Resteverwertung: Orangencreme mit Orangen-Karamel-Sauce

Orangencreme

Für welches Rezept sie ursprünglich brauchte,  weiß ich nicht einmal mehr – nur dass ich an dem 2-kg-Netz ungespritzter “Valencia Late”-Orangen irgendwie nicht vorbei gekommen war. Und da lagen sie nun im Obstkorb, die übrig gebliebenen sechs Früchte, zu schade zum schnöden Auspressen. Als Resteverwertung deluxe habe ich sie zu einer fluffig-cremigen Orangencreme mit Schmand verarbeitet. Zur milden Creme passt hervorragend die leicht herbe Sauce – wer wenig Zeit (oder weniger Orangen) hat, kann das Dessert natürlich auch pur  servieren und es vieleicht mit einigen Schokospänen oder einem Minzeblatt garnieren. Weiter lesen

Weihnachtsmenü 2012: Vorbereitung ist alles

Weihnachtsmenü 2012“Dass du dir das immer antust”, schüttelt meine Mutter den Kopf.  Ich finde, ich tue mir gar nichts an, wenn ich zu Weihnachten für meine (erweiterte) Familie mit 12 bis 14 Personen ein Festmenü koche. Im Gegenteil, ich finde, ich tue mir etwas Gutes: Ich kann wochenlang in Rezepten stöbern, um für jeden der Mitesser mit seinen spezifischen Vorlieben/Abneigungen (und davon gibt es viele!)  etwas zu finden. Ich kann planen, berechnen, einkaufen, nach Herzenslust vorbereiten, darf mich loben lassen und muss – ganz wichtig – hinterher nicht spülen und aufräumen, denn dafür finden sich immer Helfer. Das eigentliche Zubereiten/Kochen strecke ich über einige Tage, immer mal wieder ein bisschen – wenn sich so vieles vorbereiten lässt, wird der eigentliche Festtag ganz stressfrei. Weiter lesen

Noch’n Dessert: Christstollen-Parfait mit Glühwein-Kirschen

Stollenparfait

Nachtisch geht immer. Auch nach Gruß aus der Küche, Hochzeitssüppchen und Zander auf Gemüse kann ich nicht widerstehen, wenn mir jemand eine Dessertkarte unter die Nase hält – vor allem, wenn da noch “winterliche Dessertvariationen” drauf stehen. Mein Magen hat diese Entscheidung zwar später bereut, meine Zunge aber nicht: Was die Köchin vom Cafe Kamps da auftischte, war sehr lecker – Zimt-Schokomousse, Herrencreme und ein wahrhaft göttliches Christstollenparfait mit Glühweinkirschen. Letzteres ist meine Empfehlung fürs Weihnachtsmenü – bei uns kann ich das leider nicht servieren, da wir einen Abstinenzler am Tisch haben. Weiter lesen

Winter-Dessert: Joghurt-Mousse mit Bratapfel-Kompott

Honigmousse

Irgendwie ist es immer dasselbe: Wenn ich eine Speisenfolge plane, fällt mir als erstes das Dessert ein, danach die Hauptspeise und für die Vorspeise oder den Fischgang muss ich üblicherweise 15 Kochbücher wälzen und ähnlich viele Foodblogs besuchen, bis ich das Passende habe. Das anstehende Weihnachtsmenü (wie hier zu lesen eine ziemliche Herausforderung) bildet keine Ausnahme. Rinderfilet Wellington soll es geben und  das Dessert wird diese luftig-cremige Mousse mit aromatischem Apfelkompott. Bleibt noch die Suche nach der Vorspeise… Hat jemand einen Vorschlag? Aber wie gesagt: Keine Krustentiere oder Innereien, nichts blutiges, nichts prominent käsiges, kein Alkohol und Saucen nur separat servieren ;-) Weiter lesen

Pyrolyse-Prüfung: Hähnchen auf Wurzelgemüse

Brathuhn mit WurzelgemüseAus Budgetgründen sind bei meiner neuen Küche einige Extras dem Rotstift zum Opfer gefallen – die Granit-Arbeitsplatte und der Induktionsherd zum Beispiel. Nicht verzichten wollte ich auf den XL-Kühlschrank und auf einen Herd mit Pyrolyse – denn gar wundertätige Dinge hatten mir Bekannte davon berichtet und gar schröcklich finde ich das Putzen des  Garraumes. Gestern habe ich die Funktion nun zum ersten Mal getestet, nachdem ich den Ofen mit einem auf Wintergemüse gerösteten Brathuhn ordentlich versudelt hatte. Was soll ich sagen? Fantastisch! Alle Spritzer, Flecken restlos verschwunden, nicht mal Asche zum Auswischen blieb übrig. Ach ja – das Huhn selbst war lecker-saftig und lohnt die Zubereitung bestimmt  auch, wenn man den Ofen hinterher von Hand säubern muss…

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Wer hilft? Ultimatives Waffelrezept gesucht

HefewaffelMein vorletzter Versuch des Waffelbackens (ein Rührteig mit Joghurt) war gleichzeitig der Todesstoß für mein uraltes Waffeleisen. Der Teig klebte trotz großzügigen Einölens derart an der Backfläche, dass sämtliche Reinigungsversuche scheiterten und ich das Erbstück meiner Schwiegermutter dem Müll übereignete. Die Premiere des neuen Waffeleisens feierte ich mit einem ebenso neuen Rezept – Cornmeal Yeast Waffles, also Hefewaffeln mit Maismehl. Die waren wenig süß, sehr sättigend, eigentlich ganz okay – aber keinesfalls eine Offenbarung. Auch sonst hatte ich mit meinen Waffelrezepten häufiger Pech als Glück – deswegen frage ich jetzt um Hilfe: Wer hat das ultimative Waffelrezept (oder den Link dazu) für mich? Süß und vanillig sollen sie sein, eher dick, außen knusprig, innen fluffig. Dankeschön im Voraus :-)

Aus dem Crockpot: Sellerie-Cremesuppe mit Käsetoasts

Sellerie-CremesuppeNicht dass das angedachte “52 Wochen – 52 Suppen”-Crockpotbuch schon in irgendeine konkrete Phase getreten wäre, aber *eigentlich* habe ich die Hälfte des Materials schon beisammen. Diese milde Cremesuppe ist Nummer 31 meiner privaten Suppensammlung – und gleichzeitig ein Musterbeispiel für’s Suppenkochen im Crockpot. Die Zutaten werden einfach in den Topf gegeben, garen schonend in (bevorzugt selbst gekochtem) Gemüsefond) und werden zuguterletzt schön glatt püriert. Verfeinert mit etwas Milch oder Sahne, serviert mit knusprig-würzigen Roqueforttoasts macht das delikate Selleriesüppchen echt etwas her und lässt nicht im mindesten erahnen, wie wenig Mühe das Kochen bereitet hat. Obwohl ich sonst kein Knollensellerie-Fan bin und um Staudensellerie sogar einen weiten Bogen schlage, hat mich diese Suppe überzeugt.

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Hmmm: Coffee Custard – Mokka-Flan

Coffee CustardWenn ich viele Gäste am Tisch sitzen habe, greife ich als Dessert gerne auf Custard- oder Flanrezepte zurück. Die lassen sich am Tag vorher zubereiten und machen optisch richtig etwas her, wenn man sie mit Fruchtsauce, frischem Obst oder einigen Gebäckstäbchen aufpeppt. Eine neue, eher winterliche Version der gestockten Sahne-Masse habe ich vergangene Woche zum Amerika-Abend ausprobiert: Coffee Custards, ein Rezept von der Martha Stewart-Webseite. Sehr lecker und vor allem eine herrlich-cremige Textur. Gibt’s bestimmt noch einmal! Weiter lesen

Gartenkochevent Januar: Sellerieschnitzel mit Dip

Sellerieschnitzel“Schmeckt auch, wenn man eigentlich gar keinen Sellerie mag” – dieser Kommentar zum Sellerieschnitzel-Rezept beim Chefkoch gab den Ausschlag. Denn eigentlich mag ich nicht so gerne Sellerie, schon gar nicht, wenn er dominant daher kommt – zum Beispiel als Staudensellerie-Gemüsestick oder im Waldorfsalat.  Sellerie subtil in Form dieser Gemüseschnitzel dagegen wird’s jetzt wohl öfter geben. Die appetitlichen Dinger mit leichter Parmesannote sind schnell gemacht, der kühle Kräuter-Knobi-Dipp passt prima dazu – ein nettes Mittagessen ohne Fleisch oder ein leckerer warmer Happen zum Abendessen.

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Wintereinbruch: Kartoffel-Käse-Suppe

potcheese_kl.jpgWintereinbruch nicht nur auf den Straßen, sondern auch in der Küche: Nachdem wir in Westfalen gestern die ersten Schneeflocken des Jahres 2008 gesehen hatten, erschien mir der zunächst geplante Auberginen-Pasta-Auflauf irgendwie unpassend. Stattdessen gab’s zum Mittag eine würzige, warme Kartoffel-Käse-Suppe mit geröstetem irischen Sodabrot vom Vortag. Auch in der Suppe selbst ließen sich Reste verstecken: Etwas trocken gewordene Cheddar- und Gruyere-Abschnitte vom Sonntag sowie drei Stangen Staudensellerie, für die ich sonst keine Verwendung mehr hatte. Hmm, klinge ich gerade sehr sparsam? Bin ich eigentlich nicht – aber wenn ich Lebensmittel so “elegant” nutzen kann statt sie wegzuwerfen, dann tu ich das gerne :-)

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