Honig-Rosmarin-Parfait mit Blaubeersauce

Honigparfait

Wer schreibt/redigiert und lektoriert solche Rezepte? Lecker.de empfiehlt ein Honig-Rosmarin-Parfait a la Christian Rach, in dem 4 Eigelb, zwei Eier, 250 g Honig und 500 g Sahne verwendet werden, für 4 Personen. Denen dürfte hinterher kotzübel sein, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Honig mit acht ganzen Rosmarinzweigen (nicht Nadeln!) aromatisiert wird – Hustensaft lässt grüßen. Auf dem Lecker-Foodfoto wiederum wird das Halbgefrorene nicht mit – wie im Rezept angegeben – vier weiteren Rosmarin-, sondern mit Thymianzweigen dekoriert. Ganz großes Kino!

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Nachgebacken: Aprikosentarte mit Mandelcreme

Aprikosentarte

Die Kochzeitschrift “Lecker” finde ich gar nicht mehr lecker – seitdem sich die Redaktion mehrfach von meinen Rezepten hat inspririeren lassen (inklusive 1:1 nachgestelltem Fotomotiv), aber sich nicht mal einen Link oder ein “Gesehen bei” herausquälen konnte. Genausowenig berücksichtige ich Rezepte von “Margots & Volkers Kochbuch” (das vor allem durch juristische Tätigkeiten bekannt wurde) oder von unübersichtlichen Mega-Monster-Seiten wie Kochbar oder Das Kochrezept. Letztendlich lande ich auf der Websuche nach brauchbaren Ideen eigentlich immer bei Koch- und Backblogs, bei denen die SchreiberInnen Klasse statt Masse präsentieren, selbst ausprobiert haben, was sie da vorstellen und das (im Idealfall) auch noch nett oder amüsant erzählen. Wenn also jemand wie Petra von Chili und Ciabatta eine “unbedingte Nachbackempfehlung” für eine Aprikosentarte mit Mandelcreme ausspricht, ist das der Ritterschlag für das Rezept und da muss ich mich nicht mehr durch seitenlange Google-Suchergebnisse klicken. Anders als Petra habe ich aber keinen fertigen Blätterteig, sondern selbstgemachten Mürbeteig a la Lea Linster geknetet und blind gebacken. Ansonsten kann ich ihr nur zustimmen: “Mich begeistert jedes Mal wieder das Zusammenspiel von süßer Mandelcreme und säuerlichen Früchten”. Also auch von mir, wenn ihr Aprikosenkuchen essen möchtet: Unbedingte Nachbackempfehlung! Weiter lesen

Schnell und schön: Mandel-Honigjoghurt mit Pfirsichpüree

Offizielles Mitglied der Friends of Glass bin ich zwar nicht, aber eine sehr große Freundin von Glas(-Gläschen).  Fast 100 Stück kabe ich inzwischen gesammelt und serviere darin Suppen, Salate und Nachtische. Portionsgläschen sind soviel hübscher als große Schüsseln oder Terrinen, finde ich… Bei meinem orientalisch angehauchten Geburtstagsbuffet für 25 Personen gab es daher außer dem Salat auch das Dessert im Kleinformat. Das geht schnell, sieht gut aus und geschmeckt hat es auch – sehr sommerlich und nicht so süß. Weiter lesen

Rettet dem Hefeteilchen: Sommerliche Streuseltaler

Streuseltaler mit Heidelbeeren

Vor kurzem machte Jutta bei Facebook per Linktipp auf das Schicksal der in Vergessenheit geratenen Grillaschtorte aufmerksam. Recht hat sie! Da backen wir (ich rechne mich ausdrücklich an allererster Front mit ein!)  Cupcakes, servieren Scones, formen Cookies und vergessen darüber die Kuchenklassiker unserer Kindheit. Daher möchte ich gerne eine weitere Art auf die rote Liste setzen: Das klassische Hefeteilchen, wie man es früher tablettweise vom Bäcker holte. Der Anlass war entweder freudig (unangekündigter Besuch, Samstag, Papa in Spendierlaune) oder tieftraurig (Beerdigungskaffee). Letztere musste ich häufig als Chauffeurin meiner Oma besuchen – ein damals tiefempfundener Eingriff in meine Freizeitplanung, den die  Rosinenschnecken, Puddingbrezeln oder Streuseltaler wenigstens etwas versüßten. Weiter lesen

Wir backen uns den Sommer: Gestürzter Nektarinen-Kuchen

NektarinenkuchenWo der Süden und Osten der Republik scheinbar seit Wochen unter schwülwarmer Hitze leiden, sieht das Münster- aus wie Irland: Grüne Insel (wegen des vielen Regens), wabernde Nebelschwaden, 18 Grad. Ich glaube, dreimal habe ich es bisher gewagt, mit bloßen Füßen in Sandalen das Haus zu verlassen, kein einziges Sommerkleidchen oder -röckchen ist schon zum Einsatz gekommen. Meidet der Sommer unsere Region, so backen wir ihn uns herbei – in Form eines gestürzten Nektarinen-Kuchens, der mit seinen kreisrund angeordneten Früchten wirklich ein bisschen wie die Sonne aussieht. Wie bei allen Kopfüber-Kuchen gilt: Eine wirklich dicht schließende Form verwenden (Glas, Silikon) oder Backpapier unterlegen – der heraustropfende Zuckersirup versaut sonst den Backofen. Ebenso wichtig: Wählen Sie ganz reife, duftende Nektarinen – die unreifen sind hart wie Holz und schmecken auch so. Weiter lesen

Farbenfrohe Gerichte: Pikanter Käsekuchen mit Rucola und Kirschtomaten

Pikanter KäsekuchenMit dem Thema “Farbenfrohe Gerichte” hat Sylvia von Rock the Kitchen ganz offensichtlich den Nerv der Foodblogger-Gemeinde getroffen – und auch meinen! Das passt aber auch wunderbar – Sommer, Sonne (okay, zumindest bis gestern) und das jahreszeitlich großartige Angebot an Beeren, Gemüse und Salaten. Für das Rezept des pikanten Käsekuchens, das ich in einer alten Gugelhupf-Ausgabe gefunden habe, hätte ich gerne außer gelben und roten Kirschtomaten noch dunkle Sorten verwendet, aber leider gab es diesmal keine auf dem Wochenmarkt.  Vielleicht beim nächsten Mal, wenn ich den “Kuchen” wieder backe – er ist noch schneller gemacht als eine Quiche, schmeckt warm,  kalt und sogar aufgewärmt nach ein, zwei Tagen. Mit einem Salat ein perfektes Sommer-Abendessen…

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Mojito light auf europäisch: Hugo

Sommercocktail HugoDass ich Aperol Sprizz ein bisschen über habe, hatte ich hier schon geschrieben. Mein neuer Lieblings-Sommerdrink heisst Hugo und erinnert mit seiner Minz- und Limettennote ein bisschen an Mojito. Dabei ist er aber viel leichter, denn er enthält keinen “harten Alkohol”, sondern stattdessen Prosecco. Aufgefüllt wird mit spritzigem Mineralwasser, dazu kommt ein Schuß Holunderblütensirup – oder auch zwei, wenn man es süßer mag.
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Dessert aus dem Backofen: Peach Buckle

Peach BucklesManche kaufen Schuhe, um zu entspannen, buddeln im Garten, gehen mit dem Hund, lesen, stricken, telefonieren. Ich backe. Am liebsten Brot. Teig kneten und formen ist meine Form von Chill-Out, dazu ein preiswertes und produktives Hobby. Nichts duftet besser als frischgebackenes Brot – außer vielleicht ein zimtig-vanilliger Apfelkuchen oder diese hübschen kleinen mandeligen Pfirsich-Buckles. Solche Obstdesserts mit Teigschicht gibt es in der britischen und US-Küche unendlich viele:  Als Crumbles (mit Streuseln), als Brown Bettys (mit Brotbröseln), als Cobbler (mit festeren Teig-”Klößen”) oder eben als Buckle (mit lockerer Teigschicht).  Ich finde diese gebackenen Desserts toll nach einem leichten Mittagessen (Suppe oder Salat) und schnell gemacht sind sie auch. Je nach Jahreszeit lassen sich auch Beeren, Äpfel, Pflaumen und natürlich auch jegliche TK-Früchte verwenden.

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Koch dich türkisch: Köfte und breite Bohnen in Olivenöl

Köfte und breite BohnenWenn’s heiß ist, kann man mit südlichen Landesküchen nix verkehrt machen:  Die Türken, Griechen, Tunesier, Spanier etc. wissen, was bei 30+ Grad noch schmeckt, gut gewürzte Gemüsegerichte zum Beispiel. Die kommen dann nicht superheiß auf den Tisch, sondern eher lauwarm, wie diese breiten Bohnen in Olivenöl. Der Name ließ reichlich Fett vermuten, aber es waren nur einige Esslöffel. Dazu gab es Reispilaf und Köfte, genau wie die Bohnen aus dem Chefkoch-Rezeptefundus. Den Blog Koch dich türkisch habe ich danach erst entdeckt, finde ihn aber sehr charmant, lesenswert und werde von dort sicherlich auch noch mal etwas nachkochen.

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Schneller Sommerkuchen: Trauben-Tarte

TraubentarteSo schnell können wir das Obst derzeit gar nicht essen, wie es in der Obstschale Fruchtfliegen anzieht. Auslagern in den Kühlschrank ist leider keine Lösung (der ist sowieso pickepacke voll) – also wird gebacken ;-) Aber mit Trauben? Genau wie Erdbeeren hatte ich die bislang immer roh verwendet. Ein Versäumnis, sage ich jetzt: Diese schnell gebackene Tarte ist knusprig-lecker und benötigt wegen der süßen Trauben wenig zusätzlichen Zucker. Kalorienarm macht sie das natürlich nicht, auch wenn ich “nur” Schmand statt der Creme Fraiche im Original von Essenslust verwendet habe.
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