Die 125-g-Blaubeerschälchen, die ab Mai schon in den Geschäften stehen, lasse ich üblicherweise links liegen. Was soll frau mit der therapeutisch kleinen Menge blaufarbener Wasserkügelchen schon Vernünftiges anfangen? Ein 500-Gramm-Spankörbchen Waldheidelbeeren auf dem Wochenmarkt ist dagegen eine Versuchung, der ich nicht widerstehen kann. Vor allem nicht, seitdem ich dieses Eis ausprobiert habe – leicht säuerlich und herrlich beerig. Weil weder Sahne noch Eier geschlagen werden müssen, ist es unkompliziert zuzubereiten. Die Konsistenz ist frisch aus dem Eisbereiter am besten, Lagerung lässt es leider sehr hart werden – wobei bei uns drei Esser lediglich zwei Kugeln übrig ließen. Der Rest der Blaubeeren landete in den Muffins, einem meiner ältesten Rezepte.
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Süß-scharf ist eine Geschmacksnote, die ich total gerne mag – ob nun bei Fleischgerichten, Saucen oder sogar bei Desserts. Zu meinen absoluten Favoriten gehören demnach auch die Hähnchenspieße beim Lieblingsspanier, die mit einer Senf-Honig-Sauce serviert werden. Dieses Gericht habe ich für unseren eigenen Tapas-Abend nachempfunden und jetzt schon zweimal zum Grillen zubereitet. Wenig Aufwand, großartiges Ergebnis – das ist die Entdeckung der Grillsaison… Weiter lesen
Durch das Blogevent Kleine Kuchen der Hedonistin habe ich meine Tortelettformen wieder entdeckt – ähem, eigentlich überhaupt erst entdeckt. Weil ich klassische Obstböden nicht mag, egal ob im Groß- oder Kleinformat, verstaubten sie bisher ungenutzt im Küchenschrank. Jetzt habe ich gemerkt, dass man darin in Minutenschnelle mit ein bisschen Fertigblätterteig und einem Stück Obst bzw. Gemüse Tartes für den kleinen Kuchenhunger zwischendurch zubereiten kann. Soll ich mich darüber nun freuen oder ärgern? Ich habe leckere neue Rezepte entdeckt, aber gleichzeitig ein Backhindernis abgebaut – und angesichts einiger Kilo Übergewicht wollte ich doch keinen Kuchen mehr backen
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Um demnächst wieder entfernt in die Nähe einer Bikinifigur zu kommen, habe ich mir das Kuchenbacken untersagt. Allerdings hätte ich mir besser das Backen überhaupt untersagt, denn statt Kuchen backe ich jetzt pikante Tartes. Oder ich belohne mich und die Familie nach der Gemüsesuppe mit einem Obstauflauf. Dieser Peach Cobbler mit seiner Mandelnote und der köstlichen Teigkruste schmeckt auch mit anderen Obstsorten hervorragend: Aprikosen, Blaubeeren, Äpfel, Birnen – oder einer Mischung aus allen, gerne auch tiefgefroren. Hmm, ein großer Löffel Cobbler, lauwarm, mit einem Klecks Vanilleeis – das ist so lecker, dass sich jeder Gedanke an Bikinifiguren in Luft auflöst… Weiter lesen
Mit Kartoffeln in Hefeteig habe ich allerbeste Erfahrungen gemacht: Sowohl Zimtschnecken als auch Mini-Cornetti wurden superlocker und blieben lange feucht. Und auch beim Rosmarin-Focaccia von der Chefkoch-Webseite funktionierte es – obwohl ich zum Thema “feucht bleiben” eigentlich nichts sagen kann. Das luftige Brot wurde beim Grillen nämlich so schnell verzehrt, dass es nicht einmal richtig kalt wurde und die würzige mediterrane Butter (ursprünglich von essen & trinken) darauf schmolz… Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen!
Eigentlich ist bei uns niemand Elvis-Fan. Mann und Kinder hören Pop und Techno, Mutter schwankt wahlweise zwischen Klassik und Metal, am liebsten beides zusammen. Wenn ich auch Elvis’ Musik nicht besonders mag und seine Filme schmalzig finde, so fasziniert mich doch seine Biographie: Wieder ein so Multitalent, dass sich auf tragische Weise selbst zugrunde gerichtet hat. Neben seiner Drogensucht waren seine Essgewohnheiten nicht unschuldig daran: Der späte Elvis aß nicht, er fraß – und zwar hauptsächlich Fettiges und Ungesundes. All das sollte niemanden davon abhalten, dieses köstliche Erdnussbuttereis zu probieren: Supercremig nach einem Grundrezept der Ben & Jerry’s-Kette. Nach Elvis habe ich es benannt, weil meine Kinder es besonders gerne mit Bananenscheiben mögen – eine Kombination, die der King am liebsten als Sandwich verzehrte.
Zum Auftakt der Grillsaison gab’s bei mir Zupfbrot, zum (gefühlten) Abschluss der Grillsaison bei Nieselregen und 18 Grad habe ich Paprika-Feta-Creme zubereitet – zum wiederholten Mal. Genau wie das Zupfbrot (das auch bei Petra gut angekommen ist, schön!) lässt der würzige Aufstrich das Fleisch auf dem Rost manches Mal vergessen. Er schmeckt “wie vom Türken” (wo ich ihn allerdings ausgesprochen kostspielig finde) und passt gut zu Brot und eingelegtem Gemüse. Ich schmecke ihn mit Pul Biber (Paprikaflocken vom türkischen Gemüsehändler) pikant, aber nicht zu scharf ab.
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Wie kann etwas, das sich als Rezept so lecker las und so appetitlich aussieht, so scheusslich schmecken??? Keine Ahnung… Jedenfalls verschmähten sämtliche Testpersonen (ich inklusive) diese Eiscreme mit frischer Minze und Schokostückchen. Erhofft hatte ich mir davon eine Art After-Eight-Geschmack (ich liebe diese Täfelchen heiss und innig), bekommen habe ich ein abgestanden wirkendes Aroma, dass sich auch Stunden nach dem Verzehr immer wieder unangenehm bemerkbar machte – hicks… Ich wäre wirklich dankbar für jeden Hinweis, was falsch gelaufen ist und was ich bei der Verwendung von frischer Minze noch beachten sollte. Ansonsten gebe ich meine Versuche mit dem Nachbau von After Eight besser auf – auch in gebackener Form war das nämlich ein Desaster!
Unser Garten ist zwar 3500 Quadratmeter groß, aber außer einem Kräuterbeet gibt es darin keine “Nutzfläche”. Wozu auch? Meine Mutter versorgt die ganze Familie mit Zucchini, Spinat, Grünkohl, Obst – üblicherweise waschwannen- oder zumindest eimerweise angeliefert. Derzeit wirft es die Klaräpfel in größeren Mengen vom Baum. Diese frühe, sehr säuerliche Sorte wird beim Backen wunderbar weich und ist in meinen Augen ideales Apfelkuchen-Ausgangsmaterial. Nachdem ich sonst blechweise eher rustikalen Hefekuchen gebacken hatte, war mir diesmal nach etwas chicerem. Da kam das Rezept für eine hauchdünne Tarte mit Mandelmasse (Frangipane) gerade recht. Das Ergebnis war köstlich: Ein knusprig-dünner Teig, mandelige Zwischenschicht und viel Frucht. Ich glaube, allein für diesen Kuchen lohnt sich die Anschaffung eines guten Calvados…
Die Kombination von Pfirsichen und Himbeeren hat was – das wusste schon Meisterkoch Auguste Escoffier, als er 1892 für die Opernsängerin Nellie Melba ein Dessert aus gedünsteten Pfirsichen mit Himbeersauce kreierte. Mein Wettbewerbsbeitrag für das Garten-Koch-Event Himbeere ist eine Abwandlung dieses Klassikers: In Marsala gedünstete Pfisiche mit frischen Himbeeren und einem Klecks Mascarpone. Zugegeben: Die Himbeere scheint dabei nur eine Nebenrolle zu spielen. Wer das Gericht kostet, wird aber merken, dass ihre leicht saure Note den passenden Akzent zu den süßen Pfirsiche und dem würzigen Sirup darstellt. Also die frischen Beeren nicht nur als Dekoration betrachten!
Eigentlich bin ich ein erklärter Feind von Küchen-Kleingeräten. Eierkocher, Sandwichtoaster etc. versauen einem nur Freiraum auf der Arbeitsplatte, verwandeln Schränke in ein Puzzle aus Strippen und lassen sich durch herkömmlichen Topf/Pfanne bestens ersetzen. Ausnahme: Mein Eisbereiter. Leider kein Modell mit Kompressor, wie sie es benutzt, sondern ein 5-Euro-Gebraucht-Schnäppchen von Ebay, bei dem man die (leider recht kleinen) TK-Behälter erst mal einige Stunden ins Kühlfach legen muss. Funktioniert aber ganz gut und produziert leckeres Eis, wenn man die richtige Grundmasse gefunden hat!
Das ist bei mir meist die Sweet Cream Base aus dem Ben & Jerry’s Ice Cream Book, supercremig, no-fuss und gut abwandelbar. Möchte ich gelegentlich Kalorien sparen, bereite ich Frozen Yoghurt zu. Nun habe ich einen dritten Favoriten: Das Erdbeer-Käsekuchen-Eis von Joy of Baking, etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber köstlich, vor allem wenn die Erdbeeren richtig schön reif waren…




