Manchmal glaube ich, ich blogge schon zu lange. Da koche ich eine süß-scharfe Linsensuppe, versuche mir per Google -Suche ein ähnliches Rezept, dass ich schon einmal gegessen habe, ins Gedächtnis zu rufen und lande… wieder in meinem eigenen Blog. Dass ich so ein Süppchen schon mal gekocht hatte, war mir total entfallen – und genauso wenig habe ich den Namen der Bloggerkollegin parat, die dieses “sich selbst total überraschend als Suchergebnis finden”-Phänomen schon mal beschrieben hatte… Sei’s drum – das vegetarische Suppen-Duplikat mit getrockneten Aprikosen und Kreuzkümmel ist ein Musterbeispiel für ein @work-Bürogericht, dass sich von selbst kocht. Nachdem das Anschwitzen von Zwiebel, Knoblauch und Karotte erledigt und das Durchrühren der restlichen Zutaten geschafft ist, sind keine weiteren Arbeitsschritte mehr nötig. Wer Wert auf Optik legt, nimmt in Plastikdöschen Joghurt und gehackte Kräuter (Minze oder glatte Petersilie) zum Garnieren mit. Zum Sattwerden reicht dazu eine Scheibe Brot. Wer zuhause die Luxusversion zubereitet, kann auch gebratene Garnelen auflegen.
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Bei Durchsicht aller Suppenrezepte für das geplante Slowcooker-Suppenbuch (eine unendliche Geschichte
spüre ich derzeit den Lücken nach: Welches Gemüse habe ich denn noch nicht verbraten , ähem, verkocht? Die deutschen Klassiker Kohl und Kartoffeln finden reichlich Verwendung, auch mediterrane Kombinationen aus Tomaten plus X sind mehrfach abgedeckt genau wie Hülsenfrüchte aller Couleur, wortwörtlich. Rote Bohnen, weiße Bohnen, schwarze Bohnen, grüne Bohnen… Auf webweiter Recherche fiel mir im australischen Taste-Portal eine “moroccan sweet potato, carrot and chickpea soup” ins Auge – gut, sowohl Süßkartoffeln als auch Möhren und Kichererbsen habe ich noch nicht oft verwendet. Das Rezept ließ sich sehr gut für den Slowcooker umwandeln, das Ergebnis war ein leckere, orientalisch gewürzte Suppe, die sehr wenig Arbeit machte. Gut dazu schmeckt Knoblauchbrot.
Wer gefüllte Paprikaschoten mag, wird diese Suppe lieben: Der Paprikatopf mit Hack enthält dieselben Zutaten und Geschmacksnoten – Hackfleisch, Paprika, Reis und Tomaten. Die Zubereitung ist extrem unaufwändig, das Ergebnis extrem lecker und dabei fettarm, wenn Sie das ausgebratene Fett weggießen. Bei der angegebenen Flüssigkeitsmenge ergubt sich ein eher dicker Eintopf, wer es gerne supppiger mag, gibt mehr passierte Tomaten und/oder Fleischbrühe hinzu.
Kategorie : für Slowcooker
Was die Erbsensuppe für Benelux und Deutschland ist, ist Borschtsch für Osteuropa. Für den säuerlichen, rustikalen Eintopf gibt es zwischen Polen und der Wolga hunderte von Rezepten und Rote Bete ist darin – anders als landläufig angenommen - kein Muss. Der Ur-Borschtsch war vermutlich sogar grün, weil er Bärenklau (altslawisch bortschewik genannt) enthielt. Mehr dazu wissen Petra Foede von Kaffeeklatsch oder Krusenstern. Ich dagegen weiß nur, dass sich die rote Variante sehr arbeitssparend im Crockpot zubereiten lässt. Die sättigende Wintersuppe gart ganz ohne Aufsicht und schmeckte meinen Eltern (gebürtige Schlesier) hervorragend – ich fand sie etwas intensiv, denn Rote Bete ist nicht so mein Fall… Weiter lesen
Wie schon hier beim Bircher Müesli, erledigte sich auch der Grundsatzartikel über Topinambur von selbst: Die Herdhelden schrieben Wissenwertes dazu, das Lebensmittellexikon, der Gärtnerblog und Wikipedia wissen es eh schon. Blieb mir also nur noch das Kochen des Gemüses, das ich zuvor noch nie gekauft und zubereitet hatte. Letzteres ging superschnell: Knollen schrubben, grob zerteilen – fertig. Genauso wenig Arbeit macht das Kochen, denn ich habe ein Rezept vom Marburger Suppenfest für den Crockpot abgewandelt. Das Ergebnis schmeckte mir ausgesprochen gut – ein feines Süppchen mit leichter nussiger Currynote und dezenter Schärfe.
Die Küchenplanung ist abgeschlossen, der Umbau hat begonnen und wir setzen einen neuen Wohntrend – “rumänischer Landhausstil”, wie Melanie das Campen im Wohnzimmer in diesem Thread so nett umschrieb. In meiner vormaligen Leseecke wich der Schaukelstuhl einem alten Kühlschrank, daneben Toaster, Kaffeemaschine, Mikrowelle, darunter die Abwaschschüssel für schmutziges Geschirr und eine Kiste mit Lebensmitteln. Camper oder Wohnmobilisten wissen mit so einer Minimal-Austattung umzugehen – ich weiß es nicht und krame ständig in den Umzugskisten im Keller nach ausgelagertem Küchengut. Herrjeh – was kocht man eigentlich ohne Küche und wenn weder Herd noch Backofen oder Grill zur Verfügung stehen? Ich habe mir eine Reihe Slowcooker-Rezepte der simplen Art (kein Anbraten, kaum Vorbereitungen, viele Fertigprodukte) für die kommenden zwei Umbauwochen heraus gesucht – kein großes Küchen-Kino, aber wenigstens ne warme Mahlzeit pro Tag…
Bitteschön, Bioproduzenten und Direktvermarkter, so wird es gemacht: Die Fattoria La Vialla verkauft nicht nur Weine, Olivenöl und Feinkost, sondern toskanisches Lebensgefühl. Webseite, Kataloge, selbst die Produktverpackungen vermitteln Atmosphäre und hochwertigen Eindruck weitab von Beliebigkeit oder Fabrikproduktion. Und dann schmecken die Erzeugnisse auch noch großartig – so zum Beispiel das Olivenöl und die Cantuccini, die ich bislang aus dem Sortiment probiert habe. Im neusten Katalog wird Ribollita vorgestellt – ein typisch toskanischer Eintopf aus Bohnen und Kohl, der typischerweise aufgewärmt und über Brot serviert wird. Das schien mir ein typischer Fall für den Crocky zu sein und ich habe mir aus mehreren Rezepten (hier und hier) ein eigenes gebastelt. Schmeckte wirklich lecker, aber mit der Fattoria-Originalversion werde ich sie nicht vergleichen können – man müsste gleich vier Gläser bestellen und das möchte ich dann doch nicht. Lieber ne Flasche Olivenöl mehr
Gulaschsuppe im Sommer? Tja, eigentlich wäre das wohl ein Beitrag für die Reihe antizyklisches Kochen, aber bei 12 Grad Außentemperatur und Nieselregen kann von Sommer keine Rede sein. Leider auch keine davon, die geplante Wanderung um den Halterner Stausee zu unternehmen. Stattdessen gab’s wärmende Gulaschsuppe und ich werde den Nachmitag mit einem guten Buch auf dem Sofa verbringen. Vielleicht sollten wir nachher noch einen leckeren Tee kochen und Waffeln dazu backen…
Die wöchentliche Suppe aus dem Slowcooker ist inzwischen zur (bei den Kindern ungeliebten) Tradition geworden. Ich esse sie jedoch gerne – auch weil ich so mit wenig Aufwand eine warme Gemüsemahlzeit anbiete. Suppen decken den Flüssigkeits- und Mineralstoffbedarf des Körpers. “Schlankmacher” – naja, kalorienarm – sind sie allerdings nur, wenn man die Sahnemenge im Rezept unten stark vermindert. Auf den vorgeschlagenen pikanten Käse würde ich allerdings nicht komplett verzichten – er bringt Pepp. Unsere Suppenkaspare konnte ich leider nicht überzeugen – aber vielleicht beim nächsten Mal!
Nee, ich halte keine Diät (obwohl ich müsste). Nee, ich glaube nicht, dass ein paar Gemüsesorten meine Fettverbrennung so ankurbeln, dass ich essen kann soviel ich möchte und trotzdem abnehme. Nee, ich hätte keine Lust, zwei Wochen lang Kohlsuppe und Obst zu verzehren. Warum ich trotzdem magische Kohlsuppe koche? Nun, es ist meine eigene Art magischer Kohlsuppe: Ein kleines Wunder allein schon daher, dass sie im Familienkreis bei allen (!) gut ankam. Ein bisschen Zauberei ist auch die Kohlrouladen-Geschmacksnote, die so ganz ohne Wickeln und Anbraten zustande kommt. Stattdessen gart der Crockpot das herzhafte Kraut-Hack-Süppchen, Herdplatte und Backofen bleiben kalt – ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei den derzeitigen Tropentemperaturen. Am besten schmeckte mir die Suppe lauwarm und mit zusätzlicher Gemüsebrühe verdünnt (ein Zugeständnis an die Hitze), im Winter würde ich sie “dicker” kochen.
Wer sparen will, muss antizyklisches (Kauf-)Verhalten an den Tag legen: Nicht vor Ferienbeginn tanken, Gartenmöbel im Winter erstehen, den Skianzug im Sommer. Wer seine Familie verärgern will, kocht zudem antizyklisch: Gebackene Auberginen zu Weihnachten und Wintersuppen rechtzeitig zur ersten Hitzewelle des Jahres. Sorry, ihr Lieben – das Pensum für’s geplante Suppenkochbuch muss abgearbeitet werden und im Vorrat fanden sich passenderweise Hackfleisch und Lauch. Also gab’s Lauch-Käse-Suppe, diesmal im Crocky zubereitet. Nachdem ich mich auf ungezählten Parties zwischen 1995 und 2005 daran mehr als satt gegessen habe, schmeckt mir dieser Partysuppen-Klassiker inzwischen wieder ausgesprochen gut. Durch Verwendung von (wenig) Light-Schmelzkäse ist die Suppe auch nicht ganz so fett, aber trotzdem schön würzig und gemüsig. Also vormerken für November





