Beiträge mit ‘Zwiebeln’
Aus dem Crockpot: Schweinerouladen mit Pilzfüllung im Speckmantel
Die meisten Crockys sind vermutlich unter der Woche im Einsatz und schmurgeln das Essen, während frau ihrer Erwerbstätigkeit nachgeht. Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich arbeite im Home Office und habe unter der Woche die Möglichkeit (wenn auch nicht immer die Lust!) am Herd zu stehen. Am Wochenende dagegen sind wir viel unterwegs und daher bereitet der Crocky üblicherweise den Sonntagbraten/das Sonntagessen zu. So zum Beispiel diese feinen Schweinerouladen, die zwar etwas Vorbereitungsarbeit erfordern, dann aber ohne jegliche weitere Beaufsichtigung zu saftiger Perfektion garen. Ehrlich - allein fürs Rouladenschmurgeln (siehe zum Beispiel hier, hier und hier) lohnt sich die Anschaffung eines Slowcookers. Weil die Röllchen nicht angebraten werden, erscheint die Sauce etwas “grieselig” - wen das stört, der hält einfach kurz den Zauberstab in die Flüssigkeit. Bei uns gab es Rösti und Salat dazu, Bandnudeln oder Salzkartoffeln passen bestimmt auch.
Aus dem Crockpot: Schweinebraten süß-sauer
Ein Rezept mit 749 positiven Bewertungen, das von mehr als 36 000 Lesern gespeichert wurde, muss doch gut sein, oder? Nicht notwendigerweise - aber in diesem Fall hat’s funktioniert: Die asiatisch angehauchte Süß-Sauer-Sauce passte hervorragend zum Schweinebraten und die Zubereitung im Slowcooker ließ ihn butterzart und saftig werden. Ich hätte gerne Reis und Wokgemüse dazu serviert, die Familie bestand auf Nudeln und gebratenem Broccoli. Ein extrem unaufwändiges Gericht und prima für Slowcooker-Neulinge geeignet - hier kann wirklich nichts schief gehen.
Zwiebelkuchen-Essen: Diesmal a la France…
Der Hauptgang des alljährlichen Frauenclub-Herbstessens bedarf keines Gedankens: Zwiebelkuchen, was sonst? Das Drumherum erfordert jedoch einige Überlegungen: Eine von uns ist hochgradig allergisch gegen Meeresfrüchte, eine mag keine Ziegen- oder Schafsmilchprodukte essen. Fisch- und viele Käsegerichte fallen daher schon mal weg. Was bleibt, war hier bereits nachzulesen (2006, 2007, 2008) - in diesem Jahr habe ich mich für einen französischen Akzent entschieden: Als ersten Gang gab es eine rustikale Bauernterrine mit Blattsalaten, als Dessert eine zweifarbige Mousse au Chocolate mit einem Kompott aus getrockneten Aprikosen.
Aus dem Crockpot: Colabraten
Dieses Rezept ist genau das, was ich an den meisten Crockpot-Rezepten NICHT mag: Eine Tüte von diesem, eine Dose von jenem, umrühren, fertig. Das darf sich Kochen nennen, das soll schmecken? Nun, nachdem ich den Colabraten inzwischen zubereitet habe, würde ich sagen: Nein, Kochen ist das nicht wirklich, aber - verflixt - es schmeckt großartig! Die braune Brause macht sich in der würzigen, zwiebeligen Sauce nur insofern bemerkbar, dass sie leicht süßlich, fast karamelisiert schmeckt. Und das Fleisch erst: Saftig-zart, wie zumindest ich es nur im Slowcooker oder beim NT-Garen im Backofen hinkriege.
Herbstmenü mit Zwiebelkuchen, die dritte…
Die schönste FoodbloggerInnen-Jahreszeit ist leider vorbei - zumindest, wenn es darum geht, zum Abendessen einzuladen und trotzdem genügend Licht zum Dokumentieren der zubereiteten Gerichte zu haben (wie auch sie und sie feststellen). Ich habe beim traditionellen Zwiebelkuchen-Essen meiner Frauenrunde daher gemogelt: Meine Tochter bekam nachmittags eine Portion der schön angerichteten Federweißer-Mousse mit Traubenkompott und Feigen serviert, meine kurz vorbei schauende Mutter kostete um fünf Uhr das vorbereitete Wildreis-Hühnersüppchen. Die abends erst frisch gebackenen Zwiebelkuchen und Kürbisquiche entgingen der Digiknipse - aber die sind eh Herbstmenü-Standard und waren hier schon zu sehen.
Zur Grillsaison: Zwiebeliges Zupfbrot
Die Wanderer-Weisheit “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung” gilt in abgewandelter Forum auch für’s Grillen. Jedes Wetter ist Grillwetter - sofern man einen passenden Standplatz für das Gerät hat und einen wind- und wetterfesten Grillmaster. Nachdem beides an unserem Reitstall vorhanden ist, ist dort die Grillsaison bereits seit Ostern wieder eröffnet. Für mich begann damit die Zupfbrot-Zeit: Dieses würzig-zwiebelige Brot, von dem man sich einfach mit den Fingern passende Stückchen abzupft, ist mein Standard-Mitbringsel zum Grillbuffet. Ganz frisch, am besten noch lauwarm, schmeckt es am besten. Es riecht so verführerisch, dass es oft schon aufgegessen ist, bevor das erste Würstchen gar wurde
Aus dem Crockpot: Zwiebelbraten lombardisch
So’n “ordentliches Stück Fleisch” kommt bei und eher selten auf den Tisch. Der Aufwand des Schmurgelns, Beobachtens und Begießens eines Bratens ist einfach zu groß, wenn nur zwei Personen mitessen und sich die beiden restlichen Familienmitglieder auf ihren Semi-Vegetarismus zurückziehen. Semi deshalb, weil zwar Rinder- und Schweinebraten verschmäht werden, nicht aber Salami auf der Pizza oder die Rinderhackscheibe auf dem Hamburger. Sei’s drum: Bei dem eklig-verregneten Wetter der vergangenen Tage war mir nach einem deftigen Stück Fleisch. Beim Chefkoch stieß ich auf das hochgelobte Rezept für einen lombardischen Rinderbraten. Schmurgelt man ihn - wie im Original - gut drei Stunden sanft im Backofen, erhält man butterweiches Fleisch und eine konzentrierte, fast karamelisierte köstliche Zwiebelsauce. Benutzt man den Slowcooker - wie ich es versucht habe - erhält man ebenfalls butterweiches Fleisch, aber etwas mehr von der hocharomatischen Sauce, da anders als im Backofen keine Flüssigkeit verdampft. Ein köstlicher Braten - den werde ich mir als Rezept für eine Familienfeier merken.
Ausprobiert: Hirtengulasch ohne Fertigprodukte & Anbraten
Das Wunderkessel-Forum ist im (deutschsprachigen) Internet die Anlaufstelle für Crockpot-Rezepte. Dort habe ich mir schon viele gute Anregungen geholt - manchmal aber schüttele ich doch den Kopf: Ein Kilo Fleisch, zwei Dosen Gemüse und zwei Packungen Bratensauce zusammen zu schütten und lang genug zu garen, empfinde ich nicht wirklich als Kochen. Geschmack muss man doch auch ohne Fertigprodukt hinkriegen… und so habe ich mich daran gemacht, obiges “Rezept” nachzuempfinden. Und weil ich schon mal beim Ausprobieren war, habe ich das Anbraten von Fleisch und Zwiebeln ausgelassen. Das wird beim Crockpot-Kochen oft als optional bezeichnet - doch ob es das wirklich ist?
Schweinebraten mit Malzbierkruste
Mit Vincent Klink zu kochen (naja, Gemüse für ihn zu schnippeln) hatte ich bereits die Ehre - als Gast in seiner SWR-Kochsendung Kochkunst. Der Name ist Programm: Der Stuttgarter hat eine unglaubliche Ruhe und Übersicht. Wo er mit leichter Hand ein paar Prisen von diesem und jenem in den Topf wirft, hier etwas schwenkt und dort etwas wendet, hätte unsereins zwölfmal abgeschmeckt und lautstark lamentiert, dass man nicht genug Hände für soooo viele Töpfe hätte. Kurzum: Vincent Klink hat mich beeindruckt, vor allem, da die Gerichte, die er so vermeintlich lässig kochte, hervorragend schmeckten.
Seitdem habe ich eine ganze Reihe von Klink-Rezepten nachgekocht, nicht nur die, die als Kochkunst-Rezeptabo per Mail kamen, sondern auch andere Fundstücke aus dem Internet. Besonders gelungen fand ich jetzt dieses Sonntagessen - Schweinebraten mit Malzbierkruste, vor allem aber einer Sauce zum Niederknien…
Aus dem Crockpot: Szegediner Gulasch
Anbraten - ja oder nein? Da scheint die Crocky-Community ausgesprochen uneins zu sein. Und auch ich habe mein abschließendes Urteil noch nicht gebildet. Manche Gerichte wie Schnitzelröllchen oder Hackbraten sind mir im Slowcooker auch ohne Anbraten ausgesprochen gut gelungen. Bei anderen hab ich doch angebraten - nicht um die Poren zu schließen (Gruß an das Porenmonster vom Fressack!), sondern weil ich finde, dass zwiebelige und paprikaintensive Röststoffe eine Sauce erst richtig “rund” machen. So sehen es auch die Autorinnen meiner US-Crockpotbücher: Man kann das Anrösten auslassen (die Sauce wird trotzdem dunkel), aber man sollte es nicht auslassen - der Extra-Aufwand lohnt geschmacklich.
Irgendwann sollte ich die Probe auf’s Exempel machen und es riskieren, zum Beispiel die Zutaten für dieses Szegediner Gulasch einfach in den Slowcooker-Gareinsatz zu schichten und den Garprozess zu starten. Dann habe ich echte Vergleichsmöglichkeiten - denn mit Anbraten ist das Gericht wirklich köstlich geworden!

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