Oliebollen – wörtlich Ölkugeln – sind typisch niederländische Krapfen, die im Nachbarland vor allem zu Silvester und Neujahr gerne verzehrt werden. In unserem Nachbarort Winterswijk steht jedoch fast ganzjährig ein Händler auf dem Wochenmarkt, der mit noch lauwarmen Oliebollen, Krentenbollen (mit Rosinen), Kersenbollen (mit Kirschfüllung) oder Berliner Bollen (mit Vanillecreme) lockt. Unnötig zu sagen, dass diese Bude neben dem Blumenstand und dem Fischstand traditioneller Anlaufpunkt für die Familie ist. Nachdem ich Oliebollen bislang nur gekauft habe, ist das hier der Versuch, sie als “Recyclingprojekt” zuhause nachzubauen – das Fritierfett der tradtionellen Karnevalsberliner muss schließlich noch aufgebraucht werden. Das Rezept von der Claire-Fisher-Webseite (komisch, mit den Niederlanden hatte ich diese Kosmetikfirma gar nicht in Verbindung gebracht) erwies sich als prima: Die Bollen sind kaum süß und sehr locker – hmm!
Ulrike fand den Gugelhupf der alldienstäglichen Back-Aktion Tuesday with Dorie wenig überzeugend. Da hatte ich mehr Glück mit dem Rezept von Bäcker Süpke: Dessen Exemplar gehört tatsächlich zur S-Klasse der Hefeteige, wie es der Fachmann schon prophezeite – buttrig, luftig und genau richtig süß. Ich habe allerdings nur 3/4 der Teigmenge zubereitet, da ich keine zwei kleinen Gugelhupf-Formen, sondern nur eine große füllen wollte. Die Menge der Trockenfrüchte habe ich allerdings belassen – wir mögen’s gerne, wenn man die nicht suchen muss




