So schnell können wir das Obst derzeit gar nicht essen, wie es in der Obstschale Fruchtfliegen anzieht. Auslagern in den Kühlschrank ist leider keine Lösung (der ist sowieso pickepacke voll) – also wird gebacken
Aber mit Trauben? Genau wie Erdbeeren hatte ich die bislang immer roh verwendet. Ein Versäumnis, sage ich jetzt: Diese schnell gebackene Tarte ist knusprig-lecker und benötigt wegen der süßen Trauben wenig zusätzlichen Zucker. Kalorienarm macht sie das natürlich nicht, auch wenn ich “nur” Schmand statt der Creme Fraiche im Original von Essenslust verwendet habe.
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Fliegen ist nicht mehr das, was es mal war. In Zeiten von Ryanair & Co. wird so ein Prag-Wochenende, wie es unser Frauen-Stammtisch jetzt unternahm, zwar zum erschwinglichen Vergnügen. Aber dafür “genießen Sie an Bord die Vorzüge freier Sitzplatzwahl” – im Klartext: Auf die Plätze, fertig, los, hineinstürmen und versuchen, einen Platz zu ergattern. Zudem kosten sparsamst belegte Baguettes fünf Euro, das Wasser dazu drei. Gegen Platznot und Wasserpreise lässt sich nix machen, aber dank mitgebrachter Mini-Quiches aus der Tupperdose mussten wir zumindest keine Labberbrötchen kaufen
Die würzigen Happen krümeln kaum und lassen sich prima aus der Hand essen. Die Füllungen waren reine Resteverwertung nach dem Motto “Was gibt der Kühlschrank noch her?” Natürlich lassen sich auch andere Gemüsesorten, Schinken- oder Wurstreste verwenden – und wer weniger Aufwand treiben möchte, bereitet eben nur eine Art Quiche und nicht gleich drei zu.
Für unsere Region – Westfalen – sind Esskastanien eher untypisch. So untypisch, dass ich sie bis vor drei Jahren nie probiert hatte. Damals tauchte auf der Bocholter Herbstkirmes der erste “Maronistand” auf und neugierig habe ich mir ein Tütchen gekauft. BÄÄHHH – sorry, die Großbuchstaben mussten wirklich sein! Muffig, mehlig, angekokelt – die westfälischen Maroniverkäufer hatten vom Maronirösten offensichtlich so wenig Ahnung wie ich bis dahin vom Maroni-Geschmack. Meine zweite Maroni-Kostprobe passierte unfreiwillig in einem Restaurant, in das ich eingeladen worden war. Dort gab es zu geschmorten Entenkeulen (BÄAHH, sorry, ich mag einfach keine Ente!) eine Beilage aus Rosenkohl und Maronen. Nachdem ich schon das Fleisch nicht essen mochte, habe ich mich ans Gemüse gehalten. Was für ein kulinarisches Aha-Erlebnis: Hier schmeckten die Maronen zwar auch etwas mehlig, aber vor allem nussig-süsslich, was hervorragend mit dem herben Rosenkohl harmonierte. Das fand ich so lecker, dass ich daraus eine Tarte gemacht habe.
Jahreszeitenküche hin, saisonale Produkte her: Angesichts eines wirklich zum Wegsterben schlechten Wetters am Totensonntag und einer gerade überstandenen Plätzchenback-Orgie mit wabernden Zimt- und Zuckerdüften im ganzen Haus, war mir gestern kein Stück nach schwerer Winterküche. Mehr nach irgendetwas Leichtem mit Knofel-Tomaten-Aroma… Da leider keine Auberginen mehr da waren, dafür aber eine große Packung Jumbo-Muschelnudeln aufgebraucht werden musste, habe ich die “Stuffed Manicotti Florentine” von Nigella Lawson zubereitet. Das Rezept aus dem Buch Verführung zum Kochen klang verführerisch – Spinat-Ricotta-Füllung, Pasta, Tomatensoße mit Kräutern. Und es schmeckte auch so! Viel Arbeit zwar, das Ganze – aber ich habe gleich die doppelte Menge zubereitet und einen Teil der gefüllten Nudeln auf einem Backblech eingefroren und dann portionsweise ein Tüten verpackt. Wenn mir dann wieder mal nach Sommer ist, setze ich sie einfach in Tomatensoße und überbacke sie nur schnell…
Mit Bistroküche hat Bolli (eine Kölnerin, die in Paris wohnt) ein ungewöhnliches, aber tolles Thema für das monatliche Blogevent im Kochtopf gefunden. Obwohl ich mich im ersten Moment schon gefragt habe: Bistroküche, hmm… Was genau ist das eigentlich? Meine Erfahrungen mit Frankreich beschränken sich nämlich auf drei Tage Paris als Oberstufenschülerin, meine Erfahrung mit original französischem Essen auf Einkäufe in Bäckereien. Das spärliche Taschengeld seinerzeit reichte nicht mal für’s Bistro!
Was also kochen backen zum Blogevent? Glücklicherweise hat Bolli in ihrem Introartikel ausführlich vom Charakter von Bistro und Bistroküche erzählt. Die Kartoffeltarte mit Steinpilzen und Petersilienpesto, die ich so ähnlich in einer Essen & Trinken gesehen hatte, schien mir dazu zu passen – eine nette, eher rustikale Kleinigkeit, bei der sich wunderbar auch übrig gebliebene Salzkartoffeln verwerten lassen. Mir ist sie nur ein wenig flau geraten, also lautet mein Tipp: Den Guss sehr kräftig abschmecken, da die Kartoffeln viel Aroma “schlucken”. Ansonsten: Ein schöner Salat dazu und man hat ein prima Gästeessen.
Sonntags koche ich nicht gern. Weil während der ganzen Woche das Essen superpünktlich auf dem Tisch stehen muss (minutengenau bemessene Mittagspausen
, will ich nicht auch am Wochenende auf die Uhr sehen. Also wird selten gekocht (und wenn, dann mit dem Crockpot), stattdessen ausgiebig gefrühstückt oder eben gebacken. Damit außer der Kuchen- auch die Gemüsequote erfüllt wird, gab’s diesmal eine Tarte mit Auberginen, Zucchini, Paprika und Tomaten. Die machte zwar etwas (Vorbereitungs-)Arbeit, schmeckte aber ausgezeichnet – auch noch kalt.
Es gibt offensichtlich einige wie mich, die es auch bei Kochthemen immer irgendwie schaffen, was gebackenes zu produzieren. Beispiel Blogevent XXVI, für das Robert das Thema Tomaten ausgesucht hat: Genial lecker serviert eine Tomatentarte mit Rucola, Cascabel backt eine Pizza du Boulanger, Frau L. eine Tomaten-Zucchini-Wähe. Und ich? Von mir gibt’s eine Tarte mit ofengetrockenen Tomaten und Ziegenfrischkäse, ein Rezept aus dem amerikanischen Gourmet-Magazin.
Aufmerksam darauf wurde ich vor allem wegen des Maismehl-Teiges und des Begriffs “ofengetrocknete Tomaten” – sowohl Polenta als auch getrocknete Tomaten esse ich furchtbar gerne. Und die Mühe hat sich gelohnt: Schon beim Trocknen verströmen die Kräuter und der Knoblauch einen herrlichen Duft. Ich musste mich beherrschen, nur ein paar Tomatenstücke vom Blech zu naschen, damit genug für die Tarte übrig blieben…
Kategorie : Backen
Nicht mehr taufrisch, aber auch zu schade zum Wegwerfen: Was fängt man mit leicht welkem Rucola noch an? Eigentlich hatte es ihn als Salat am Wochenende geben sollen, aber irgendwie kam es dann nicht zum Grillen und auch nicht zum Salat-Anrichten. Eine Google-Suche nach “Rucola + Ricotta + Blätterteig” (alles Restbestände aus dem Kühlschrank) brachte bei cuisine.at dieses Rezept für eine schnell zubereitete Quiche zum Vorschein. Statt Bergkäse habe ich Emmentaler verwendet – schmeckte auch gut, obwohl Bergkäse vermutlich für viel mehr Aroma sorgt.


Naja, die Bezeichnung Menü ist eine Mogelpackung. Denn Menü im Sinne von “ausgewählt, damit’s gut zueinander passt” war das nicht, was ich meinem Stammtisch gestern serviert habe. Stattdessen hatten sich die sechs Frauen aus meinem 

