – und trotzdem wieder mehr optischer Schein als geschmackliches Sein…

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Orange-Carrot Cupcakes mit Truffle Frosting
Kategorien: USA, Kleingebäck, Möhren
Menge: 12 Stück

======================= FÜR DIE CUPCAKES =======================
100     Gramm  Brauner Zucker
50        ml  Öl
1      Teel. Vanillesirup oder Vanillezucker
1            Ei
1     Prise  Salz
100     Gramm  Möhren, geraspelt
1/2            Orange; den Saft
1            Orange; die abgeriebene Schale
1      Teel. Backpulver
125     Gramm  Mehl
30     Gramm  Haferflocken
1     Prise  Muskat, Ingwer und Zimt nach Gecshack

======================= FÜR DAS FROSTING =======================
75     Gramm  Butter, zimmerwarm
50     Gramm  Frischkäse, zimmerwarm
1/2      Dose  gesüßte Kondensmilch (Milchmädchen), zimmerwarm
Orangenzesten

============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://find.myrecipes.com/recipes/
recipefinder.dyn?action=displayRecipe&recipe_id=520402
— Erfasst *RK* 29.09.2010 von
— Gabriele Frankemölle

Eine 12er Muffinform mit Papierförmchen auslegen, beiseite stellen.
Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Zucker, Vanillezucker, Öl, Salz und Ei mit dem Mixer schaumig
schlagen. Langsam den Orangensaft, die Orangenschale und die Möhren
unterrühren. Mehl mit Haferflocken, Gewürzen und dem Backpulver
mischen und dann zum Teig geben. Gut durchrühren, bis ein glatter
Teig entstanden ist. Den Teig in die Papierförmchen verteilen
(maximal 2/3 Höhe) und etwa 18 bis 20 Minuten backen lassen. Die
Cupcakes auf einem Gitter auskühlen lassen.

Für das Trüffel-Frosting alle Zutaten auf Zimmertemperatur kommen
lassen. Die Butter mit dem Mixer sehr schaumig rühren und in kleinen,
haselnussgroßen Portionen den Frischkäse nach und nach dazu rühren
(geschieht das zu schnell, gerinnt die Creme!). Zum Schluss langsam
in einem sehr dünnen Strahl die Kondensmilch einrühren. Eventuell
mit Orangenschale aromatisieren. Creme in Tuffs auf die abgekühlten
Cupcakes spritzen, mit Orangenzesten garnieren.

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Nachgemacht: Mohnkuchen mit Orangensirup

Orangen-MohnkuchenWoanders werden gerne kleine Kuchen gebacken – bei mir ist es oft umgekehrt: Ich brauche große Kuchen, am besten ganze Backbleche. Denn die Familie ist zahlreich, überwiegend ortansässig und schaut gerne am Wochenende im ehemaligen Elternhaus vorbei. Was soll ich da mit vier oder sechs Stückchen? Also habe ich Claudias Mengenangaben für den saftigen Mohnkuchen erhöht, so dass sie für eine 26er oder 28er Springform passten. Zudem habe ich ein cremiges Frosting ergänzt, das den Kuchen länger frisch hält – falls denn wider Erwarten doch nur ein kleiner Teil der Familie zum Kaffeetrinken vorbei schaut. Das war aber nicht der Fall: Der Kuchen mit dem interessanten Knackeffekt (die Mohnperlen bleiben ganz und werden nicht gemahlen) ging restlos auf.
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Gefährlich für Finger & Linie: Lebkuchen Creme Caramel und Gewürzorangen

Lebkuchen Creme Caramel mit GewürzorangenAnders als Jutta habe ich irgendwie Respekt vor Creme Brulee beziehungsweise vor der Zuckerkruste obenauf*. Einen Bunsenbrenner besitze ich nicht und an den Schlangen des Ofengrills habe ich mir vor Urzeiten mal entsetzlich die Finger verbrannt. Quasi aus Arbeitsschutzgründen wurde also die Lebkuchen Creme Brulee mit Gewürzorangen von Johann Lafer (Originalrezept leider nicht mehr online, abgewandelt hier) zu einer Lebkuchen Creme Caramel mit Gewürzorangen – und ich geriet damit vom Regen in die Traufe: Bei meinem ungeschickten Versuch einen angeklebten Zuckerklumpen vom Rand des Topfes zu lösen, spritzte mir heißer Karamel über zwei Finger und ich verbrachte den gestrigen Sonntag mit einem Kühlakku in der Hand. Das Dessert war allerdings so gut, dass es die Schmerzen fast wert war – vor allem die Gewürzorangen sind herrlich und passen bestimmt auch zu allen möglichen Parfaits, Mousses oder zu Eis.

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Nachlese: Weihnachtsmenü 2008 in Bildern

WeihnachtstischEin Weihnachtsmenü für unsere Familie zusammenzustellen, erfordert weit mehr Diplomatie und Langmut als Kochkunst. Bitte nichts exotisches, halbgar gebratenes, krustentieriges, prominent käsiges oder bitteres. Bitte Saucen und Dressings immer separat (einer von uns isst nur trocken), bitte keinerlei Alkohol im Essen (einer von uns ist trocken). Ich bemühe mich, die Einschränkungen als Herausforderung zu sehen und habe nach ausgiebigem Stöbern vor allem auf der Essen&Trinken-Webseite folgende Zusammenstellung gewählt:

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Ein Frühstück mit Stars & Stripes

Pecan-Frischkäse-AufstrichStatt eines kulinarischen Länderabends, mit dem wir uns üblicherweise nach dem Urlaub bei den zahlreichen Haus-, Garten- und Haustiersittern unseres “Anwesens” bedanken, gab’s diesmal ein Länderfrühstück – denn die amerikanische Küche hat vor allem, was Frühstücksspezialitäten angeht, eine Menge zu bieten. Da gibt’s Herzhaftes wie Rührei mit Speck oder Süßes wie French Toast mit Ahorn- und Orangensirup. Schlichtes Backwerk wie Bagel lässt sich durch Räucherlachs oder raffinierte Frischkäse-Aufstriche aufpeppen. Ich hoffe, den Gästen hat’s so gut geschmeckt, dass sie auch im nächsten Jahr Kübelpflanzen wässern, Pferdestall ausmisten, Hunde Gassi führen oder Katze füttern :-)

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