Naja, die Bezeichnung Menü ist eine Mogelpackung. Denn Menü im Sinne von “ausgewählt, damit’s gut zueinander passt” war das nicht, was ich meinem Stammtisch gestern serviert habe. Stattdessen hatten sich die sechs Frauen aus meinem USA-Kochbuch eine Vorspeise und einen Nachtisch gewünscht, der Hauptgang steht bei unserem Herbstessen eh fest: Zwiebelkuchen und zur Abwechslung dazu eine andere Tarte, diesmal die hervorragende Kürbisquiche von Ilka, allerdings ohne Speck. Wunsch-Auftakt war ein Caesars Salad, Dessert der Wahl kleine Maple Flans, eine Art Crème Caramel auf amerikanisch.
Kategorie : für Slowcooker
Stress pur: Zwei wie Unkraut wachsende Teenies und ein Ehemann (der nicht mehr wächst, auch nicht in die Breite
brauchten jeweils neue Jeans. Also die ganze Familie in die Stadt, Läden abklappern, Hosen anprobieren. Wo man der einen zuviel Modeschnickschnack ausreden musste (“Die Stickerei da hinten sieht aus wie ein A….geweih und die sind total out!”), brauchten die anderen beiden einen Schubs in Sachen Zeitgeist: “Dieser Hosenschnitt ist eigentlich mit James Dean gestorben…” Als wir erschöpft und tütenbeladen (es gab noch einige Schnäppchen mehr zu ergattern) nach Hause kamen, empfing uns der Geruch der im Crockpot karamelisierten Zwiebeln – köstlich! Nur noch Brühe drauf und Brot mit Käse überkrusten – und fertig war das Abendessen.
Wer nicht perfekt kochen kann, muss wenigstens perfekt planen. Diese Devise hat mich bei den diversen Weihnachtsmenüs, die ich aufgetischt habe, noch immer gerettet. Bevor ich angesichts 20 hungriger Gäste, zusammenfallender Souffles, halbfertiger Braten und nicht punktgenau gegarter Beilagen in Panik gerate und mich frage, wieso ich mir das antue, setze ich lieber auf Vorbereitung. Oder auf Backofen-Gerichte, die sich auch für eine große Familie wie unsere problemlos zubereiten lassen und auch ein paar extra Minuten Garzeit vertragen.
Auftritt Schweinefilet in Zwiebel-Senf-Honigkruste: Dieses Rezept ist mir gleich zum Thema Weihnachten eingefallen, als Zorra mich einlud, bei ihrem kulinarischen Adventskalender mitzumachen. Ich verspreche: Absolut weihnachtsmenü-tauglich und dabei stressfrei zuzubereiten. Wie die Tischdeko schon verrät: Zum Nachtisch gab’s dazu das Vanilleeis mit Apfelstrudel-Sauce.
Zorra hatte den gestrigen Tag zum Foodblogger-Zwiebeltag ausgerufen. Mit einem Tag Verspätung ist mir eingefallen, dass in meinem Archiv auch ein prima Zwiebelrezept schlummert – allerdings kein herbstliches, sondern eines für die Grillsaison. Das gedrehte Zwiebelbrot braucht keinen Aufstrich, sondern bringt ihn in Form würziger Zwiebelbutter gleich mit. Das lauwarme Brot beim Grillen bloss nicht zu früh hinstellen – sonst ist es weg, bevor das Fleisch gar wird!
Ist langsam gegartes Fast Food schon Slow Food? Nee, vermutlich nicht
Dieses Schaschlik aus dem Crockpot entspricht ganz und gar nicht der türkisch-russisch-armenischen Tradition, bei der Rind- oder Hammelfleisch mariniert und gegrillt werden. Nein, das hier ist der Vertreter der rheinischen Pommesbuden-Tradition, wo Schweinefleisch in einer Art Currysoße gart. Hmmh – dazu schmecken natürlich auch Fritten!



