Aus Budgetgründen sind bei meiner neuen Küche einige Extras dem Rotstift zum Opfer gefallen – die Granit-Arbeitsplatte und der Induktionsherd zum Beispiel. Nicht verzichten wollte ich auf den XL-Kühlschrank und auf einen Herd mit Pyrolyse – denn gar wundertätige Dinge hatten mir Bekannte davon berichtet und gar schröcklich finde ich das Putzen des Garraumes. Gestern habe ich die Funktion nun zum ersten Mal getestet, nachdem ich den Ofen mit einem auf Wintergemüse gerösteten Brathuhn ordentlich versudelt hatte. Was soll ich sagen? Fantastisch! Alle Spritzer, Flecken restlos verschwunden, nicht mal Asche zum Auswischen blieb übrig. Ach ja – das Huhn selbst war lecker-saftig und lohnt die Zubereitung bestimmt auch, wenn man den Ofen hinterher von Hand säubern muss…
Mein vorletzter Versuch des Waffelbackens (ein Rührteig mit Joghurt) war gleichzeitig der Todesstoß für mein uraltes Waffeleisen. Der Teig klebte trotz großzügigen Einölens derart an der Backfläche, dass sämtliche Reinigungsversuche scheiterten und ich das Erbstück meiner Schwiegermutter dem Müll übereignete. Die Premiere des neuen Waffeleisens feierte ich mit einem ebenso neuen Rezept – Cornmeal Yeast Waffles, also Hefewaffeln mit Maismehl. Die waren wenig süß, sehr sättigend, eigentlich ganz okay – aber keinesfalls eine Offenbarung. Auch sonst hatte ich mit meinen Waffelrezepten häufiger Pech als Glück – deswegen frage ich jetzt um Hilfe: Wer hat das ultimative Waffelrezept (oder den Link dazu) für mich? Süß und vanillig sollen sie sein, eher dick, außen knusprig, innen fluffig. Dankeschön im Voraus
Nicht dass das angedachte “52 Wochen – 52 Suppen”-Crockpotbuch schon in irgendeine konkrete Phase getreten wäre, aber *eigentlich* habe ich die Hälfte des Materials schon beisammen. Diese milde Cremesuppe ist Nummer 31 meiner privaten Suppensammlung – und gleichzeitig ein Musterbeispiel für’s Suppenkochen im Crockpot. Die Zutaten werden einfach in den Topf gegeben, garen schonend in (bevorzugt selbst gekochtem) Gemüsefond) und werden zuguterletzt schön glatt püriert. Verfeinert mit etwas Milch oder Sahne, serviert mit knusprig-würzigen Roqueforttoasts macht das delikate Selleriesüppchen echt etwas her und lässt nicht im mindesten erahnen, wie wenig Mühe das Kochen bereitet hat. Obwohl ich sonst kein Knollensellerie-Fan bin und um Staudensellerie sogar einen weiten Bogen schlage, hat mich diese Suppe überzeugt.
Wenn ich viele Gäste am Tisch sitzen habe, greife ich als Dessert gerne auf Custard- oder Flanrezepte zurück. Die lassen sich am Tag vorher zubereiten und machen optisch richtig etwas her, wenn man sie mit Fruchtsauce, frischem Obst oder einigen Gebäckstäbchen aufpeppt. Eine neue, eher winterliche Version der gestockten Sahne-Masse habe ich vergangene Woche zum Amerika-Abend ausprobiert: Coffee Custards, ein Rezept von der Martha Stewart-Webseite. Sehr lecker und vor allem eine herrlich-cremige Textur. Gibt’s bestimmt noch einmal! Weiter lesen
“Schmeckt auch, wenn man eigentlich gar keinen Sellerie mag” – dieser Kommentar zum Sellerieschnitzel-Rezept beim Chefkoch gab den Ausschlag. Denn eigentlich mag ich nicht so gerne Sellerie, schon gar nicht, wenn er dominant daher kommt – zum Beispiel als Staudensellerie-Gemüsestick oder im Waldorfsalat. Sellerie subtil in Form dieser Gemüseschnitzel dagegen wird’s jetzt wohl öfter geben. Die appetitlichen Dinger mit leichter Parmesannote sind schnell gemacht, der kühle Kräuter-Knobi-Dipp passt prima dazu – ein nettes Mittagessen ohne Fleisch oder ein leckerer warmer Happen zum Abendessen.
Kategorie : Kochen
Wintereinbruch nicht nur auf den Straßen, sondern auch in der Küche: Nachdem wir in Westfalen gestern die ersten Schneeflocken des Jahres 2008 gesehen hatten, erschien mir der zunächst geplante Auberginen-Pasta-Auflauf irgendwie unpassend. Stattdessen gab’s zum Mittag eine würzige, warme Kartoffel-Käse-Suppe mit geröstetem irischen Sodabrot vom Vortag. Auch in der Suppe selbst ließen sich Reste verstecken: Etwas trocken gewordene Cheddar- und Gruyere-Abschnitte vom Sonntag sowie drei Stangen Staudensellerie, für die ich sonst keine Verwendung mehr hatte. Hmm, klinge ich gerade sehr sparsam? Bin ich eigentlich nicht – aber wenn ich Lebensmittel so “elegant” nutzen kann statt sie wegzuwerfen, dann tu ich das gerne
Für unsere Region – Westfalen – sind Esskastanien eher untypisch. So untypisch, dass ich sie bis vor drei Jahren nie probiert hatte. Damals tauchte auf der Bocholter Herbstkirmes der erste “Maronistand” auf und neugierig habe ich mir ein Tütchen gekauft. BÄÄHHH – sorry, die Großbuchstaben mussten wirklich sein! Muffig, mehlig, angekokelt – die westfälischen Maroniverkäufer hatten vom Maronirösten offensichtlich so wenig Ahnung wie ich bis dahin vom Maroni-Geschmack. Meine zweite Maroni-Kostprobe passierte unfreiwillig in einem Restaurant, in das ich eingeladen worden war. Dort gab es zu geschmorten Entenkeulen (BÄAHH, sorry, ich mag einfach keine Ente!) eine Beilage aus Rosenkohl und Maronen. Nachdem ich schon das Fleisch nicht essen mochte, habe ich mich ans Gemüse gehalten. Was für ein kulinarisches Aha-Erlebnis: Hier schmeckten die Maronen zwar auch etwas mehlig, aber vor allem nussig-süsslich, was hervorragend mit dem herben Rosenkohl harmonierte. Das fand ich so lecker, dass ich daraus eine Tarte gemacht habe.
Kategorie : für Slowcooker
Gestern habe ich mich noch gefragt, ob ich alt werde – heute weiss ich es. Nach Rouladen und Nussecken nun ein Grünkohl-Rezept? Meine Experimentierlust scheint sich derzeit verflüchtigt zu haben. Macht nix – der deftige Grünkohleintopf passt heute eh besser zum Dauerregen als ein raffiniertes Rosmarinhuhn a la Nigella Lawson, das ich ursprünglich in den Ofen schieben wollte.




