Aus dem Slowcooker: Gebrannte Mandeln

gebrannte mandeln aus dem Slowcooker

Dieses Rezept hat mich Nerven gekostet. Und meine Tochter und mich gefühlte zwei Kilo zusätzlich auf den Hüften. Denn dreimal habe ich es zubereitet, bis es halbwegs ordentlich wurde – und die ersten beiden Versuchsreihen habe ich ja nicht weggeworfen. Also stand da ein knappes Kilo zimtwürziger Mandeln im Weckglas herum, nicht superknusprig, aber trotzdem eigentlich ganz lecker.  Also griff man (äh, Mutter und Tochter, Mann mag keine Mandeln) da regelmäßig hinein und naschte wieder ein paar Stück. Und nochmal. Und nochmal… Die letzte Charge war dann die, mit der ich zufrieden war, muss aber trotzdem sagen: In der Pfanne oder im Backofen werden gebrannte Mandeln besser, weil etwas knuspriger und vor allem gleichmäßiger geröstet. Also wieder ein „Kann, aber muss nicht“-Slowcooker-Rezept für Hardcore-Langsamköchinnen 😉 Oder für jemanden, der jetzt noch ein hübsches „Geschenk aus der Küche“ braucht! Weiter lesen

Zimtschnecken, die 17te: Buttermilch-Orangen-Hörnchen

Buttermilch-Zimthörnchen

Sobald irgendwo „Zimt“ dran steht oder drin ist, bin ich dabei. Wenn dann noch Orange ins Spiel kommt, ist kein Halten mehr. Also musste ich Sugarprincess‘ Buttermilchhörnchen mit Orangenblütenzucker und Zimt unbedingt nachbacken, als ich sie auf ihrem zuckersüßen Blog entdeckte. Gut, das ist dann die xte Zimtschneckenvariation auf diesem Blog (siehe hier und hier und hier), aber was macht das schon??? Orangenblütenzucker hatte ich zwar keinen im Vorrat, dafür aber Orangenmarmelade, die schon lange geöffnet im Kühlschrank stand. Damit habe ich die Hörnchen dann gefüllt.

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Nachgebacken: Gemogelte Zucker-Zimt-Croissants

Zucker-Zimt-Hörnchen

Einen Designpreis würde Slava mit ihrem Blog nicht gewinnen (vermutlich will sie das auch gar nicht 🙂 – keine Etagere, kein handbeschriftetes Schildchen, keine pastellfarbene Tischdeko oder gar Glamour-Glow-Fotofilter in Sicht. Dafür aber funktionieren ihre (Back-) Rezepte geradezu idiotensicher, zum Beispiel die verblüffend schnellen Pudding-Hefe-Hörnchen, die auch ohne lange Gehzeit fluffig und locker werden (hier Slavas Original, hier meine Version). Auch bei den Zucker-Zimt-Croissant-Hörnchen verwendet Slava wieder den Knetteig mit Hefe UND Backpulver und auch hier wieder lässt er sich perfekt verarbeiten, klebt nicht und geht auch ohne langes Gehen wunderbar auf. Das entzückt weniger Backerfahrene (ne, Steffie, eben mal schnell nen Hefeteig machen, oder?) und selbst ich als Backerfahrene freue mich, wie schnell und unkompliziert man die Teilchen zum Nachmittagskaffee fertig hat. Dafür nimmt man bei der Bloglektüre sogar Rechtschreibfehler und eigenwillige Grammatik in Kauf 🙂 Weiter lesen

Pleiten, Pech und Pannen: Donna Hays Christmas Wreath

donnahay1Wer kann so einem Magazintitel schon widerstehen? Hefeteig, saftig-rote Marmelade, eine rote Schleife, siehe unten… Mich jedenfalls überfiel ein sofortiger Nachbackreiz, als mir meine Freundin Isa das Weihnachtssonderheft der englischen „Living etc“ überreichte, auf dem Cover besagter „Christmas Wreath“ von Starköchin Donna Hay. Das Ergebnis erfüllte die Erwartungen leider überhaupt nicht, weder geschmacklich noch optisch. 1) passte die Ratio Marmelade:Teig nicht, so quoll das klebrige Zeug überall heraus.  2) war die Backzeit viel zu gering bemessen, so dass trotz von mir zugegebenen zehn Minuten der Kranz eher klitschig wirkte. Und 3) fand ich die Kombination Himbeermarmelade-Hefeteig zwar okay, aber geschmackliche Offenbarung geht anders.

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Sommers wie winters: Skandinavische Fruchtsuppe

Skandinavische Fruchtsuppe aus dem Slowcooker

Keine Lust zu kochen bei dieser Hitze? Keinen Appetit auf deftige, warme Speisen? Also keine Wetterlage für den Slowcooker? Doch. Diese skandinadische Crockpot-Fruchtsuppe mit Trockenobst und Beeren schmeckt säuerlich-süß-würzig. Im Winter essen wir sie warm mit Spekulatiusbröseln obenauf, im Sommer eisgekühlt mit einem Klecks saurer Sahne. Vanilleeis geht natürlich auch! Übrigens, so finde ich, hat Slowcooker-Kochen auch im Sommer große Vorteile: Obwohl der Topf stundenlang vor sich hinschmurgelt, heizt er die Küche nicht auf – ganz anders als ein Backofen. Zudem müssen Sie beim Kochen nicht dabei stehen bleiben – gehen Sie doch einfach in den Garten, legen Sie sich auf die Freibadwiese oder trinken Sie im Schatten eine Limonade 🙂 Ihr Essen wird trotzdem fertig… Weiter lesen

Aus dem Slowcooker: Zimtschnecken-Dampfnudeln

Eigentlich bemühe ich mich gerade, einen Low-Carb-Essensplan einzuhalten. Eigentlich klappt das auch. Eigentlich wollte ich daher diese unglaublichen Zimtschnecken-Dampfnudeln von Annik Wecker, die Kochfreak Petra für den Thermomix umgemodelt hat, in den Ordner „vormerken für 2013“ legen. Nun, ganze drei Tage später bin ich schwach geworden, denn hallo? Zimtschnecken sind göttlich, Dampfnudeln sowieso – wie muss dann erst die Kombination aus beidem schmecken? Ich sage es euch – sündhaft-gut, so wie es nur leere Kohlenhydrate können. Was war das herrlich, nach Wochen der Süß-Abstinenz und ungezählter Teller voller Gemüse, Salat und Fisch mal wieder so einen pappsatt machenden Mehlspeis-Klumpen im Magen zu spüren.  Von der Erinnerung daran zehre ich jetzt noch, wo ich längst wieder Salat und Gemüse esse… Weiter lesen

Sonntagsfrühstück: French Toast

Zimt-Wirbel-BrotDass ich eine Anhängerin amerikanischer Esskultur bin (jawoll, die gibt es!) habe ich schon oft erzählt. Vor allem bin ich eine Anhängerin des amerikanischen Frühstücks, von fluffigen Pfannkuchen, zimtigen Hefeschnecken, käsigen Stratas, Eiergerichten und Speck. Oder von French Toast, der US-Version des armen Ritters und das allererste US-Gericht, dass ich damals nach Rückkehr von meinem US-Stipendium für meine Familie zubereitet habe. Supereinfach und superlecker: Weißbrotscheiben in einer Eiermilch (4 Eier, 225 ml Milch oder Sahne, etw. Vanillezucker, Prise Salz)  weichen lassen, in Butter hellbraun braten und mit reichlich Ahornsirup und einigen knusprigen Baconscheiben (jawoll, süß und salzig geht!) servieren. Besonders gut wird der French Toast, wenn nicht einfacher Sandwich-Toast, sondern dieses Cinnamon-Swirl-Bread als Grundlage dient. Ich backe es oft am Samstag und esse die ersten Scheiben frisch mit Butter und Honig, den Rest gibt’s dann am Sonntag als French Toast. Weiter lesen

Nachgebacken: Zimtsterne (Demel)

zimstern_kl.jpgMacht der Gewohnheit, mangelnde Experimentierlust? Keinesfalls. Dass bei uns über Jahre hinweg dieselben Plätzchensorten auf dem bunten Teller liegen, ist ein Ausdruck von „Warum bewährtes ändern?“ Die Walnuss-Scheiben, Husarenkrapfen, Muskatzonen, Cream Cheese Cookies sind bei der ganzen Familie beliebt und das ist eine Seltenheit! Neue Rezepte werden zwar ausprobiert, haben es aber erfahrungsgemäß schwer, in den Kreis der illustren Klassiker aufgenommen zu werden – das scheint aber auch bei Petra von Chili & Ciabatta so zu sein! Einer ihrer Klassiker könnte jetzt jedoch auch zu unserem werden – die Zimtsterne. An denen bin ich schon häufiger verzweifelt: Der Teig brach, die Eiweissglasur lief, die Sternzacken knickten, die gebackenen Plätzchen staubten oder klebten wahlweise. Weil meine Freundin Isabell bei unserer jüngsten „Wir brechen den Backbleck-Rekord pro Abend“-Aktion aber gerne Zimtsterne backen wollte, habe ich mich wieder auf die Suche nach einem Rezept begeben. Bei dem von Petra vorgestellten bin ich hängen geblieben und was soll ich sagen: Diese Zimtsterne sind grandios!

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Resteverwertung: Zucchinikuchen

zucc_kl.jpgDieses Backwerk sollte man eigentlich Rätselkuchen nennen: „Na, was ist drin, was man nicht rausschmeckt?“ Vereinzelte zartgrüne Sprenkel verraten es: Zucchini! Vor allem monströs angewachsene Exemplare (schwammige Mitte aber besser entfernen) lassen sich in diesem Kuchenrezept prima verwerten und sorgen für eine frischfeuchte Textur. Geschmacklich hält sich die Zucchini (glücklicherweise?) im Hintergrund, stattdessen dominieren Gewürze wie Zimt, Ingwer und Nelken. Eine Art Gewürzkuchen also, der sich sehr gut hält und auch mit einem Frischkäse-Puderzucker-Überzug gut schmeckt.

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Sonntagskuchen: Tassajara Carrot Cake

carrcake_kl.jpgNachdem ich schon – mit gutem Erfolg – einige Brote aus dem Tassajara Bread Book nachgebacken habe, war jetzt ein Kuchen an der Reihe: Der Carrot Cake, den Autor Edward Espe Brown selbst als „rich, rich, rich“ bezeichnet. Das hat mich gewarnt und ich habe beim Umrechnen der imperialen auf metrische Maße gleich ein wenig an Fett und Zucker gespart. Das hat dem sehr saftigen und lange frisch bleibenden Kuchen nicht geschadet, meine ich. Aus einem anderen Grund war das Rezept dennoch keine gute Wahl, ist mir inzwischen aufgegangen: Es passt mit seiner dichten Konsistenz und den intensiven Gewürzaromen irgendwie gar nicht in die Jahreszeit. Wird also erst im Winter wieder gebacken 🙂

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