Schneeweiße Schönheit: Raffaello-Torte

raffaellotorteVon “Modetorten” habe ich bislang die Finger gelassen. Irgendwie widerstrebt es mir, sauteure Schokoriegel zu zerstückeln oder noch teureres Schokokonfekt zu schmelzen, um damit einen Kuchen zu verzieren. Wenn ich ein Snickers essen möchte, dann esse ich ein Snickers, aber ich backe keine Snickers-Torte. Punkt. Schwach wurde ich jetzt jedoch, als ich beim Chefkoch auf eine Rafaello-Torte stieß – hmm, weiße Schokolade, Kokos, Sahne, Pfirsiche! Die Torte machte eine Menge Arbeit, brauchte über zwei Tage hinweg reichlich Kühl- und Wartephasen. Das Ergebnis war eine schneeweiße Torten-Schönheit – die aber seltsam enttäuschend schmeckte. Kokos, weiße Schokolade, Pfirsiche ergaben ein Aroma-Einerlei ohne Höhepunkte. Noch überlege ich, ob ich es nochmal versuche und die Torte mit Kokoslikör und Mangos “pimpe” – aber vermutlich nicht, so lange der “Ausprobieren”-Ordner in der Küche so fürchterlich voll ist mit viel verlockenderen Rezepten…

Alter Kuchen? Drei-Tage-Torte

3-Tage-TorteWas tun, wenn man für ein Familienfest eine Torte mitzubringen hat, aber wegen zweier anderer, direkt vorausgehender Feiern keine Zeit hat, eine zu backen? Man bereitet vor. Aber welcher Kuchen schmeckt nach etwas “Ziehzeit” besser als frisch? Auftritt: Die Drei-Tage-Torte. Nach einem, zwei oder gar drei Tagen im Kühlschrank ist sie schön saftig und durchgezogen. Es gibt sicherlich luftigeres Backwerk und welches mit vielfältigeren Aromen, aber die Torte mit Schokoladen-Vanille-Rum-Note sieht sehr hübsch aus und ergänzt gut ein obstlastiges Kuchenbuffet. Sie sollten allerdings niemandem erzählen, dass die Torte schon drei Tage auf ihren Einsatz wartet: “Alter Kuchen?” Bis auf vier Stück verputzt war sie später dann doch noch :-) Weiter lesen

Blogevent Schaumig & luftig: Schoko-Minz-Mousse

Schoko-Minz-MousseIch liebe Schoko-Minz-Täfelchen. Allerdings endeten meine Versuche , diese Geschmacksnote nachzuempfinden, schon häufiger in absoluten Mißerfolgen (siehe hier und hier). Jetzt habe ich endlich ein Rezept gefunden, das wie After Eight schmeckt – ach, eigentlich noch besser!  Die cremige und dabei wenig süße Mousse stammt im Original von Steffen Henssler (“Hauptsache lecker!“). Weil sie ganz ohne Gelatine auskommt, ist sie sehr einfach zuzubereiten. Die Eier und die Schlagsahne sorgen dafür, dass sie so schön schaumig & luftig ist – also ein passender Beitrag für Zorras 75stes Blogevent!

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Statt Blumen: Bananen-Split-Traum

Banana Split TraumMeine Mama hat am Valentinstag Geburtstag. Seitdem ich denken (und mit meinem Taschengeld Blumen kaufen konnte), fand ich das unglücklich: Schlange stehen beim Floristen und über Nacht spürbar angezogene Preise, selbst für ein kärgliches, nicht mehr taufrisches Sträußchen Moosrosen. Seit Jahren bekommt meine Ma daher die Blumen ein oder zwei Wochen später und zu ihrem Geburtstag stattdessen eine Torte für die Kaffeetafel. Weil die Geschmacksrichtungen Quark/Käse und Apfel diesmal durch andere Kuchenspenden bereits “vergeben” waren, habe ich beim Chefkoch nach einer gut bewerteten Schoko-Torte gesucht und sie in Alinas Banana Split Traum gefunden. Die Technik, hellen und dunklen Boden mit Backpapier zu trennen, aber gleichzeitig zu backen, finde ich genial – und funktioniert hat es auch. Hoch genug, um die Böden nochmals zu teilen, waren sie allerdings nicht, also habe ich die Torte einfach ein bisschen anders geschichtet. Geschmacklich hat das doch eher aufwändige aufwendige Backwerk voll überzeugt – cremig, bananig, aber nicht übersüß. Nachbacken lohnt!

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Schneller kleiner Kuchen: Apfel-Bauern-Tarte

Apfel-Bauern-TarteAnders als bei Claudia fällt bei mir der Rechen-Groschen auch nicht, wenn es sich um Backmathematik handelt. R x R x 3,14 = Fläche? Geh mir wech – ich bin mit der Umrechnung von Volumina in Backformengrößen leider überfordert.  In der Konsequenz backe ich demnach oft zwei kleine Kuchen, wenn ich am Blogevent Kleine Kuchen der Hedonistin teilnehme. Ich bereite schlichtweg die Originalmenge zu, fülle die Hälfte (2/3, 3/5 oder eben pi mal Daumen) in eine 18er Backform und den Rest in Muffinformen, Brownieformen, gefettete Tassen – was gerade passend erscheint. Im Hinblick auf passend berechnete Kleinkuchenrezepturen ist das natürlich “Thema verfehlt”, aber in der Praxis habe ich einen Kuchen zum Sofort-Essen und einen zum einfrieren oder verschenken. Oder es werden dann doch gleich zwei kleine Kuchen gleich verzehrt, wenn sie so lecker-saftig sind wie diese schnell gemachte vanillige Apfeltarte!
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Nachgebastelt: Mojito-Dessert

Mojito-DessertWeitab touristischer Pfade, in einer wenig ansehnlichen Wohnstraße des El Raval, haben wir in der vergangenen Woche in Barcelona das Restaurant Las Fernandez entdeckt. Die Gaststube ist im Original genauso grellrot wie die Webseite – aber im abendlichen Kerzenlicht durchaus erträglich. Das galizische Lokal wird von drei Schwestern geführt, die zu günstigen Preisen authentische Küche ohne Fertig- und Halbfertigprodukte auf dem Tisch bringen, nachdem sich ein netter (und höchst ansehnlicher :-) ) Kellner viel Zeit genommen hat, die Tageskarte zu erläutern. Wir haben ein sehr leckeres Fischmenü gegessen, eine Flasche akzeptablen Cava für 11 Euro dazu getrunken, aber am originellsten fand ich das Dessert: Mojito decape – der Rum-Limetten-Cocktail in Nachtisch-Form, ein säuerliches Rumgelee mit einer milden Minzsahne. Weil ich kein Rezept dafür finden konnte, habe ich mir kurzerhand eines gebastelt – und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.  Vermutlich könnte man statt Minzlikör auch frische Minze verwenden, aber wie man hier nachlesen konnte, habe ich damit bislang keine guten Erfahrungen gemacht.

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Pleiten, Pech & Pannen: Elvis’ Favorite Pound Cake

Die meisten Dinge schmecken hausgemacht besser als fertig gekauft. Ausnahme: Rührkuchen, der ganz einfache aus dem Cellophanpack. “Hotel Cake” heisst er in den benachbarten Niederlanden und ist wunderbar weich, aber nicht luftig, schön geschmacksneutral vanillig und hat keine Kruste. Alles vermutlich Ergebnis diverser Zusatzstoffe und der Plastikverpackung, aber eine Annährung müsste doch immerhin möglich sein. Nach längerer Suche habe ich bei Epicurious das hochgelobte Rezept für Elvis Presley’s Favorite Pound Cake gefunden. In Elvis-typischer Manier enthält es Unmengen an Butter und Zucker, die ich leicht verringert habe, sowie eine Tasse Schlagsahne. Ungewöhnlich: Das Backpulver fehlt ganz, der Teig wird extrem lange gerührt (auch nach dem Zufügen des Mehls) und die Backform in den nicht vorgeheizten Ofen gestellt. Das Ergebnis? Nun, der Kuchen hat keine harte Kruste, ist innen weich und saftig – ähem, so saftig, dass sich Streifen (s.u.) im Teig zeigen, obwohl ich die Garprobe gemacht und den Kuchen noch 15 Minuten länger als angegeben (also fast 1,5 Stunden!) gebacken habe. Viel Arbeit für ein bescheidenes Ergebnis! Sorry, Elvis – mein favorite pound cake ist das nicht. Nun zähle ich darauf, dass jemand aus der Blogger-Gemeinde mir das ultimative Grund-Rührkuchen-Rezept verrät…

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Für’s Dessertbuffet: Eierlikörparfait mit Erdbeersalat

Eierlikör-Parfait4 Jahre Kochtopf-Blogevents: Chapeau, Zorra, für Ideen & Durchhaltevermögen! Gerade letzteres finde ich (derzeit mit akuter Arbeitsüberlastung und gesteigerter Kochunlust kämpfend) außergewöhnlich – eine tolle Leistung, sich über einen so langen Zeitraum immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen! Mich als Süßschnabel spricht das Jubiläums-Thema Dessertbuffet natürlich sehr an und ich beteilige mich mit einem Eierlikör-Parfait, das sich gut vorbereiten lässt. Aktuell passen Erdbeeren perfekt dazu, im Herbst ein Pflaumenkompott und im Winter Krokant wie im Original.

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Hmmm: Coffee Custard – Mokka-Flan

Coffee CustardWenn ich viele Gäste am Tisch sitzen habe, greife ich als Dessert gerne auf Custard- oder Flanrezepte zurück. Die lassen sich am Tag vorher zubereiten und machen optisch richtig etwas her, wenn man sie mit Fruchtsauce, frischem Obst oder einigen Gebäckstäbchen aufpeppt. Eine neue, eher winterliche Version der gestockten Sahne-Masse habe ich vergangene Woche zum Amerika-Abend ausprobiert: Coffee Custards, ein Rezept von der Martha Stewart-Webseite. Sehr lecker und vor allem eine herrlich-cremige Textur. Gibt’s bestimmt noch einmal! Weiter lesen

Der “unmögliche Apfelkuchen” – wieso eigentlich?

ApfelkuchenEs ist wieder diese Zeit des Jahres – meine Ma lädt eimerweise Falläpfel bei uns ab. Die kleinen, angeschlagenen gehen zu Nancy, von der mittleren Sortierung koche ich Apple Jam oder Apple Crumble und für die schönsten suchte ich am Sonntag ein Rezept für einen möglichst schnell gemachten Apfelkuchen. Beim Chefkoch fand ich den “unmöglichen Apfelkuchen” – unmöglich, weil es unmöglich sein soll, ihn stehen zu lassen. Stimmt – vor allem superfrisch vom Blech schmeckt der Kuchen mit Mandelkruste großartig. Und ratzfatz gebacken war er auch: Die Kitchen Aid schlug den Teig aus Sahne, Eiern und Zucker, während ich die Äpfel schälte und in Scheiben schnitt. Weil auch die Backzeit nur 30 Minuten betrug, verging von “Ich könnte ja noch einen Apfelkuchen backen” bis zum fertigen Blechkuchen wirklich nur eine Stunde.

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