Dass ich eine Anhängerin amerikanischer Esskultur bin (jawoll, die gibt es!) habe ich schon oft erzählt. Vor allem bin ich eine Anhängerin des amerikanischen Frühstücks, von fluffigen Pfannkuchen, zimtigen Hefeschnecken, käsigen Stratas, Eiergerichten und Speck. Oder von French Toast, der US-Version des armen Ritters und das allererste US-Gericht, dass ich damals nach Rückkehr von meinem US-Stipendium für meine Familie zubereitet habe. Supereinfach und superlecker: Weißbrotscheiben in einer Eiermilch (4 Eier, 225 ml Milch oder Sahne, etw. Vanillezucker, Prise Salz) weichen lassen, in Butter hellbraun braten und mit reichlich Ahornsirup und einigen knusprigen Baconscheiben (jawoll, süß und salzig geht!) servieren. Besonders gut wird der French Toast, wenn nicht einfacher Sandwich-Toast, sondern dieses Cinnamon-Swirl-Bread als Grundlage dient. Ich backe es oft am Samstag und esse die ersten Scheiben frisch mit Butter und Honig, den Rest gibt’s dann am Sonntag als French Toast. Weiter lesen
Macht der Gewohnheit, mangelnde Experimentierlust? Keinesfalls. Dass bei uns über Jahre hinweg dieselben Plätzchensorten auf dem bunten Teller liegen, ist ein Ausdruck von “Warum bewährtes ändern?” Die Walnuss-Scheiben, Husarenkrapfen, Muskatzonen, Cream Cheese Cookies sind bei der ganzen Familie beliebt und das ist eine Seltenheit! Neue Rezepte werden zwar ausprobiert, haben es aber erfahrungsgemäß schwer, in den Kreis der illustren Klassiker aufgenommen zu werden – das scheint aber auch bei Petra von Chili & Ciabatta so zu sein! Einer ihrer Klassiker könnte jetzt jedoch auch zu unserem werden – die Zimtsterne. An denen bin ich schon häufiger verzweifelt: Der Teig brach, die Eiweissglasur lief, die Sternzacken knickten, die gebackenen Plätzchen staubten oder klebten wahlweise. Weil meine Freundin Isabell bei unserer jüngsten “Wir brechen den Backbleck-Rekord pro Abend”-Aktion aber gerne Zimtsterne backen wollte, habe ich mich wieder auf die Suche nach einem Rezept begeben. Bei dem von Petra vorgestellten bin ich hängen geblieben und was soll ich sagen: Diese Zimtsterne sind grandios!
Kategorie : Backen
Dieses Backwerk sollte man eigentlich Rätselkuchen nennen: “Na, was ist drin, was man nicht rausschmeckt?” Vereinzelte zartgrüne Sprenkel verraten es: Zucchini! Vor allem monströs angewachsene Exemplare (schwammige Mitte aber besser entfernen) lassen sich in diesem Kuchenrezept prima verwerten und sorgen für eine frischfeuchte Textur. Geschmacklich hält sich die Zucchini (glücklicherweise?) im Hintergrund, stattdessen dominieren Gewürze wie Zimt, Ingwer und Nelken. Eine Art Gewürzkuchen also, der sich sehr gut hält und auch mit einem Frischkäse-Puderzucker-Überzug gut schmeckt.
Kategorie : Backen
Nachdem ich schon – mit gutem Erfolg – einige Brote aus dem Tassajara Bread Book nachgebacken habe, war jetzt ein Kuchen an der Reihe: Der Carrot Cake, den Autor Edward Espe Brown selbst als “rich, rich, rich” bezeichnet. Das hat mich gewarnt und ich habe beim Umrechnen der imperialen auf metrische Maße gleich ein wenig an Fett und Zucker gespart. Das hat dem sehr saftigen und lange frisch bleibenden Kuchen nicht geschadet, meine ich. Aus einem anderen Grund war das Rezept dennoch keine gute Wahl, ist mir inzwischen aufgegangen: Es passt mit seiner dichten Konsistenz und den intensiven Gewürzaromen irgendwie gar nicht in die Jahreszeit. Wird also erst im Winter wieder gebacken
“Sag Bescheid, wenn ich nen Happen zu essen mitbringen soll!” Wer so ein Angebot macht, muss damit rechnen, dass es dankend angenommen wird – aber was passt eigentlich zu einem Diaabend “Christmas Shopping in New York”? Meine Freundin Isabell hatte genaue Vorstellungen: “Mincemeat Pies”, denn die hatte sie auch während ihrer NY-Woche bei einer privaten Xmas-Party verzehrt. Dass Mincemeat weder Fleisch noch Minze enthält, hatte ich zwar mal gelesen – aber was nun tatsächlich reinkommt, wusste ich nicht. Genausowenig hatte ich jemals selbst eines von diesen Trockenfrucht-Pastetchen gegessen. Insofern weiß ich gar nicht, wie authentisch ich das hinbekommen habe
Nachdem das Cranberry-Knuspermüsli im Wunderkessel-Forum eine Flut an Nachfragen ausgelöst hat, habe ich einen zweiten Versuch gestartet – mit anderen Zutaten, einer leicht veränderten Garmethode, aber einem ebenso leckeren Ergebnis. Dieses Müsli mit Honig und Mandeln ist leicht zimtwürzig und vom Preis her ein echter Knüller, wenn man es mit den Gourmet-Müslis von Dr. Ö oder Onkel H vergleicht. Zudem sind Zeit- und Arbeitsaufwand wirklich überschaubar – einmal abwiegen, zweimal mischen und ein paarmal umrühren ergeben ein Kilo Granola, das für mindestens ein Dutzend Frühstücke reicht.


Lange habe ich es gesucht, das perfekte Rhabarberkuchenrezept. Nicht zu herb darf das Ergebnis sein, nicht zu suppig und Baiser (bääh!) geht schon mal gar nicht. Ideal wäre ein Blechkuchen – denn bei einer großen Familie und reichlich Kaffeebesuch kommt man mit 12 oder 16 Stückchen nicht arg weit. Bis auf die letzte Prämisse klang der hochgelobte 

