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Leckerli zur Diashow: Flan de Coco mit Orangenkaramel

Kategorie : Desserts

Wie viele Fotos kann man in drei Wochen Urlaub eigentlich schießen? Sehr, sehr, sehr viele… Wo mich zu analogen Fototagen noch die Kosten einer Rolle Film bremsten, gibt es im digitalen Zeitalter von 8-Gigabyte-Speicherkarten kein Halten mehr. Mit Augenrollen quittierten meine Kinder die x-te Orchideen-, Wellen-, Wolken- und Landschaftsaufnahme oder die wiederholte Aufforderung, sich bitte mit Person A, B respektive C (ach nee, lieber mit A, B UND C – nein, nicht so herum, andersherum!) zum Foto zu gruppieren. Das Gemurre setzt sich fort, wenn ich Anstalten unternehme, die Urlaubsfotos zu zeigen – naja, 800+ Motive sind selbst für überdurchschnittlich interessierte Freunde arg viel. Also habe ich mit meinem Lieblings-Grafikprogramm 150 der besten Bilder zu einer vertonten Diashow montiert, zu deren Vorführung ich dann noch die passenden Speisen reiche. Es gab Empanadas mit Fleisch- und Tunfisch-Füllung und zum Nachtisch einen Flan mit Orangenkaramel. Ob’s nun das Essen war, die Qualität meiner Fotos, die Musikuntermalung (Miami und Ecuador) oder die Höflichkeit der Zuschauer – jedenfalls habe ich keine Unmutsäußerungen gehört ;-)

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Flan de coco con caramelo de naranja
Kategorien: Dessert, Südamerika
Menge: 12 Portionen

================= FÜR DIE ORANGEN-KARAMEL-SAUCE =================
200     Gramm  Zucker
8      Essl. Frisch gepresster Orangensaft

====================== FÜR DIE KOKOSCREME ======================
400        ml  Kokosmilch aus der Dose
100        ml  Sahne
250        ml  Milch
100-150     Gramm  Zucker (nach Geschmack)
Abger. Orangenschale
6            Eier

=========================== SONSTIGES ===========================
2-3            Orangen
Himbeeren
Kokosflocken

============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://laylita.com/recipes/2008/02/12/
coconut-flan-with-orange-caramel/
– Erfasst *RK* 07.02.2011 von
– Gabriele Frankemölle

Von einer der (unbehandelten) Orangen die Schale abreiben, Abrieb
beiseite stellen. Orangen mit einem scharfen Messer schälen und
filetieren. Dabei den Saft auffangen, die Filets in eine Schüssel
geben, abdecken und kühlen. 12 kleine Timbale- oder Souffleeförmchen
(es funktioniert auch mit geraden feuerfesten Tassen) leicht mit Öl
ausreiben.

Für das Orangenkaramel den Zucker und den Orangensaft in einen
schweren Topf geben und bei großer Hitze zu hellbraunem Karamel
kochen – gut acht geben, sobald sich der Zucker verfärbt, von jetzt
ab geht es superschnell bis zum Verbrennen! Das Karamel in die
Förmchen verteilen, jeweils etwa einen halben Esslöffel.

Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

In dem Karameltopf Kokosmilch, Sahne und Milch mit dem übrigen
Zucker erhitzen, bis sich alles gelöst hat. Etwa 1/2 Tl abger.
Orangenschale unterrühren. In einer großen Schüssel die Eier
verrühren, die heiße Milch nach und nach vorsichtig dazurühren – es
sollte sich kein Schaum ergeben. Eiermilch durch ein Sieb in die
Förmchen auf das erstarrte Karamel gießen.

Die Förmchen in eine große Auflaufform oder die Fettpfanne des
Backofens geben. So viel heißes Wasser angießen, dass die Förmchen
bis zur Hälfte im Wasser stehen. 40 bis 50 Minuten auf der mittleren
Schiene garen, bis die Masse gestockt ist.

Nach dem Garen die Förmchen aus dem Wasser nehmen und  gründlich
durchkühlen, am besten über Nacht.

Vor dem Servieren mit einem Messer um den Rand der Förmchen fahren
und diese auf einen Dessertteller stürzen. Mit Orangenfilets,
Himbeeren und Kokosflocken garnieren.

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Pazifikstrand

Plaza San Francisco in Quito

Miami

Ecuador: Kulinarische Notizen

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Kategorie : Persönliches

QuitoAuf der Weltkarte ist Ecuador nur ein kleiner Fleck, aber geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Vor allem aber ist es die Heimat unseres Gastschülers Carlos, der ein Jahr bei uns gelebt hat und jetzt in Guayaquil Architektur studiert. Seine Einladung – und die riesige Gastfreundschaft seiner Familie, Verwandten und Freunde – machten es uns möglich, zwei Wochen Costa und Sierra zu bereisen und das Land dabei ein bisschen kennen zu lernen.

Für uns Europäer dabei am ungewöhnlichsten ist sicherlich die klimatische Bandbreite des Landes: Während an der pazifischen Westküste (der Costa) Reis, Bananen, Zuckerrohr und Ananas wachsen, wähnt man sich gerade zwei Autostunden entfernt (hier die Sierra bei Azogues) in der Schweiz:

In den Höhen von 1500 bis 4000 Meter ist es so kühl, dass man sich mit traditionellen Getränken wieder aufwärmt. Probiert habe ich Morocho (Mais-”Milch” mit Zimt, Nelken und Rosinen), Canelazo (zimtiger Fruchtpunsch mit mehr oder weniger Aguardiente) und Chocolate Caliente. Die reichert man im Restaurant “Vista Hermosa” in Quito (Foto unten, wahrhaft ein traumhafter Blick über die Altstadt) mit Würfeln von ganz mildem Weichkäse an. Hört sich seltsam an, schmeckt aber gut – ein bisschen sahnig.

Die Straßenmärkte des Landes spiegeln den klimatischen Reichtum des Landes wieder. Im Hochland findet man vor allem Kartoffeln, Mais, Bohnen, Kohl und Obst, das wir auch aus heimischen Breitengraden kennen: Äpfel, Birnen, Trauben. Kleine “Tiendas”, die es an wirklich jeder Ecke gibt, liefern dazu Wasser, Colas, Kekse oder einfache Brötchen:

In den Küstenregionen ist die Küche eher reis- als maislastig, es wird viel Fisch gegessen. Kochbananen (Plantains) dienen als Chips (Chifles), als “Pommes” (Patacones) oder als Grundlage für Suppen und Eintöpfe.

In den nach US-Vorbild gestylten Supermärkten der Großstadt Guayaquil gibt es wirklich alles zu kaufen: Mahi-Mahi und Leberpastete, “Jägermeister” ($36) und “Ron Fuego 100″ ($6),  Feldsalat und Yucca. Kirschen und Trauben liegen neben Guaven, Papayas und -zig Obstsorten, deren Namen ich nicht einmal weiß. Obst und Gemüse (und Blumen!) sind spottbillig, Fleisch, Brot und Milchprodukte liegen etwas darüber. Als extrem happig empfand ich die Preise für jegliche Importware – Bekleidung, Schuhe, Autos, Elektronik, Möbel, Maschinen, weil das Land außer Erdöl und landwirtschaftlichen Gütern kaum etwas selbst produziert. Die Bevölkerung der Kleinstädte (hier Gualaceo) versorgt sich in Markthallen, die meinen verwöhnten Wohlstandskindern vor Augen führten, dass ein Schwein nicht aus Schinken und ein Huhn nicht nur aus Brust besteht. Ja, hier finden auch Kuhschwänze und Hahnenköpfe Abnehmer!

Im oberen Stockwerk des Gebäudes servieren Garküchen Getränke und landestypische kleine Gerichte wie Maisfladen, Hühnereintopf, Suppen oder auch Hornado, in Riesenöfen geröstete ganze Schweine mit knuspriger Kruste. Dazu gibt es Llapingachos, gebratene Taler aus würzigem Kartoffelpüree. Wie die Verkäuferin das Gericht servierte (ein beherzter Griff ins Innere, um das Fleisch heraus zu zupfen), verdarb meinen Kinder wiederum den Appetit – mir schmeckte das zarte Fleisch.

Einen Strich habe ich allerdings bei Cuy gezogen: Geröstete Meerschweinchen, eine Spezialität der Sierra. Sie sind größer als unsere Haustiere und glattfellig. Abgezogen werden sie auf dicke Stöcke gesteckt und über offenem Feuer geröstet. Schmecken sollen sie wie Hühnchen – ich war froh, dass keiner der Braten fertig war, denn dann hätte mir einer meiner Gastgeber bestimmt etwas angeboten…

Was uns dagegen allen schmeckte: Die frisch gepressten Säfte (Ananas, Naranjilla, Baumtomate, Orange, Brombeere) für Pfennigbeträge. Um den Vitaminüberschuss gleich wieder auszugleichen, bestellten wir dazu meist Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Pan de Yuca (Yucca-Brötchen, die wie kleine Käsewindbeutel schmecken) , Humitas (Maispastetchen) oder Bolon de Verde (grüne Kochbananenklöße).

Resteverwertung: Brasilianischer Fischtopf

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Kategorie : Kochen

Brasilianischer FischtopfNaja, Resteverwertung trifft es nicht so ganz. Aber “Wir essen die Tiefkühltruhe leer” passte nicht in die Überschrift, obwohl genau das der Gedanke ist, der derzeit die Menüplanung bestimmt: Der TK-Schrank bedarf dringend des Abtauens, aber wohin mit den gehorteten TK-Produkten? Richtig – aufessen. Das Rezept für den brasilianischen Fischtopf brachte mich dem Ziel schon ein gehöriges Stück näher  – Fischfilet, Gambas, Erbsen und Tomatenstücke sind aufgebraucht. Aber auch ohne Verzehrzwang – das Gericht gibt’s bestimmt noch einmal, es war schnellstens zubereitet und lecker gewürzt. Rotes Palmöl hatte ich nicht, stattdessen habe ich eine rote Chilischote gewürfelt und mitgegart. Die Sauce erschien meinen Mitessern etwas wenig und arg dünn – beim nächsten Mal verwenden ich also mehr Kokosmilch und Saucenbinder.

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Himmlisch: Dulce de Leche Cheesecake

12

Kategorie : Desserts

Dulce de leche CheesecakeFür jemanden mit einem süßen Zahn ist Dulce de Leche eine Offenbarung: Ein sahnig-karamelliger Brotaufstrich, der in Latein- und Südamerika weit verbreitet ist. Dulce de Leche schmeckt als Füllung für Kekse, im Eis oder auf Eis, zu Obstsalat, Joghurt, zum Käsekuchen unten – oder ganz dekadent pur, direkt mit dem Löffel aus dem Glas. Der prompt einsetzende Zuckerschock ist nur noch von Claudias Karamellsauce mit gesalzener Butter zu übertreffen! In den benachbarten Niederlanden kann man Dulce de Leche in fast jedem Supermarkt kaufen, hierzulande sind französische Milchkonfitüre oder russische karamelisierte gezuckerte Kondensmilch akzeptabler Ersatz. Wer geduldig ist, kocht Dulce de Leche selbst, entweder unter Rühren, bis der Arm abfällt, oder im Wasserbad im Backofen, wie David Lebovitz es empfiehlt.
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Küchen der Welt: Arroz con menestra aus Ecuador

3

Kategorie : Kochen

Unter italienischer, französischer, vielleicht sogar koreanischer oder skandinavischer Küche kann sich selbst ein Küchenlaie etwas vorstellen. Aber was isst man in Ecuador? Zum Beispiel Cuy (Meerschweinchen), hat mir Carlos, unser Gastschüler aus Guayaqil, erklärt. Vor allem im Hochland möge man Cuy, die Küstenbewohner bevorzugen Rindfleisch, Fisch und Meeresfrüchte. Sein Lieblingsgericht Ceviche (ein Fischcocktail mit Limettensaft und Gemüsen) konnte ich Carlos mangels wirklich frischem Fisch noch nicht servieren, wohl aber eine andere verbreitete ecuadorianische Speise: Arroz con menestra (Reis mit Bohnen), Carne asada (Grillfleisch) und Patacones (ausgebackene Kochbananen-Scheiben). Vor allem die würzigen, saucigen Bohnen schmeckten der ganzen Familie ausgezeichnet, die Bananen-”Chips” fanden wir dagegen eher geschmacksneutral.

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