Beiträge mit ‘Rindfleisch’
Küchen der Welt: Empanadas Mendocinas aus Ecuador
In Ecuador, erzählt unser Austauschschüler Carlos, hat fast jeder Haushalt eine Emplejada, eine Vollzeit-Hausangestellte. Muss er auch, wenn die Kinder als “Pausenbrot” zur Schule so etwas mitbekommen wie diese Empanadas Mendocinas. Zugegeben, sie schmecken köstlich, lassen sich prima transportieren und kleckern nicht. Aber sie machen sooooo viel Arbeit! Für 24 mittelgroße Teigtaschen habe ich gut zwei Stunden in der Küche gestanden und das, obwohl ich schon den Teigtaschenformer benutzt habe. Das Empanadas-Rezept habe ich von Laylita - wie überhaupt alle südamerikanischen Rezepte, die ich ausprobiert habe. Genau wie Patacones und Menestra sind auch diese Pasteten gut gelungen, vor allem der Teig (mit lauwamer Milch!) ließ sich ausgezeichnet verarbeiten. Die Hackfleischfüllung enthält nicht - wie so oft - Rosinen, ist dafür angenehm scharf. Auch die Thunfischfüllung kann ich mir lecker vorstellen.
Aus dem Crockpot: Colabraten
Dieses Rezept ist genau das, was ich an den meisten Crockpot-Rezepten NICHT mag: Eine Tüte von diesem, eine Dose von jenem, umrühren, fertig. Das darf sich Kochen nennen, das soll schmecken? Nun, nachdem ich den Colabraten inzwischen zubereitet habe, würde ich sagen: Nein, Kochen ist das nicht wirklich, aber - verflixt - es schmeckt großartig! Die braune Brause macht sich in der würzigen, zwiebeligen Sauce nur insofern bemerkbar, dass sie leicht süßlich, fast karamelisiert schmeckt. Und das Fleisch erst: Saftig-zart, wie zumindest ich es nur im Slowcooker oder beim NT-Garen im Backofen hinkriege.
Aus dem Crockpot: Zwiebelbraten lombardisch
So’n “ordentliches Stück Fleisch” kommt bei und eher selten auf den Tisch. Der Aufwand des Schmurgelns, Beobachtens und Begießens eines Bratens ist einfach zu groß, wenn nur zwei Personen mitessen und sich die beiden restlichen Familienmitglieder auf ihren Semi-Vegetarismus zurückziehen. Semi deshalb, weil zwar Rinder- und Schweinebraten verschmäht werden, nicht aber Salami auf der Pizza oder die Rinderhackscheibe auf dem Hamburger. Sei’s drum: Bei dem eklig-verregneten Wetter der vergangenen Tage war mir nach einem deftigen Stück Fleisch. Beim Chefkoch stieß ich auf das hochgelobte Rezept für einen lombardischen Rinderbraten. Schmurgelt man ihn - wie im Original - gut drei Stunden sanft im Backofen, erhält man butterweiches Fleisch und eine konzentrierte, fast karamelisierte köstliche Zwiebelsauce. Benutzt man den Slowcooker - wie ich es versucht habe - erhält man ebenfalls butterweiches Fleisch, aber etwas mehr von der hocharomatischen Sauce, da anders als im Backofen keine Flüssigkeit verdampft. Ein köstlicher Braten - den werde ich mir als Rezept für eine Familienfeier merken.
Pleiten, Pech & Pannen: Roastbeef (NT)
Rosa gebratenes Roastbeef, knusperbraune Bratkartoffeln, Remouladensoße, Feldsalat: Nachdem wir jahrelang zu Heiligabend eine Art Buffet aus erlesenen kalten Fingerfood-Köstlichkeiten genossen hatten, sollte es diesmal etwas Warmes geben. In bewährter Manier wurden die Aufgaben verteilt: Meine Schwester kümmerte sich um Salat und Sauce, meine Mutter um Bratkartoffeln und Dessert und ich übernahm den Fleischpart. “Große Braten” sind ja nicht wirklich meine Spezialität (siehe hier), aber mit einem wirklich guten Stück Roastbeef und der Niedrigtemperatur-Methode sollte ja wohl nix schiefgehen. Ha, von wegen!
Leserrezept: Italienisches Rindfleisch
Evi hat ihren “Crocky” beim Preisausschreiben von USA kulinarisch gewonnen. Es hätte kaum eine passendere Empfängerin gegeben: Als berufstätige Mutter muss sie mit ihrer Zeit haushalten und kocht häufig in größeren Mengen für den Vorrat, hat sie mir berichtet. Ihr selbst entwickeltes Rezept für “italienisches Rindfleisch” hat ihrer Familie gut geschmeckt und ist auch bei Gästen toll angekommen. Sieht auch wirklich lecker aus, Evi - danke für Rezept und Foto!
Yankee Pot Roast - Rinderbraten aus dem Crockpot
Sonntags koche ich nicht gern. Während der ganzen Woche bringe ich das Mittagessen pünktlich auf den Tisch, am Wochenende möchte ich spät aufstehen, genüsslich Zeitung lesen, eine Tasse Kaffee nach der anderen trinken und nicht gleich nahtlos vom Frühstückstisch zu den Mittagessen-Vorbereitungen wechseln. Dank Crockpot gibt es bei uns immerhin am Abend ein richtiges “Sonntagsessen”. Das muss ich zwar auch nach dem Frühstück vorbereiten, aber dann kann ich es für einige Stunden vergessen. Praktisch bei diesem Potroast: Er bringt seine Gemüsebeilage schon mit. Um die Mahlzeit zu komplettieren, müssen Sie also nur noch Nudeln oder Kartoffeln kochen - wir mögen am liebsten Stampfkartoffeln dazu.
Rouladen gutbürgerlich
12 Rouladen : sechs Esser = 0 Reste! Rouladen mögen bei uns alle sehr gerne, aber weil sie so arbeitsaufwändig sind, gibt es sie eigentlich eher selten. Die Ausrede mit dem Aufwand hat sich allerdings erledigt, seitdem ich den Slowcooker habe: Kein Zusammenstecken mehr, kein Schmurgeln und Wenden und Angießen - trotzdem butterweiches Fleisch und eine köstliche Soße.

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