Aus dem Crockpot für den Vorrat: Shrimp Marinara

Shrimp Marinara

Wir nennen zwar 3500 Quadratmeter Garten unser Eigen, aber (zu meiner Schande) muss ich gestehen, dass das ein reiner Ziergarten ist. Außer ein paar Kräutern aus einer Ecke ernte ich nichts – aber warum sollte ich auch? Schließlich habe ich eine Mutter, die sich um den Vitaminhaushalt der Familie Sorgen macht, und von Mai bis Oktober den Überschuss aus ihrem Garten vorbei bringt. Im Moment landen kistenweise Tomaten, Falläpfel, Zucchini und Gurken bei mir. Die  Tomaten – eine seltsame, aber sehr wohlschmeckende längliche Sorte – habe ich verwendet, um im Crockpot tolle Tomatensauce zu kochen. Einen Teil habe ich gleich eingefroren, im anderen Teil Shrimps heiß werden lassen – hmm, Shrimp Marinara, eine Köstlichkeit über frischer Pasta.

Weiter lesen

Sonntagsessen: Rinderrouladen mit getrockneten Tomaten

Rouladen mit getrockneten Tomaten

Ich bin kein großer Fan von Fernsehköchen. Auch Tim Mälzer halte ich tatsächlich eher für “Küchenbulle” als für “Küchengott”, aber er hat etwas nett-verschmitztes, wenn er sich (wieder einmal) dabei erwischt, allzu lässig mit Chilischoten umgegangen zu sein: “Ich lerne es nie!”  Chili kommt in diesem Mälzer-Rezept für mediterran gewürzte Rinderrouladen zwar nicht vor, ich fand es allerdings auf andere Art überwürzt: Mit dem vorgeschlagenen Teelöffel Fenchelsamen hätte das Gericht nach der langen Garzeit im Slowcooker vermutlich an Hustensaft erinnert – mit einigen Krümeln Fenchelsamen fand ich die Würze dagegen toll. Die Rouladen werden im Slowcooker butterzart, machen aber eine Menge Arbeit – wer einen großen 6,5-l-Slowcooker sein Eigen nennt, kann gleich die doppelte Menge zubereiten. Apropos Menge:  Wir sind keine ausgesprochenen Fleischesser, daher sechs Portionen – bei anderen Familien reicht es vermutlich nur für vier. Was Slowcooker-Nichtkenner oder -Neulinge vermutlich nicht glauben: Nach zehn Stunden im Crockpot  sind die Tomaten (siehe Foto) noch nicht einmal bis zur Unkenntlichkeit zerkocht! Weiter lesen

Slowcooker @ work: Tamale Pie Casserole

Tamale CasseroleTamales sind typisch mexikanische Pasteten, die ich bei einer Gastfamilie in den USA kennen gelernt habe: Eine Fleisch- oder Gemüsefüllung wird zunächst in Maismehlteig gewickelt, dann in getrocknete Maisblätter gehüllt und anschließend gedämpft. Sehr lecker, aber auch sehr aufwändig! Also verkürzen viele US-KöchInnen kurzerhand das Verfahren und bauen aus den Zutaten eine Art Auflauf aus Hackfleisch mit Maismehlkruste. Und auch der ist sehr lecker – und lässt sich prima im Slowcooker im Büro zubereiten. Außer dem Überstreuen mit Käse braucht er keinerlei “Vervollständigung”, dazu servieren kann man gut Eissalat mit einfachem Essig-Öl-Dressing.

Weiter lesen

Gerätetest: Taugt der Intellichef als Slowcooker?

KartoffeltopfDass man in ihm anbraten, schmoren und backen kann, hatte der Intellichef (hier und hier) ja schon bewiesen. Entscheidend für mich ist aber: Taugt er etwas als Slowcooker? Kann ich ihn sich selbst überlassen, ohne Sorge zu haben, dass etwas bei den voreingestellten Zeiten anbrennt oder dass die gesamte Flüssigkeit verkocht? Bei meinem ersten Versuch kann ich das uneingeschränkt mit “ja” beantworten: Der fleischlose Kartoffeltopf mit getrockneten Tomaten gelang genauso gut wie im “normalen” Crockpot. Die Garstufe des Multigarers scheint dabei in etwa dem MEDIUM meines Slowcookers zu entsprechen. Das werde ich aber nochmals überprüfen – indem ich die Zeitautomatik des Intellichef einsetze, und teste, ob ein Crockygericht wirklich zur vorgegebenen Zeit fertig wird. Weiter lesen

Diät, die erste: Griechische Frittata

FrittataIch habe in meinem ganzen Leben noch nie Diät gehalten. Trotz Koch- und Backleidenschaft reichten üblicherweise ein paar Tage bewussteres Essen, um das Gefühl “Die Hose kneift” loszuwerden  und wieder in Hosengröße 38 bis 40 (je nach Hersteller und aktuellem Wohlfühlgewicht) zu passen. Tscha – mit zunehmendem Alter funktioniert das mit den “paar Tagen bewußtem Essen” leider nicht mehr. Die paar Tage dehnen sich in gefühlte Wochen, aber die Hose passt immer noch nicht wieder – im Gegenteil.  Also halte ich nun doch Diät – naja, ich spare ganz bewusst tagsüber an Kohlehydraten und ab 17 Uhr gibt es nur noch Fisch, mageres Fleisch, Salat und/oder Gemüse. Damit purzeln zwar keine Pfunde, aber ich bekomme keinen Hunger und das Gewicht sinkt langsam, aber stetig.  Weil die Kombi Hühnchen/Fisch/Salat doch irgendwann langweilig wird, habe ich letztens zum Picknick diese mediterran angehauchte Fritatta gemacht – sehr lecker und auch low-carb.

Weiter lesen

Farbenfrohe Gerichte: Pikanter Käsekuchen mit Rucola und Kirschtomaten

Pikanter KäsekuchenMit dem Thema “Farbenfrohe Gerichte” hat Sylvia von Rock the Kitchen ganz offensichtlich den Nerv der Foodblogger-Gemeinde getroffen – und auch meinen! Das passt aber auch wunderbar – Sommer, Sonne (okay, zumindest bis gestern) und das jahreszeitlich großartige Angebot an Beeren, Gemüse und Salaten. Für das Rezept des pikanten Käsekuchens, das ich in einer alten Gugelhupf-Ausgabe gefunden habe, hätte ich gerne außer gelben und roten Kirschtomaten noch dunkle Sorten verwendet, aber leider gab es diesmal keine auf dem Wochenmarkt.  Vielleicht beim nächsten Mal, wenn ich den “Kuchen” wieder backe – er ist noch schneller gemacht als eine Quiche, schmeckt warm,  kalt und sogar aufgewärmt nach ein, zwei Tagen. Mit einem Salat ein perfektes Sommer-Abendessen…

Weiter lesen

Zum Blogevent-Geburtstag: Pesto-Schnecken

Pesto-SchneckenZum sechsten Geburtstag der Blogevents im Kochtopf lautet das Motto “Kochen aus dem Archiv“. Dass viele dafür abgestimmt haben und die Beiträge jetzt trotzdem nur langsam eintrudeln, ist gar nicht so paradox: Wahrscheinlich werden viele (genau wie ich) begeistert die Zusammenfassungen lesen, Dutzende und Aberdutzende von Rezepten auf “nachkochen” legen, irgendwann ausprobieren und vielleicht sogar zum Klassiker erklären. Aber wer weiß nach drei, vier oder fünf Jahren noch, dass Auberginenröllchen, Kürbistarte oder Spargelrisotto ursprünglich von einem Blogevent her stammen? Ich jedenfalls nicht… Ich konnte mich nur dumpf erinnern und musste googeln, um die Pesto-Schnecken zurückzuverfolgen zum Suppenkasper, der sie im Oktober 2009 zum Blogevent Olivenöl gemeldet hatte. Das selbstgemachte rote Pesto ist weltklasse und viel zu schade, um es komplett für das Brot zu verbrauchen – so kommt  nur eine Hälfte auf die Schnecken (der Rest auf Pasta), die anderen Hälfte des Teiges würze ich mit Butter und Zwiebeln wie hier angegeben. Die Schnecken passen wunderbar als Beilage zum Grillen, auch wenn sie (durch die Pestoherstellung) etwas Arbeit machen. Beim Brotpart finde ich übrigens erstaunlich, mit wie wenig Hefe man auskommen kann! Weiter lesen

Zum Grillen: Schrats Schmortomaten & Knoblauchpilze

Antipastiplatte mit SchmortomatenMit seinen Rezepten und Beiträgen belegt Schrat beim Chefkoch Platz 1 der Mitglieder-Rangliste.  Das hat er auch verdient, finde ich – denn anders als andere Titelaspiranten liefert er nicht nur Masse, sondern Klasse. Seine Forumsbeiträge bestehen nicht nur aus “finde ich auch” und seine Rezepte sind durchweg pfiffig und kommen ohne Tüte aus. Auch seine Schmortomaten haben mich nicht enttäuscht: Eigentlich supersimpel, aber hocharomatisch, irgendwie Italien im Miniformat. Die Antipasti-Platte zum Grillen wurde komplettiert von Rikes Knoblauch-Champignons, schon länger ein Sommer-Standard bei uns, und marinierten Zucchini-Scheiben.

Weiter lesen

Koch dich türkisch: Köfte und breite Bohnen in Olivenöl

Köfte und breite BohnenWenn’s heiß ist, kann man mit südlichen Landesküchen nix verkehrt machen:  Die Türken, Griechen, Tunesier, Spanier etc. wissen, was bei 30+ Grad noch schmeckt, gut gewürzte Gemüsegerichte zum Beispiel. Die kommen dann nicht superheiß auf den Tisch, sondern eher lauwarm, wie diese breiten Bohnen in Olivenöl. Der Name ließ reichlich Fett vermuten, aber es waren nur einige Esslöffel. Dazu gab es Reispilaf und Köfte, genau wie die Bohnen aus dem Chefkoch-Rezeptefundus. Den Blog Koch dich türkisch habe ich danach erst entdeckt, finde ihn aber sehr charmant, lesenswert und werde von dort sicherlich auch noch mal etwas nachkochen.

Weiter lesen

Aus dem Crockpot: Tomatensuppe mit Kräuterklößchen

Tomatensuppe mit KräuterklößchenZu spät für das Mozzarella-Manifest der Buntköchin, aber früh genug für einen Aha-Effekt: Soviel Geschmack steckt sogar in Gartentomaten, die nach nicht allzuviel Sonne in den Gefrierschlaf gewandert waren? Das lässt für wirklich frische und reife Tomaten Gewaltiges erwarten ;-) Die Suppe ist extrem unaufwändig zuzubereiten, da die Tomaten nicht gehäutet und die Zwiebelwürfel nicht vorgedünstet werden. Wer rustikaleres, stückiges Aussehen mag, muss sie am Ende nicht einmal pürieren – wer Kinder wie meine hat, hält allerdings den Stabmixer hinein und streicht die Suppe am Ende noch durch ein Sieb. So ist sie ganz samtig-glatt. Die Mozzarella-Kräuter-Kügelchen sind sowohl farblich als auch geschmacklich und temperaturmäßig ein wunderbarer Kontrast.

Weiter lesen