Beiträge mit ‘Schweinefleisch’
Aus dem Crockpot: Schweinerouladen mit Pilzfüllung im Speckmantel
Die meisten Crockys sind vermutlich unter der Woche im Einsatz und schmurgeln das Essen, während frau ihrer Erwerbstätigkeit nachgeht. Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich arbeite im Home Office und habe unter der Woche die Möglichkeit (wenn auch nicht immer die Lust!) am Herd zu stehen. Am Wochenende dagegen sind wir viel unterwegs und daher bereitet der Crocky üblicherweise den Sonntagbraten/das Sonntagessen zu. So zum Beispiel diese feinen Schweinerouladen, die zwar etwas Vorbereitungsarbeit erfordern, dann aber ohne jegliche weitere Beaufsichtigung zu saftiger Perfektion garen. Ehrlich - allein fürs Rouladenschmurgeln (siehe zum Beispiel hier, hier und hier) lohnt sich die Anschaffung eines Slowcookers. Weil die Röllchen nicht angebraten werden, erscheint die Sauce etwas “grieselig” - wen das stört, der hält einfach kurz den Zauberstab in die Flüssigkeit. Bei uns gab es Rösti und Salat dazu, Bandnudeln oder Salzkartoffeln passen bestimmt auch.
Aus dem Crockpot: Schweinebraten süß-sauer
Ein Rezept mit 749 positiven Bewertungen, das von mehr als 36 000 Lesern gespeichert wurde, muss doch gut sein, oder? Nicht notwendigerweise - aber in diesem Fall hat’s funktioniert: Die asiatisch angehauchte Süß-Sauer-Sauce passte hervorragend zum Schweinebraten und die Zubereitung im Slowcooker ließ ihn butterzart und saftig werden. Ich hätte gerne Reis und Wokgemüse dazu serviert, die Familie bestand auf Nudeln und gebratenem Broccoli. Ein extrem unaufwändiges Gericht und prima für Slowcooker-Neulinge geeignet - hier kann wirklich nichts schief gehen.
Ausprobiert: Hirtengulasch ohne Fertigprodukte & Anbraten
Das Wunderkessel-Forum ist im (deutschsprachigen) Internet die Anlaufstelle für Crockpot-Rezepte. Dort habe ich mir schon viele gute Anregungen geholt - manchmal aber schüttele ich doch den Kopf: Ein Kilo Fleisch, zwei Dosen Gemüse und zwei Packungen Bratensauce zusammen zu schütten und lang genug zu garen, empfinde ich nicht wirklich als Kochen. Geschmack muss man doch auch ohne Fertigprodukt hinkriegen… und so habe ich mich daran gemacht, obiges “Rezept” nachzuempfinden. Und weil ich schon mal beim Ausprobieren war, habe ich das Anbraten von Fleisch und Zwiebeln ausgelassen. Das wird beim Crockpot-Kochen oft als optional bezeichnet - doch ob es das wirklich ist?
Schweinebraten mit Malzbierkruste
Mit Vincent Klink zu kochen (naja, Gemüse für ihn zu schnippeln) hatte ich bereits die Ehre - als Gast in seiner SWR-Kochsendung Kochkunst. Der Name ist Programm: Der Stuttgarter hat eine unglaubliche Ruhe und Übersicht. Wo er mit leichter Hand ein paar Prisen von diesem und jenem in den Topf wirft, hier etwas schwenkt und dort etwas wendet, hätte unsereins zwölfmal abgeschmeckt und lautstark lamentiert, dass man nicht genug Hände für soooo viele Töpfe hätte. Kurzum: Vincent Klink hat mich beeindruckt, vor allem, da die Gerichte, die er so vermeintlich lässig kochte, hervorragend schmeckten.
Seitdem habe ich eine ganze Reihe von Klink-Rezepten nachgekocht, nicht nur die, die als Kochkunst-Rezeptabo per Mail kamen, sondern auch andere Fundstücke aus dem Internet. Besonders gelungen fand ich jetzt dieses Sonntagessen - Schweinebraten mit Malzbierkruste, vor allem aber einer Sauce zum Niederknien…
Aus dem Crockpot: Szegediner Gulasch
Anbraten - ja oder nein? Da scheint die Crocky-Community ausgesprochen uneins zu sein. Und auch ich habe mein abschließendes Urteil noch nicht gebildet. Manche Gerichte wie Schnitzelröllchen oder Hackbraten sind mir im Slowcooker auch ohne Anbraten ausgesprochen gut gelungen. Bei anderen hab ich doch angebraten - nicht um die Poren zu schließen (Gruß an das Porenmonster vom Fressack!), sondern weil ich finde, dass zwiebelige und paprikaintensive Röststoffe eine Sauce erst richtig “rund” machen. So sehen es auch die Autorinnen meiner US-Crockpotbücher: Man kann das Anrösten auslassen (die Sauce wird trotzdem dunkel), aber man sollte es nicht auslassen - der Extra-Aufwand lohnt geschmacklich.
Irgendwann sollte ich die Probe auf’s Exempel machen und es riskieren, zum Beispiel die Zutaten für dieses Szegediner Gulasch einfach in den Slowcooker-Gareinsatz zu schichten und den Garprozess zu starten. Dann habe ich echte Vergleichsmöglichkeiten - denn mit Anbraten ist das Gericht wirklich köstlich geworden!
Aus dem Crockpot: Kohlrouladen lettischer (?) Art
Das Baltikum als Reiseziel - daran denkt man nicht so schnell. Und auch meine Freundin Martina und ich wollten eigentlich für ein paar Tage nach Glasgow oder Edinburgh fliegen, landeten aber letztlich dank ausgebuchter Schottland-Ziele und einer neuen, supergünstigen Easyjet-Verbindung in der lettischen Hauptstadt Riga. Glücklicherweise, kann ich nur sagen! Selten hat mich eine Stadt so begeistert: Überschaubar groß, wunderbar restaurierte Bausubstanz in der Altstadt (teilweise erschütternder Verfall allerdings anderswo), eine hochinteressante Geschichte, freundliche Bürger und bezahlbare Preise. Nicht nur Architekturliebhaber kommen auf ihre Kosten, auch Foodblogger: Es gibt Bäckereien und Konditoreien mit verlockendem Backwerk, statt McDonalds und Starbucks dominieren die lettischen Vettern Pelmeni XL (Teigtaschen in Brühe) und Double Coffee (die Kartoffelpfannkuchen mit Lachs probieren). Riga? Definitiv ein Reiseziel!
Blogevent Bier: Malzbiergulasch
Das im Wunderkessel-Forum so hochgelobte Malzbiergulasch kam mir gleich in den Sinn, als ich das Thema des aktuellen Kochtopf-Blogevents las: Bier. Einmal hatte ich es bereits “nachgebaut”, allerdings mit Altbier und ungarischer Würzung. Außerdem hatte ich mich nicht getraut, den Schritt des Fleisch-Anbratens auszulassen: Braune Sauce ohne Anbräunen - wie soll das wohl gehen?
Mit dem Crockpot ging es tatsächlich, zu meinem großen Erstaunen. Alle Zutaten kamen roh in den Topf und wurden mit der Marinade übergossen. Nach sieben Stunden und einem schönen Sonntagsausflug auf dem Pferderücken erwartete uns eine mittelbraune, sehr würzige Soße, leicht süß-scharf, mit butterzarten Rindfleischstückchen. Das Gericht schmeckte wirklich großartig - auch ohne die Jägersauce, die im Originalrezept zum Binden genutzt wird. Ich habe stattdessen Mehl und Schmand verwendet.
Schnitzelröllchen a la Italia
Im Prinzip habe ich nichts dagegen, gelegentlich “fix” zu kochen, sprich eine Tüte Würzmischung zu benutzen. Bei manchen dieser Produkte frage ich mich allerdings schon, wo eigentlich die Zeit- und Arbeitsersparnis liegt. Beispiel Ofen-Schnitzel aus dem Hause M: Ich muss sie füllen, rollen und das Fix-Pulver in Wasser rühren. Und nun die Hausmacher-Version: Füllen, rollen, Gewürze in die Sauce rühren. Das kann jeder Kochnovize… Wer dazu noch einen Crockpot hat, muss sich keine Gedanken machen, dass das Fleisch butterzart wird - alle anderen sollten das Gericht schön sanft auf dem Herd oder im Backofen schmoren.
Weihnachtsmenü 2006 in Bildern
15 erwartungsvolle Esser und ein Stück Fleisch, das irgendwie ungar aussieht? Ich hätte die Premiere eines bei Niedrigtemperatur gegarten Bratens wohl doch nicht an Weihnachten feiern sollen… Nach scharfem Anbraten stand das Fleischstück vier Stunden im Backrohr, ohne Brodeln, Spritzen, Qualm, irgendwie leblos. Als ich den Moment des Anschneidens nicht weiter herauszögern konnte (alles andere stand schon auf dem Tisch), erwartete mich ein positive Überraschung: Das Fleisch war saftig, gar und sehr lecker. Die mediterran angehauchte Kräuterkruste hätte eigentlich andere Gemüsebeilagen (Zucchini, Auberginen, Tomaten etc.) und Sauce verdient gehabt, aber da musste ich leider Rücksicht auf den “Massengeschmack” nehmen.
Kulinarischer Adventskalender 3 - Schweinefilet mit Zwiebel-Senf-Honig-Kruste
Wer nicht perfekt kochen kann, muss wenigstens perfekt planen. Diese Devise hat mich bei den diversen Weihnachtsmenüs, die ich aufgetischt habe, noch immer gerettet. Bevor ich angesichts 20 hungriger Gäste, zusammenfallender Souffles, halbfertiger Braten und nicht punktgenau gegarter Beilagen in Panik gerate und mich frage, wieso ich mir das antue, setze ich lieber auf Vorbereitung. Oder auf Backofen-Gerichte, die sich auch für eine große Familie wie unsere problemlos zubereiten lassen und auch ein paar extra Minuten Garzeit vertragen.
Auftritt Schweinefilet in Zwiebel-Senf-Honigkruste: Dieses Rezept ist mir gleich zum Thema Weihnachten eingefallen, als Zorra mich einlud, bei ihrem kulinarischen Adventskalender mitzumachen. Ich verspreche: Absolut weihnachtsmenü-tauglich und dabei stressfrei zuzubereiten. Wie die Tischdeko schon verrät: Zum Nachtisch gab’s dazu das Vanilleeis mit Apfelstrudel-Sauce.

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