Manchen Rezepten kann man einfach nicht widerstehen. Bei mir sind das die mit Schoko und Minze (obwohl mich das Ergebnis oft enttäuscht hat) oder welche, in denen Karamel eine Rolle spielt. Karamel in Kombination mit Käsekuchen, Birnen und Mandeln? Ein definitives Must-Make von der Chefkoch-Webseite… Aber genau wie bei den Schoko-Minz-Desastern war auch hier die Erwartung höher als ein Ergebnis jemals sein könnte: Der Kuchen war okay, fällt aber keinesfalls in die Kategorie “Lieblingskuchen”. Die Birnen harmonieren zwar prima mit den Amaretti, aber die Bienenstich-Decke wirkt irgendwie deplaziert, bröselt beim Schneiden und die Käsemasse des Dulce-de-Leche-Cheesecake ist ungleich cremiger. Aus dem must-make wurde also kein must-make-again
“Evolution eines Rezeptes” hatte Foodfreak es genannt, als meine schwedischen Hackbällchen aus dem Crockybuch (Gott hab es selig, seufz) zunächst bei Ulrike und dann bei ihr nachgekocht und dabei kräftig verändert wurden. Evolution eines Rezeptes ist es demzufolge auch, wenn erst Heidi einen Topfenauflauf mit Kirschen verbloggt, Jutta ihn mit Stachelbeeren nachkocht und ich ihn schließlich mit Birnen und Cranberries im Crockpot zubereite. Nach zweieinhalb Stunden auf Stufe HIGH war er gar und noch wunderbar saftig. Hmm – ein köstliches, reichhaltiges Dessert nach einer einfachen Gemüsesuppe…
This is a first – no, not the first sweet bread I baked (I wish it was, would have saved me lots of calories), but my first post in English. I admit: Most of the time I’m simply too lazy for translating and calculating back and forth. So I stick with grams and German – but this time it’ll be cups and English, since hostess Stefanie asked so nicely for it
The recipe I submit für Bread Baking Day #22 is a family favorite – the bread tastes delicious, stays fresh for quite a while and looks impressive, even though the “braiding” is a very simple process. The cream cheese in the filling is a concession to American/English readers: I usually put 500 g of Quark in a draining device over a bowl, cover it with plastic wrap and use the “quark cheese” the next day. That makes for a much denser “Austrian” strudel type filling. Weiter lesen
Das andeutungsweise frühlingshafte Wetter hat sich aus unserer Region leider wieder verabschiedet. Wenn ich keine Sonne sehe, muss ich wenigstens in der Küche Sonne produzieren – in Form dieser Quarktarte, die schon seit Jahren zu meinen Lieblings-Käsekuchen gehört. Sie ist weniger locker-luftige Torte als knusprig-cremige Tarte und genau deswegen mag ich sie so gerne… Das Rezept stammt übrigens aus dem Buch Kuchenbuffet, Band 4 und das hat es durchaus verdient hat, für das fortlaufende Blogevent DKduW mal wieder hervor geholt zu werden. In den Kuchenbuffet-Bänden 1 bis inzwischen 6 sammelt und veröffentlicht das WDR-Landesstudio Münster die Rezepte des samstäglichen Kuchenbuffet, einer viertelstündigen Sendung, die es schon lange vor dem Kochshow-Trend im Privat-TV gab
Das Team reist durch Westfalen, besucht Hofcafes, Hausfrauen, Vereine oder eben auch “Internetköchinnen” wie mich. Im September 2003 hat das Kuchenbuffet meine Kürbis-Muffins vorgestellt – erst im Fernsehen, dann in besagtem Kuchenbuffet-4-Band. Einige Seiten vor meinem Rezept fand ich die Quarktarte, die vom Chef des Kunsthauses Angelmodde stammt, einige Seiten einen weiteren meiner Kuchen-Standards, die Schoko-Birnen-Kuppeltorte. Kostenlose Alternative zum Buch: das Archiv der Sendung mit allen Rezepten!
Die Kampagne “Wir essen den Tiefkühler leer” befindet sich derzeit auf ihrem Höhepunkt. Nachdem ich den ganzen Winter – vergeblich – auf einen knackigen Frosttag gewartet habe, um das Gerät abzutauen und zu reinigen, bin ich zu Plan B übergangen: Alle Vorräte werden restlos vertilgt. Den TK-Blätterteig habe ich kurzerhand für Quarkteilchen verwendet, die ein bisschen an böhmische Kolatschen erinnern – obwohl die natürlich mit Hefeteig gemacht werden und auch noch eine Mohn- oder Pflaumenmusfüllung (oder beides) bekommen.
Deutschen Käsekuchen finde ich eh schon köstlich, aber der amerikanische ist förmlich zum Niederknien: Cremig, kompakt, nur sehr mild säuerlich, dafür mit einer ganz leichten Vanillenote. Am besten schmeckt er nach einem Tag “Ruhezeit”, garniert mit Blaubeersoße. Ich glaube, es war anno dunnemals eine ordentliche Scheibe Cheesecake im Restaurant “Hansel’s & Gretel’s (kein Witz!) im Collegenest Powell (Wyoming), die meine Begeisterung für amerikanische Küche weckte. Oder waren es doch die fritierten “Long Johns” mit Vanillecremefüllung und Ahornsirup-Guss der Powell Bakery? Oder das erste Winter-BBQ mit waschwannenweise Cole Slow und Elchsteak? Eines war’s gewiss nicht: Alles, was die College-Kantine servierte…
Mütter und Väter wissen, wovon ich rede: Kaum etwas ist herzerwärmender als Kinder, die einem ihre selbstgebastelten Geschenke übergeben. Vollkommen egal, dass die getöpferte Vase Wasser lässt, der Topflappen vor allem aus Luftmaschen besteht oder der Scherenschnitt des Familienhundes einem Urzeit-Fossil ähnelt – der gute Wille zählt! Ähnlich gerührt wie zu Muttertag / Weihnachten war ich gestern, als mein Sohn zum allerersten Mal allein backte – leuchtende Sterntaler. Kaum zu glauben: Da wird Quark-Öl-Teig zum Hoffnungsträger, dass meine Kiddies doch noch Interesse am Kochen/Backen und Essen entwickeln…
Akuter Stollenhunger lässt sich schwer bekämpfen: Die gekauften Exemplare verkleben den Gaumen mit einer penetrant schmeckenden eingebackenen Persipanrolle, die selbstgebackenen müssen erst mal vier Wochen lagern, bevor sie richtig durchgezogen sind. Weil ich meine “echten” Hefeteigstollen, die erst seit 14 Tagen ruhen, noch nicht anschneiden wollte, habe ich gestern als “Notlösung” einen Quarkstollen gebacken – und die Not war so groß, dass ich die erste Scheibe noch lauwarm gegessen habe




