Beiträge mit ‘Suppe’
Aus dem Crockpot: Sellerie-Cremesuppe mit Käsetoasts
Nicht dass das angedachte “52 Wochen - 52 Suppen”-Crockpotbuch schon in irgendeine konkrete Phase getreten wäre, aber *eigentlich* habe ich die Hälfte des Materials schon beisammen. Diese milde Cremesuppe ist Nummer 31 meiner privaten Suppensammlung - und gleichzeitig ein Musterbeispiel für’s Suppenkochen im Crockpot. Die Zutaten werden einfach in den Topf gegeben, garen schonend in (bevorzugt selbst gekochtem) Gemüsefond) und werden zuguterletzt schön glatt püriert. Verfeinert mit etwas Milch oder Sahne, serviert mit knusprig-würzigen Roqueforttoasts macht das delikate Selleriesüppchen echt etwas her und lässt nicht im mindesten erahnen, wie wenig Mühe das Kochen bereitet hat. Obwohl ich sonst kein Knollensellerie-Fan bin und um Staudensellerie sogar einen weiten Bogen schlage, hat mich diese Suppe überzeugt.
Aus dem Crockpot: Tomatensuppe mit Kräuterklößchen
Zu spät für das Mozzarella-Manifest der Buntköchin, aber früh genug für einen Aha-Effekt: Soviel Geschmack steckt sogar in Gartentomaten, die nach nicht allzuviel Sonne in den Gefrierschlaf gewandert waren? Das lässt für wirklich frische und reife Tomaten Gewaltiges erwarten
Die Suppe ist extrem unaufwändig zuzubereiten, da die Tomaten nicht gehäutet und die Zwiebelwürfel nicht vorgedünstet werden. Wer rustikaleres, stückiges Aussehen mag, muss sie am Ende nicht einmal pürieren - wer Kinder wie meine hat, hält allerdings den Stabmixer hinein und streicht die Suppe am Ende noch durch ein Sieb. So ist sie ganz samtig-glatt. Die Mozzarella-Kräuter-Kügelchen sind sowohl farblich als auch geschmacklich und temperaturmäßig ein wunderbarer Kontrast.
Aus dem Crockpot: Kürbissuppe mit Krebsfleisch
Von dieser würzigen Kürbissuppe würde ich am liebsten ein ganzes Fass zubereiten und großzügig an alle Crocky-Nichtkenner oder -Skeptiker verteilen. Nach minimaler Vorbereitungszeit (geschätzte zehn Minuten) kocht sie sich selbst im Slowcooker und nach weiteren fünf Minuten Fertigstellung (pürieren, würzen, anrichten) bringt frau ein raffiniertes Herbstsüppchen auf den Tisch. Ähnlich ist es mit der Zucchinibisque aus dem Crockybuch, die Jutta hier vorstellt. Hmm, Ulrike hatte es schon mal angedacht: Vielleicht sollten wir tatsächlich ein weiteres Crockybuch nachlegen? Arbeitstitel “52 Wochen, 52 Suppen”…
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Aus dem Crockpot: Serbische Bohnensuppe
Mein Arbeitstag besteht im Moment aus [STRG]+[B], [ALT]+[C], [STRG]+[V], [STRG]+[S]. Im Klartext: Crockpot-Rezepte in der RezKonvSuite bearbeiten, in die Zwischenablage kopieren, in Word einfügen, formatieren und speichern. Da ich für das (vermutlich) im Mai erscheinende Slowcooker-Kochbuch den ganzen Tag Essen denke und schreibe, kann ich nicht auch noch Essen produzieren. Stattdessen habe ich Zutaten auf Vorrat eingekauft, eine Rezeptliste zusammengestellt und lasse konsequent den Crocky schmurgeln. Vorgestern gab’s Paella-Reispfanne, gestern Gulasch und heute Serbische Bohnensuppe - ein sehr leckeres Rezept von Testköchin Isabell.
Urlaubs-Mitbringsel: Hühnchen-Wildreis-Suppe
Das BBQ-Restaurant Famous Dave’s in Fredericksburg, Virginia, ist der Familie in lebhafter Erinnerung geblieben: Während unseres Sommerurlaubes in den USA kehrten wir dort ein und bestellten das “Famous Feast for four”. Was daraufhin serviert wurde, hatten wir so noch nicht gesehen: Auf dem umgedrehten Deckel einer großen, amerikanischen Alu-Mülltonne trug die Kellnerin eine ganze Seite Rippchen, ein Grillhuhn, BBQ-Schweinefleisch, Fritten, Krautsalat, Maiskolben, Bohnen, Maismuffins und diverse Saucen herein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits die köstliche Chicken-Wildrice-Suppe als Vorspeise im Bauch und konnte vom Hauptgericht nur noch einige Häppchen probieren. Auch die anderen drei kapitulierten bald, so dass wir den Rest im “Doggybag” mit ins Hotel nahmen und am nächsten Tag nochmals satt wurden. Famous Dave’s würzige Saucen und Marinaden gibt es hierzulande leider nicht zu kaufen - insofern habe ich mich am Nachkochen der Rippchen noch nicht versucht. Für die Suppe habe ich jedoch hier ein Rezept gefunden, das gut klang und ohne “cream-of-irgendwas”-Fertigdose auskam. Sehr empfehlenswert - aber bestimmt nicht als erster Gang, wenn als zweiter das “Famous Feast” folgt. Hätte die Kellnerin mich nicht warnen können???
sentimental journey: DDR-Revival mit Soljanka
Ich bin zwar lupenreiner “Wessi”, aber manchmal wünsche ich mir die DDR zurück. Nicht, weil ich Anhängerin der Linken bin oder finde, dasses “drieben” besser war - nein, aus Sentimentalität. Und weil Schnuppschnüss Jutta beim aktuellen Blogevent “Sentimental Journey” genau solche Geschichte hören möchte, erzähle ich sie hier…
In meinen Teenie-Jahren in den 70ern verbrachte ich die Sommerferien üblicherweise bei Oma Anna “in der Ostzone”. Gelegentlich habe ich meine Klassenkollegen, die ins Sauerland-Lager oder nach Rimini fuhren, beneidet. Aber auch ich konnte mit tollen Urlaubserlebnissen aufwarten, die mancher Freundin vermutlich wie aus einer fremden Welt vorkamen: Die ganze Nacht durchgeschwoft bei der Dorfdisco im Gaststättensaal (verboten), nächtliche Rollertour mit der “Schwalbe” zum Baggersee (verboten), Ausflug in Geisterdörfer nahe des Braunkohlentagebaus (verboten), Ausflug in die “Hauptstadt der Republik” (für Wessis eigentlich auch ohne An- und Abmeldung bei der Polizei verboten). Shoppen hieß damals noch “einholen” oder “besorgen” und fand wahlweise gegen Devisen im Intershop (Ananas für die Bowle) oder gegen Ostmark (Wein und Schnaps für die Bowle) im Konsum statt. Mensch, meine Cousins und Cousinen - was konnten die feiern! Und wenn es nicht nur etwas zu trinken, sondern auch etwas zu essen gab, dann war das meist Soljanka. In diese säuerliche Suppe russischen Ursprungs kamen reichlich Fleisch- und Wurstreste und ordentliche Mengen Spreewaldgurken. Dazu gab’s Butterstulle (natürlich Graubrot) oder aufgebackene Schrippen - musste man die nicht schon eine Stunde nach Kauf aufbacken, weil sie so schnell zäh wurden? Dafür hatten sie Substanz und “hielten vor”…
Aus dem Crockpot: Linsen-Karotten-Süppchen mit Kokosmilch
Trostloses Wetter, vom Frühling keine Spur: Das scheint nicht nur bei mir die Sehnsucht nach Wärme von innen zu wecken. Sie kocht Petersiliencremesuppe, bei ihr gibt es Linseneintopf, hier ebenso, woanders serviert man Kartoffel-Gemüsesuppe oder hier ein Süppchen mit Bärlauch. Bei uns war es eine Kreation aus dem Crockpot - eine indisch angehauchte Suppe mit Karotten, roten Linsen und Kokosmilch. Hochgradig praktisch, der Crocky, fiel mir dabei mal wieder auf: Knapp fünf Stunden schmurgelte das Gericht darin unbetreut vor sich hin, während ich meine Eltern vom knapp zwei Stunden entfernten Flughafen abholte. Nach unserer Rückkehr musste ich lediglich ein bisschen Naan-Brot aufbacken und fertig war das Abendessen mit einem Hauch von Subtropen…
Wintereinbruch: Kartoffel-Käse-Suppe
Wintereinbruch nicht nur auf den Straßen, sondern auch in der Küche: Nachdem wir in Westfalen gestern die ersten Schneeflocken des Jahres 2008 gesehen hatten, erschien mir der zunächst geplante Auberginen-Pasta-Auflauf irgendwie unpassend. Stattdessen gab’s zum Mittag eine würzige, warme Kartoffel-Käse-Suppe mit geröstetem irischen Sodabrot vom Vortag. Auch in der Suppe selbst ließen sich Reste verstecken: Etwas trocken gewordene Cheddar- und Gruyere-Abschnitte vom Sonntag sowie drei Stangen Staudensellerie, für die ich sonst keine Verwendung mehr hatte. Hmm, klinge ich gerade sehr sparsam? Bin ich eigentlich nicht - aber wenn ich Lebensmittel so “elegant” nutzen kann statt sie wegzuwerfen, dann tu ich das gerne
Nachlese: Weihnachtsmenü 2007 in Bildern
Nach zwei “schweinischen” Jahren (nur was das Weihnachtsmenü anging!) stand bei uns in diesem Jahr wieder Pute auf dem Tisch - ein stattlicher Vogel von sieben Kilo, gefüllt mit einer würzigen Masse aus Laugenbrezeln, Petersilie, Speck und Zwiebeln. Sehr lecker - aber zum eigentlichen Highlight des Menüs erkläre ich das Dessert. Okay, das tue ich als bekennender Süßschnabel fast immer… Das Mascarponeparfait ist zwar ein untypischer Vertreter seiner Art, weil dafür kein Eigelb cremig geschlagen wird. Dennoch hat es eine perfekte Konsistenz und schmilzt superzart-vanillig auf der würzigen Glühweinsauce.
- Petersilienwurzelcremesuppe mit Lachsrose (Rezept folgt unten)
- Pute mit Semmelknödelfüllung, Rosenkohl, Feldsalat mit Nüssen
- Mascarponeparfait mit Glühweinbirnen (Rezept folgt unten)
Aus dem Crockpot: Lachs-Chowder mit Limetten-Chili-Butter
“Dass du für so viele Leuten kochen willst - warum tust du dir den Stress an?”, möchte meine Ma von mir wissen. “Ist gar kein Stress”, lautet meine Antwort. Auch 16 Personen bekommt man am zweiten Weihnachtstag stressfrei mit einem schönen Weihnachtsmenü sattt, wenn man richtig plant und Gerichte wählt, die sich vorbereiten lassen oder sich weitgehend selbst garen. Letzteres trifft auf diese köstliche Suppe zu, die ganz wenig Aufmerksamkeit benötigt, wenn man sie im Slowcooker zubereitet. Und auch “normal” auf dem Herd macht sie kaum Arbeit: Einfach den Gemüse-Fischfond und die Limetten-Chilibutter am Vortag zubereiten. Sitzen alle Gäste am Tisch, lässt man nur noch den Fisch sanft in der Suppe garziehen und würzt nach. Das nenne ich stressfrei

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