Schnelles Backen: Quarkspitzen mit Kartoffeln

Quarkspitzen mit Kartoffeln

Fettgebackenes ist böse. Friteusen sind die Ausgeburt des Bösen und daher besitze ich keine. Das ist reiner Selbstschutz, denn sonst würde ich ständig böse Dinge zubereiten (und essen :-) ). Die einzige Ausnahme bildet der große Topf mit Pflanzenfett, den ich alljährlich zu Karneval ansetze, um die Karnevalsberliner darin zu fritieren. Weil das Fett aber durchaus mehr als einen Backvorgang verträgt, gab es auch noch Cronuts (ein ziemlich überbewertetes Trendgebäck)  und Cinnamon Swirls (eine Art fritierte Zimtschnecke und göttlich!). Den Abschluß des Fritierfett-Lebenszyklus bildeten nun Quarkspitzen mit Kartoffeln – und die waren so köstlich, dass ich fast bedauere, dass ich doch keine Friteuse besitze…  Weiter lesen

Apfelstrudel – die Evolution eines Rezeptes

Apfelstrudel

Apfelstrudel ist das zweite Kuchenrezept, das ich in meinem Leben in Angriff genommen habe.  Auf eine ziemlich verunglückte Torte a la Sacher (ähem, klitschiger Schokokuchen) als Teenie folgte im November 1985 Apfelstrudel. Ich weiß das deshalb noch so genau, weil ich mich damals in Monat 3 meines USA-Stipendiums befand und zum “International Students Dinner” meines Colleges in Wyoming etwas typisch Deutsches beitragen sollte. “Hey, you’re German, you can do Apple Strudel!” Oookay – Apfelstrudel ist österreichisch, aber die grobe geografische Richtung stimmt und das Rezept entspricht allemale eher meinem Geschmack als Sausages, Sauerkraut and Mashed Potatoes. Und sooo schwer kann es ja wohl nicht sein, mal eben zehn Apfelstrudel zu produzieren?

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Schnelles Backen: Quarkspitzen mit Rosinen

QuarkspitzenDie Karnevalsberliner (siehe zum Beispiel hier und hier) sind inzwischen zur Tradition in unserer Familie geworden. Knapp 40 Stück in etwa vier Stunden habe ich in diesem Jahr gebacken und mit Eierlikörcreme gefüllt – und dann mit Entsetzen festgestellt, dass vermutlich 25 Personen nach dem Karnevalszug zum Kaffee kommen werden. Was tun?  Kurzentschlossen habe ich Quarkspitzenteig angerührt – nach einem Rezept meiner brandenburgischen Verwandtschaft. Die verwendet Schweineschmalz zum Ausbacken, aber bei mir war das Platten-Fritierfett von den Berlinern eh noch heiß.  Die leckeren und wenig süßen Krapfen, die zudem keine zehn Minuten Arbeit gemacht hatten,  waren letztendlich schneller verzehrt als die Berliner. Was sagt mir das?  Darf es öfter geben… Weiter lesen

Rettet dem Hefeteilchen: Sommerliche Streuseltaler

Streuseltaler mit Heidelbeeren

Vor kurzem machte Jutta bei Facebook per Linktipp auf das Schicksal der in Vergessenheit geratenen Grillaschtorte aufmerksam. Recht hat sie! Da backen wir (ich rechne mich ausdrücklich an allererster Front mit ein!)  Cupcakes, servieren Scones, formen Cookies und vergessen darüber die Kuchenklassiker unserer Kindheit. Daher möchte ich gerne eine weitere Art auf die rote Liste setzen: Das klassische Hefeteilchen, wie man es früher tablettweise vom Bäcker holte. Der Anlass war entweder freudig (unangekündigter Besuch, Samstag, Papa in Spendierlaune) oder tieftraurig (Beerdigungskaffee). Letztere musste ich häufig als Chauffeurin meiner Oma besuchen – ein damals tiefempfundener Eingriff in meine Freizeitplanung, den die  Rosinenschnecken, Puddingbrezeln oder Streuseltaler wenigstens etwas versüßten. Weiter lesen

Blogevent perfekter Käsekuchen: Russischer Zupfkuchen

Russischer ZupfkuchenAm Käsekuchen scheiden sich häufig die Geister. Alle mögen ihn, aber in jeweils anderen Ausprägungen: Die einen wollen ihn locker-luftig, ob nun mit oder ohne (Rum-)Rosinen. Andere stehen auf super-cremige Cheesecakes us-amerikanischer Prägung, mit Frucht- oder auch Karamelsauce. Bodenständige bevorzugen Hefeteigboden oder die Kombination mit Mohn. Und ich? Ich liebe jede Art von Käsekuchen und finde, die Qualität dieses vermeintlich simplen Kuchens zeigt, ob jemand backen kann – oder ob eine Bäckerei auf Pülverchen zurückgreift, um Stand und (künstliches) Aroma in die Masse zu bringen. “Käsekuchenhilfe” und Backmischungen braucht kein Mensch – Speisestärke tut’s auch und trockene Zutaten mischen kann doch jeder selbst! Insofern bedanke ich mich zwar bei Dr. Oetker für die Marketinginitiative, die den köstliche Schoko-Käsekuchen seinerzeit in Deutschland bekannt gemacht hat, aber ich verschmähe die dazugehörige Backmischung und habe das Nachbackrezept verschlankt und vereinfacht. Das kommt meinem perfekten Käsekuchen verdammt nahe – danke, Alice, für das tolle Blogevent!  Ich freue mich schon auf möglichst zahlreiche andere perfekte Käsekuchen…

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Entdeckung: Quark-Mohn-Kuchen mit Birnen

Mohn-KäsekuchenMohn ist eine Zutat, die ich vor kurzem erst entdeckt habe – genau wie Anchovies, Oliven, Blauschimmelkäse. Ob das etwas damit zu tun hat, dass “im Alter” (naja, ich werde bald 49) die Geschmacksknospen unempfindlicher werden und man daher auch starke Aromen eher mag? Egal – jedenfalls hätte ich noch vor fünf Jahren diesen Kuchen nicht gebacken, jetzt bin ich froh, dass ich es getan habe.  Die milden Birnen harmonieren sehr gut mit dem kräftigen Mohn, obenauf dann noch eine cremige Käsekuchenschicht – uneingeschränkt zu empfehlen. Ich habe den Kuchen in einer hohen 32er-Tarteform gebacken. Wer lediglich eine 26er-Springform füllen möchte, nimmt 2/3 der jeweiligen Mengen.

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Naja: Birnen-Karamel-Käsekuchen

Karamel-Birnen-KäsekuchenManchen Rezepten kann man einfach nicht widerstehen. Bei mir sind das die mit Schoko und Minze (obwohl mich das Ergebnis oft enttäuscht hat) oder welche, in denen Karamel eine Rolle spielt. Karamel in Kombination mit Käsekuchen, Birnen und Mandeln? Ein definitives Must-Make von der Chefkoch-Webseite… Aber genau wie bei den Schoko-Minz-Desastern war auch hier die Erwartung höher als ein Ergebnis jemals sein könnte: Der Kuchen war okay, fällt aber keinesfalls in die Kategorie “Lieblingskuchen”. Die Birnen harmonieren zwar prima mit den Amaretti, aber die Bienenstich-Decke wirkt irgendwie deplaziert, bröselt beim Schneiden und die Käsemasse des Dulce-de-Leche-Cheesecake ist ungleich cremiger. Aus dem must-make wurde also kein must-make-again :-)

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Aus dem Crockpot: Quarkauflauf mit Früchten

Quarkauflauf mit Früchten“Evolution eines Rezeptes” hatte Foodfreak es genannt, als meine schwedischen Hackbällchen aus dem Crockybuch (Gott hab es selig, seufz) zunächst bei Ulrike und dann bei ihr nachgekocht und dabei kräftig verändert wurden. Evolution eines Rezeptes ist es demzufolge auch, wenn erst Heidi einen Topfenauflauf mit Kirschen verbloggt, Jutta ihn mit Stachelbeeren nachkocht und ich ihn schließlich mit Birnen und Cranberries im Crockpot zubereite. Nach zweieinhalb Stunden auf Stufe HIGH war er gar und noch wunderbar saftig. Hmm – ein köstliches, reichhaltiges Dessert nach einer einfachen Gemüsesuppe…

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BBD #22 Sweet Bread: Lemon Cheese Braid

Lemon Cheese BraidThis is a first – no, not the first sweet bread I baked (I wish it was, would have saved me lots of calories), but my first post in English. I admit: Most of the time I’m simply too lazy for translating and calculating back and forth. So I stick with grams and German – but this time it’ll be cups and English, since hostess Stefanie asked so nicely for it :-) The recipe I submit für Bread Baking Day #22 is a family favorite – the bread tastes delicious, stays fresh for quite a while and looks impressive, even though the “braiding” is a very simple  process. The cream cheese in the filling is a concession to American/English readers: I usually put 500 g of Quark in a draining device over a bowl, cover it with plastic wrap and use the “quark cheese” the next day. That makes for a much denser “Austrian” strudel type filling. Weiter lesen

Wir backen den Frühling herbei: Quarktarte mit Mangos

kaesetart_kl.jpgDas andeutungsweise frühlingshafte Wetter hat sich aus unserer Region leider wieder verabschiedet. Wenn ich keine Sonne sehe, muss ich wenigstens in der Küche Sonne produzieren – in Form dieser Quarktarte, die schon seit Jahren zu meinen Lieblings-Käsekuchen gehört. Sie ist weniger locker-luftige Torte als knusprig-cremige Tarte und genau deswegen mag ich sie so gerne… Das Rezept stammt übrigens aus dem Buch Kuchenbuffet, Band 4 und das hat es durchaus verdient hat, für das fortlaufende Blogevent DKduW mal wieder hervor geholt zu werden. In den Kuchenbuffet-Bänden 1 bis inzwischen 6 sammelt und veröffentlicht das WDR-Landesstudio Münster die Rezepte des samstäglichen Kuchenbuffet, einer viertelstündigen Sendung, die es schon lange vor dem Kochshow-Trend im Privat-TV gab :-) Das Team reist durch Westfalen, besucht Hofcafes, Hausfrauen, Vereine oder eben auch “Internetköchinnen” wie mich. Im September 2003 hat das Kuchenbuffet meine Kürbis-Muffins vorgestellt – erst im Fernsehen, dann in besagtem Kuchenbuffet-4-Band. Einige Seiten vor meinem Rezept fand ich die Quarktarte, die vom Chef des Kunsthauses Angelmodde stammt, einige Seiten einen weiteren meiner Kuchen-Standards, die Schoko-Birnen-Kuppeltorte. Kostenlose Alternative zum Buch: das Archiv der Sendung mit allen Rezepten!

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