Beiträge mit ‘Weihnachten’
Osterrezept zu Weihnachten: Lachsterrine mit Ei
Boodschappen (auf deutsch Einkaufen) ist das Kundenmagazin meines Lieblingssupermarktes Jumbo im benachbarten Winterswijk. Meine Niederländisch-Kenntnisse sind zwar nur so lala, aber für’s Übersetzen von Rezepten reichen sie, vor allem wenn “iets lekkere fotos” meinen Appetit angeregt haben. Die Lachsterrine mit Ei stammt zwar aus der Osterausgabe, aber auch als weihnachtliche Vorspeise fand ich sie sehr gut - und toll ist sie sicherlich beim Brunch. Weil die Lachs-Auskleidung der Kastenform immer wieder in sich zusammen sackte, habe ich kurzerhand nur einige Scheiben auf den Boden gelegt und den restlichen Räucherfisch in Würfelchen in die Masse gegeben. Das sah vielleicht nicht ganz so schon aus wie auf der Webseite, aber ersparte mir frustiges Gefriemel.
Nachlese: Das Weihnachtsmenü 2009 in Bildern
Was ich mir (spätestens!) nächstes Jahr zu Weihnachten wünsche, weiß ich jetzt schon: Einen neuen Backofen. Meiner backt in letzter Zeit bei Heißluft irgendwie ungleichmäßig (oben viel stärker als unten) und dass er keine kostanten 80 Grad Ober- und Unterhitze hält, habe ich gemerkt, als ich heute mittag das “falsche Filet” vom Rind anschnitt: Baaah, nicht gar - und das trotz sechs Stunden im Ofen. Dabei hatte ich sonst immer beste Erfahrungen mit Niedertemperatur gemacht… Lediglich mein Vater erklärte das arg rötliche Fleisch kurzerhand zum Steak und aß es mit großem Apptit - wir anderen 13 mutierten zu Kurzzeit-Vegetariern und hielten uns an Feldsalat, Spargelgratin, Pilzrahm und Herzoginkartoffeln. Glücklicherweise waren Vorspeise und Dessert vollkommen gelungen!
Gefährlich für Finger & Linie: Lebkuchen Creme Caramel und Gewürzorangen
Anders als Jutta habe ich irgendwie Respekt vor Creme Brulee beziehungsweise vor der Zuckerkruste obenauf*. Einen Bunsenbrenner besitze ich nicht und an den Schlangen des Ofengrills habe ich mir vor Urzeiten mal entsetzlich die Finger verbrannt. Quasi aus Arbeitsschutzgründen wurde also die Lebkuchen Creme Brulee mit Gewürzorangen von Johann Lafer (Originalrezept leider nicht mehr online, abgewandelt hier) zu einer Lebkuchen Creme Caramel mit Gewürzorangen - und ich geriet damit vom Regen in die Traufe: Bei meinem ungeschickten Versuch einen angeklebten Zuckerklumpen vom Rand des Topfes zu lösen, spritzte mir heißer Karamel über zwei Finger und ich verbrachte den gestrigen Sonntag mit einem Kühlakku in der Hand. Das Dessert war allerdings so gut, dass es die Schmerzen fast wert war - vor allem die Gewürzorangen sind herrlich und passen bestimmt auch zu allen möglichen Parfaits, Mousses oder zu Eis.
Plätzchenteller 2009: Warum Bewährtes ändern?
Dass Variationen des Plätzchentellers in meiner Familie nicht groß gefragt sind, hatte ich hier bereits beklagt. Insofern steht auch die Weihnachtsbäckerei anno 2009 unter dem Motto “Warum Bewährtes ändern?”. Zu sehen sind im Uhrzeigersinn von unten: Husarenkrapfen gefüllt mit Holundergelee, Cream Cheese Christmas Cookies, Marzipantaler, Mohnkekse, Muskatzonen mit Schokoguss und Zimtsterne a la Demel. Auch Schnuppensuppe hat uns ihren Plätzchenteller schon gezeigt und dieser Thread beim Chefkoch erhält sehr schöne Fotolinks - falls jemand noch Inspiration braucht ![]()
Die Plätzchensaison 09 ist eröffnet: Mohn-Kekse
Genau wie die Kaltmamsell und Ulrike kaufe ich nur eine Brigitte pro Jahr - die mit dem Sonderheft Plätzchen Anfang November. In diesem Jahr hat es mich allerdings etwas enttäuscht: Lakritz- und Balsamicoaromen in Gebäck reizen mich nicht wirklich, getrocknete Frucht- bzw. Krokantmassen oder Brownies betrachte ich nicht als Plätzchen. Allein die Minz-Schoko-Tannen werde ich vielleicht noch versuchen - nach den Pleiten hier und hier muss doch Kombi doch irgendwann mal schmecken! Sonderheft 09 wird also vermutlich im Papierkorb landen, dagegen hat Ausgabe 05 einen Ehrenplatz im Regal: Hier gab es tolle Grundrezepte für Mürbe-, Rührteig und Baiser mit zahlreichen Variationen, unter anderem von Peggy Porschen und Annemarie Sackmann. Letztere lieferte ein Rezept für hübsche Mohnkekse, die ich in diesem Jahr ausprobiert habe - hmm, sehr lecker, sehr aromatisch und gar nicht so süß. Und vor allem ohne fertige Mohnback-Pampe… Weiter lesen »
Nachlese: Weihnachtsmenü 2008 in Bildern
Ein Weihnachtsmenü für unsere Familie zusammenzustellen, erfordert weit mehr Diplomatie und Langmut als Kochkunst. Bitte nichts exotisches, halbgar gebratenes, krustentieriges, prominent käsiges oder bitteres. Bitte Saucen und Dressings immer separat (einer von uns isst nur trocken), bitte keinerlei Alkohol im Essen (einer von uns ist trocken). Ich bemühe mich, die Einschränkungen als Herausforderung zu sehen und habe nach ausgiebigem Stöbern vor allem auf der Essen&Trinken-Webseite folgende Zusammenstellung gewählt:
- Wintersalate mit Kartoffeldressing und Lachsbonbons
- Putenbrust mit Steinpilzfüllung, Speckbohnen, Möhren mit Ahornsirup und Prinzessinkartoffeln
- Orangen-Panna-Cotta mit Mango-Minzsalat
Ein Hoch auf das Rollenkeks-Prinzip: Schmandtaler
Mit zunehmendem Alter stelle ich bei mir einen immer größeren Unwillen gegenüber filigranen Fummelarbeiten (so eine Torte wie Jutta würde ich NIE in Angriff nehmen!) fest. Leider geht damit kein Rückgang des Kekshungers einher. Nee, leckere Plätzchen essen mag ich schon - aber je kleiner (und damit hübscher) die Ausstechkekse, je ausgefeilter die Verzierung, je dekorativer der Zuckerguss, desto mehr sehe ich gegen die Herstellung an. Bemalte Lebkuchenfiguren gibt’s also schon eine ganze Weile nicht mehr. Stattdessen habe ich das Rollenkeks-Prinzip für mich entdeckt: Teig formen, in Nüssen/Zucker/Krokant rollen, in Scheibchen schneiden, mit Kirsche/Nuss/Gebäckschmuck belegen. Mit dem Backen ist die Arbeit erledigt und ich muss die Dinger nur noch einmal in die Hand nehmen - wenn ich sie mir in den Mund stecke
Alles in allem: Wenig Aufwand für ansehnliche, durch den Schmand leicht säuerlich und frisch schmeckende Plätzchen! Weiter lesen »
Noch’n Dessert: Marzipan-Mousse auf Punschkirschen
Ich hab’s schon wieder getan - ein Dessert zubereitet, das in seiner Reichhaltigkeit selbst den vorhergehenden Entenbraten meiner Ma in den Schatten stellte. Aber nachdem mich Kulinaria Katastrophalia jüngst tröstete, dass es “erst ab zwei Litern Sahne kritisch wird” und Jutta daran erinnerte, “dass es unmöglich ist, von so etwas Klitzekleinem wie einer Kalorie zuzunehmen”, habe ich mich gegen Obstsalat entschieden und stattdessen die verlockend klingende Marzipan-Mousse auf Punschkirschen zubereitet. Obwohl ich selbst kein Mega-Marzipan-Fan bin, fand ich den Nachtisch überzeugend: Nicht widerlich süß, schöne Marzipannote, cremige Konsistenz und leckere Kirschsauce mit feinen Gewürzanklängen. Weil ein Abstinenzler mit am Tisch saß, habe ich auf Alkohol verzichtet - kann mir aber gut vorstellen, dass Amaretto in der Mousse und Rum in der Sauce hervorragend schmecken.
Die Entdeckung der Plätzchensaison 2008: Erdnuss-Honig-Taler
Warum Bewährtes ändern? Was den Plätzchenteller angeht, so besteht für mich keine Notwendigkeit, besondere Kreativität an den Tag zu legen. Sohnemann möchte Husarenkrapfen, Töchterchen Muskatzonen, der Ehemann Nuss-Schoko-Plätzchen und ich esse gern Zimtsterne. Und weil fast jeder nur zu seinen Favoriten greift, sind Plätzchen-Premieren selten von Erfolg gekrönt - sei es, weil das Rezept tatsächlich nicht schmeckt (siehe hier) oder schlicht den Aufwand nicht wert ist. In den erlauchten Kreis der Keks-Klassiker dürften jedoch die Erdnuss-Honig-Taler aufsteigen, deren Grundidee ich von der Oetker-Webseite habe. Das Ausstechen verschiedener Formen, das Zusammenkleben, Bestreichen und Verzieren war mir allerdings zuviel Arbeit - ich habe das Rollenkeks-System angewendet. Die Familie war sich einig: Die Dinger schmecken gut, “Peanutbutter-Cookie meets Christmas”.
Schnelles Backen: Stollen-Konfekt mit Cranberries
Der kleine Stollenhunger zwischendurch lässt sich mit Selbstgebackenem nur schwer bekämpfen. Schließlich soll ein Stollen nach dem Backen gut gebuttert, gezuckert und verpackt noch einige Wochen liegen. Auch meine Stollen, erstmals nach Bäcker Süpkes Grundrezept zubereitet, sind demzufolge tabu für die Kaffeepause am Nachmittag. Als Notlösung habe ich gestern nach einem Rezept von der Brigitte-Webseite leckeres, gar nicht trockenes Stollenkonfekt aus Quarkteig gebacken. Statt Rosinen kamen bei mir getrocknete Cranberries in den Teig - erstens liebe ich Cranberries, zweitens verschickt gerade eine Werbeagentur im Auftrag von Ocean Spray Cranberry-Probierpakete an Blogger (noch jemand da draußen, der’s gekriegt hat?). Nette Geste, grins, aber mich muss nun wirklich niemand mehr vom Wohlgeschmack von Cranberries überzeugen, siehe hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier… . Weiter lesen »

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